Die Gnadenkirche ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche im Westen Fürstenfeldbrucks. Die Gemeinde wurde 1963 gegründet, die Einweihung des Kirchengebäudes folgte 1974.

Geschichte Noch in den 1960ern fanden Gottesdienste der evangelischen Gemeinde nur in der Erlöserkirche statt. Durch wachsenden Bedarf im Westen der Stadt wurde eine neue Gemeinde gegründet, die sich ab dem ersten Advent 1963 im Keller der Richard-Higgins-Grundschule oder in der katholischen Kirche St. Bernhard traf. Erster Pfarrer der Gemeinde war Otto Dawid. 1966 wurde dann eine Baracke errichtet, die vorübergehend die Gemeinde beherbergte. Im Herbst 1968 wurde dann das Pfarrhaus fertiggestellt. Eingeweiht wurde das Kirchengebäude am 23. Juni 1974, errichtet wurde es aus Gasbeton-Fertigteilen der damals in Emmering ansässigen Firma Hebel. Die Planung übernahm der Münchener Architekt Theo Steinhauser (1922–2014), die Gestaltung der Deckengemälde wurde von Hubert Distler (1919–2004) besorgt. Kanzel, Altar, Taufbecken und Kreuz sind Werke von Karl-Heinz Hoffmann aus Feldafing; die Herstellung der Glocken erfolgte bei der Glockengießerei Gebr. Borchert, Bad Friedrichshall. Es gibt eine Taufglocke sowie eine Gebets- und Vaterunserglocke. Das Kirchengebäude besitzt auch eine Orgel mit Schleifladen, diese wurde vom Orgelbauer Dieter Schingnitz gebaut. Das zurückhaltend in weiß gefasste Gehäuse der Orgel, wurde nach einem Entwurf Hubert Distler gestaltet.

Aktuell Ab April 2005 leitete Ursula Leitz-Zeilinger, die aus München-Haidhausen wechselte, die Gemeinde. Seit 2021 ist der aus Fürstenfeldbruck stammende Matthias Biber Pfarrer der Gemeinde, Leitz-Zeilinger wechselte im März des Jahres an das Gottesdienstinstitut der evangelischen Landeskirche nach Nürnberg. Im September 2022 wurde das neu gebaute Kinderhaus der Gemeinde eingeweiht. Im Oktober 2024 feierte die Gemeinde ihr 50-jähriges Jubiläum.

Gestaltung Der Kirchenraum ist hell und offen gestaltet, hat eine Größe von 12 × 12 Metern und hat Platz für 200 Besucher. Die Inneneinrichtung (außer die Orgel) lassen sich flexibel umgestalten, dank fahrbarer Wände bieten zwei Gemeindesääle Platz für etwa 80 weitere Personen. Um den Kirchenraum herum angelegt sind eine Kapelle sowie die Gemeinderäume. An die Gemeinde angeschlossen ist auch ein Kindergarten. Die Kirche verfügt über keinen Turm, sondern über eine, im Gebäude integrierte Glockenstube.

Glocken Zwei Glocken wurden für die Kirche gegossen:Die Gnadenkirche auf der Website der Evangelisch-Lutherischen Gemeinden der Erlöserkirche und Gnadenkirche in Fürstenfeldbruck, abgerufen am 19. Juni 2026

GlockeNameGussjahrGlockengießerInschrift1 Taufglocke 1976 Gebr. Borchert, Bad Friedrichshall Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind2 Gebets- und Vaterunserglocke Dein Reich komme!

Weblinks

Die Gnadenkirche auf der Website der Evangelisch-Lutherischen Gemeinden der Erlöserkirche und Gnadenkirche in Fürstenfeldbruck

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Fürstenfeldbruck Kategorie:Gnadenkirche Gnadenkirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Kirchengebäude des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Fürstenfeldbruck Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne in Bayern Kategorie:Erbaut 1974