mini|Neue und alte Pfarrkirche St. Bartholomäus mini|Simbach – Ortsmitte von Norden Simbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.

Geographie Nachbargemeinden Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Landau an der Isar, Eichendorf, Arnstorf, Malgersdorf, Falkenberg und Reisbach

Gemeindegliederung

Simbach hat 143 Gemeindeteile:

Geschichte mini|hochkant=1.8|Markt Simbach, nach einer Radierung von Michael Wening von 1721

Bis zur Gemeindegründung Um 806 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Orts. Im 13. Jahrhundert kam es wahrscheinlich zur Markterhebung. Simbach gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Landau des Kurfürstentums Bayern. Simbach besaß ein Marktgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Simbach besaß einen Bahnhof an der ehemaligen Bahnstrecke Landau–Arnstorf.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Ruhstorf eingegliedert, und am 1. Juli 1972 Haunersdorf. Am 1. Januar und am 1. April 1973 sowie am 1. Januar 1981 kamen Teile des Marktes Reisbach hinzu.

Amtsgerichts- und Landkreiszugehörigkeit Simbach gehörte nach der Auflösung des Landgerichts Arnstorf zum Landgericht Eggenfelden, später Bezirksamt Eggenfelden und bis zum 1. Juli 1972 zum Landkreis Eggenfelden. Es wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Landkreis Dingolfing-Landau eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs der Markt von 3410 auf 3987 um 577 Einwohner bzw. um 16,9 %. 1961: 3346 Einwohner 1970: 3357 Einwohner 1987: 3392 Einwohner 1991: 3499 Einwohner 1995: 3634 Einwohner 2000: 3740 Einwohner 2005: 3723 Einwohner 2010: 3583 Einwohner 2015: 3774 Einwohner

Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Herbert Sporrer (CSU). Er wurde am 15. März 2020 mit 95,5 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gemeinderat In der Amtszeit von Mai 2020 bis April 2026 setzt sich der Marktgemeinderat nach dem Ergebnis der Wahl vom 15. März 2020 wie folgt zusammen: CSU/Junge Bürger: 4 Sitze (23,78 %) Freie Wählergemeinschaft Langgraben: 3 Sitze (19,36 %) SPD/Freie Bürgerliste: 3 Sitze (18,93 %). Christliche Wählergemeinschaft Ruhstorf: 3 Sitze (17,13 %) Allgemeine Wählergemeinschaft Haunersdorf: 2 Sitze (13,47 %) Freie Wählervereinigung Pischelsdorf: 1 Sitz (7,33 %) Die Wahlbeteiligung betrug 60,6 %.Wahlergebnisse vom 15. März 2020, abgerufen am 7. Juni 2020.

Wappen

Religion Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus (1736 barocke Erweiterung) Neue Pfarrkirche St. Bartholomäus (Bau 1970 bis 1975) Evangelische Kreuzkirche (Bau 1960)

Bau- und Bodendenkmäler mini|Simbach – Am Marktplatz

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 20, im produzierenden Gewerbe 297 und im Bereich Handel und Verkehr 81 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 153 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1272. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 166 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3457 ha, davon waren 2922 ha Ackerfläche und 534 ha Dauergrünfläche.

Bildung Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen: Kindergarten und Kinderkrippe mit ca. 120 Kindern Grundschule: sechs Klassen mit ca. 120 Schülern

Persönlichkeiten

Walter Heidl (* 1959), Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Matthäus Mittermeier (1864–1939), Geheimrat, MdR (BB) Max Straubinger (* 1954), Politiker (CSU), lebt in Simbach

Weblinks

Website des Marktes Simbach (PDF; 1,66 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Dingolfing-Landau Kategorie:Ersterwähnung 806 Kategorie:Markt in Niederbayern Kategorie:Gemeindegründung 1818