mini|St. Nikolaus, Blick zum alten Chorturm mini|St. Nikolaus mit neuem Turm vom Bahnhof aus gesehen mini|St. Nikolaus. Kirche, Hof und Turm mini|Blick zur Orgel St. Nikolaus ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Konz (Landkreis Trier-Saarburg) in Rheinland-Pfalz.
Geschichte Das Patronatsrecht über die Kirche in Konz besaß 1323 der Erzbischof von Trier, um 1330 wurde sie in der Taxa generalis erwähnt. 1650 erhielt die Kirche ein neues Langhaus, 1725 ordnete die bischöfliche Behörde einen Wiederaufbau der Kirche an. 1873 erfolgte ein Neubau des Langhauses und Chores unter Beibehaltung des gotischen Chorturmes aus dem 15. Jahrhundert nach Plänen des luxemburgischen Staatsarchitekten Karl Arendt. Der alte dreigeschossige Turm stand nun hinter dem neuen Chorraum. Der Turm wurde 1903 um ein Geschoss erhöht. Der frühere Chorraum im Turm besitzt ein Kreuzgewölbe mit hohen Hohlkehlrippen. Der Schlussstein zeigt das Wappen des Erzbischofs Johann II. von Baden (1456–1503).
1959 bis 1961 wurde die Kirche St. Nikolaus nach Plänen des Schweizer Architekten Hermann Baur als „Zelt Gottes unter den Menschen“ neu errichtet. Das Untergeschoss des gotischen Chorturms befindet sich als Seitenkapelle im südöstlichen Winkel des neuen Gotteshauses. Unter dem Gottesdienstsaal befindet sich eine Krypta mit Ruinen der römischen Kaiservilla von Konz, auf deren Überresten die Pfarrkirche teilweise steht.Informationen auf www.kulturdb.de, abgerufen am 26. Juli 2025.
Orgel Die aktuelle Orgel aus dem Jahr 2011 wurde von Orgelbaumeister Thomas Gaida, Wemmetsweiler gebaut. Auf drei Manualen und Pedal können 38 Pfeifenreihen (Ranks) und 68 Registerschaltungen (Stops) angespielt werden. Ähnlich der Orgel der Notre-Dame-Kirche in Paris wird die Spiel- und Registerschaltung über einen digitalen Prozessor gesteuert, der abweichend vom traditionellen Orgelbau, mannigfache Möglichkeiten der Kombinationen bereithält. Die Disposition, die stilistisch keine Wünsch offen lässt, ist in Zusammenarbeit vom Kantor der Gemeinde, Prof. Karl Ludwig Kreutz, der auch für das Design des Spieltischs verantwortlich zeichnet, und dem Orgelbauer entworfen worden. Die asymmetrische Landschaft der Pfeifen-Segel, in sinnhaftem symbolischem Bezug zur Saar-Mosel Mündung wurde von Architekt Professor Josef Schmitz entworfen. Neben den neuen Prinzipalpfeifen des Orgelprospektes, sind es größtenteils gebrauchte Bestände, zum Teil aus englischen Instrumenten, zum Teil aus dem Vorgängerinstrument, zum größeren Teil aus kostbarem Material einer abgebauten Bitburger Orgel für den Neubau verwendet worden. Das Vorgängerinstrument war eine Orgel der Firma Orgelbau Trier, Sebald/Oehms von 1967 mit 25 Registern auf zwei Manualen und Pedal.
Die ebenfalls 2011 ins Leben gerufenen INTERNATONALEN ORGELKONZERTE KONZ, haben in der Zeit ihres Bestehens namhafte Orgelvirtuosen nach Konz gerufen, u. a. die Professoren: Vincent Dubois, Andreas Rothkopf, Helmut Deutsch, Theo Brandmüller, Wolfgang Seifen, Johannes Lang (Thomasorganist Leipzig), Anna-Victoria Baltrusch, Bernhard Leonardy, Alain Wirth und Domorganisten Josef Still, Sebastian Küchler-Blessing, Christian Barthen, Martin Bambauer, Donatus Haus sowie Paolo Oreni, Graham Barber, Ekaterina Melnikova, Hanna Dys, Antonia Krymova, Dayoung Kang, Anna-Magdalena Kaczor, Stefan Ilas.
Einzelnachweise
Literatur Hans Caspary, Wolfgang Götz, Ekkart Klinge (Bearb.): Dehio-Handbuch Rheinland-Pfalz / Saarland. 2., bearbeitete und erweiterte Auflage, Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1984, ISBN 3-422-00382-7, S. 513. Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier. (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 15, Abteilung 2.) L. Schwann, Düsseldorf 1936, S. 191 f. (als Nachdruck: Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, ISBN 3-88915-002-0.)
Weblinks
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