mini|Egon Blum (2003)
Egon Blum (* 8. Februar 1940 in HöchstAndreas Scalet: „Die soziale Kompetenz war mir immer sehr wichtig“, Vorarlberger Nachrichten vom 22. Juli 2015, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.) ist ein österreichischer Unternehmensberater, Konstrukteur, Werkzeugmacher, Funktionär und Namensgeber für den Blum-Bonus.
Leben und Schulbildung Egon Blum lebt in Höchst, ist verheiratet und hat drei Töchter. Er besuchte die Pflichtschule.
Beruf und Weiterbildung Nach der Pflichtschule absolvierte er die Werkzeugmacher-Lehre bei der Firma Max Hermann, Maschinenbau, in Hard, die er 1959 mit der Gesellenprüfung abschloss. Seine mangelhafte Ausbildung während der Lehrzeit war prägend für sein Engagement zur Verbesserung der Situation bei der Lehrlingsausbildung in Österreich.Egon Blum, Webseite Hans Huber Stiftung, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.Andreas Scalet: „Die soziale Kompetenz war mir immer sehr wichtig“, Vorarlberger Nachrichten vom 22. Juli 2015, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.
Von 1960 bis 1970 war er als Konstrukteur und Abteilungsleiter bei der Firma Starrag, Rorschacherberg in der Schweiz tätig. 1964 legte er die Schweizer Werkmeisterprüfung ab. In weiterer Folge das Handelsdiplom für Kaufleute und verschiedene andere Ausbildungen. Von 1970 bis 2005 war Blum Leiter der Technik und Mitglied der Geschäftsleitung (Bereiche: Entwicklung, Betriebsmittelkonstruktion, Werkzeug- und Spezialmaschinenbau, Qualitätssicherung und die Lehrlingsausbildung) bei der Firma Julius Blum in Höchst. Ab 1973 war Blum in überbetrieblichen Funktionen tätig, insbesondere in Bezug auf die berufliche Erstausbildung von Jugendlichen via Lehre oder berufsbildende mittlere und höhere Schulen., Webseite: blumbonus.at, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.
Sonstige Funktionen 1973 war er Hauptinitiator bei der Gründung des Arbeitskreises „Lehrlingsausbildung“ der VEM (Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie). In dieser Einrichtung hatte er bis 2010 den Vorsitz inne. Seit der Gründung des Landesberufsausbildungsbeirates war Blum als Vertreter der Industrie über ein Jahrzehnt engagiert. Von 1990 bis 2008 bzw. 2010 war Blum Präsident der Kuratorien der HTL Bregenz und der HTL Rankweil. Zwischen 1995 und 2008 war er Mitglied des «Hochschulrates der Interstaatliche Hochschule für Technik NTB Buchs» in Buchs (Schweiz). Seit der Gründung bis April 2011 war er auch Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Vorarlbergs und Beirat der Lebenshilfe Vorarlberg. Als Beirat war er an der Gründung des ÜAZ (Überbetriebliches Ausbildungszentrum Vorarlberg) beteiligt., Die Wirtschaft Nr. 9/2005 vom 4. März 2005, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.
Regierungsbeauftragter mini|Egon Blum bei einer Veranstaltung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) in Feldkirch am 11. Oktober 2018
Zwischen November 2003 und Dezember 2008 war Blum Beauftragter der Bundesregierungen Schüssel II und Gusenbauer für „Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung“.Andreas Scalet: „Die soziale Kompetenz war mir immer sehr wichtig“, Vorarlberger Nachrichten vom 22. Juli 215, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018. In Zusammenhang mit dieser Tätigkeit, wurde der Blum-Bonus entwickelt, ein Fördermodell zur Unterstützung der betrieblichen Lehrlingsausbildung in Österreich. Mit diesem ab 2003 eingeführten „Blum-Bonus“ erhielten Unternehmen für die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen eine Entschädigung. Zwischen 2003 und 2008 sollen dabei mehr als 12.500 zusätzliche betriebliche Lehrstellen in Österreich geschaffen worden sein.Dr.-Toni-Russ-Preisträger Blum Egon: „Wer unserer Jugend vertraut und ihr das auch beweist, wird von ihr nicht enttäuscht.“ Gemeinde Info Höchst I September 2015, S. 16.
Kritik an der Abschiebepraxis in Österreich Blum stellt sich klar gegen die von der rechtspopulistischenAlexandra Endres, Vanessa Vu, Veronika Völlinger und Tilman Steffen: Land rückt nach rechts, Die Zeit online vom 18. Dezember 2017.Keine Lehrstellen für Asylbewerber, Tagesschau.de vom 27. August 2018, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018. ÖVP/FPÖ Regierung unter Sebastian Kurz vorgenommene Änderung der Rechtslagean Kurz: Abschaffung der Lehre für Asylwerber „herz- und hirnlos“, Die Presse vom 10. September 2018, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018., wodurch qualifizierte Lehrlinge, die Asylwerber sind, abgeschoben werden. Er hält dies für einen Fehler.
Ehrungen Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg, 1993 Anton Benya Hauptpreis für Verdienste um die Lehrlingsausbildung sowie das Projekt "Lehre und Matura", 1997 Auszeichnung der Hans-Huber-Stiftung, 1998 Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik;Österreich, 1999Ehrenzeichen/Sausgruber, APA-OTS-Aussendung vom 20. März 2000, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018. Verleihung des Titels „Kommerzialrat“ für Verdienste um die Österreichische Wirtschaft, 2003Wirtschaft/Schüssel/Ehrung Schüssel: Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Wirtschaft, APA-OTS-Aussendung vom 26. November 2003, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018. Ehrenpräsident des Kuratoriums der HTL Bregenz, 2009 Toni-Russ-Preis mit Ring, 2015
Weblinks
Blum-Bonus Reloaded, Wiener Zeitung vom 25. April 2018, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018. Positive Bilanz des Blum-Bonus – Zahl der Lehrlinge und Lehrbetriebe steigt, APA-OTS-Aussendung der österreichischen Wirtschaftskammer vom 27. August 2007, zuletzt abgerufen am 14. Oktober 2018.
Einzelnachweise
Kategorie:Funktionär (Handwerk) Kategorie:Unternehmensberater Kategorie:Träger des Großen Verdienstzeichens des Landes Vorarlberg Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann