Frankenberg (oberfränkisch: FrangaberchJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 14. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „prēwatzɒml“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Frankenberg liegt in der Gemarkung Prebitz.
Lage Das Kirchdorf liegt südwestlich des Kernortes Speichersdorf, am westlichen Ende des Speinsharter Forsts und am Almosbach. Die Kreisstraße BT 20 führt an Klein- und Großkorbis vorbei nach Losau (2 km westlich) bzw. nach Kodlitz (1,5 km nordöstlich). Am Höhenzug zwischen Frankenberg und Nairitz verläuft die Europäische Hauptwasserscheide, wobei Frankenberg auf der dem Rhein zugewandten Seite liegt.
Geschichte 1125 wurde ein Schloss „Frankenberg“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Berg der Franken.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 14. Das Schloss erhielt der Nürnberger Burggraf Johann vom Königreich Böhmen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 199. In der Fraisch unterstand Frankenberg im 18. Jahrhundert dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 unterstand der Ort dem preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Frankenberg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Losau und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Prebitz zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Frankenberg am 1. Mai 1978 nach Speichersdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In den Außenmauern zweier Wohnhäuser sind Stücke der Burgmauer erhalten. Sie sind identisch mit der Umfassungsmauer (Burgbefestigung) der zerstörten Burg Frankenberg aus dem 12./13. Jahrhundert: Südliche und westliche Außenmauer des Wohnhauses Frankenberg 12 Südliche Mauer des Wohnhauses Frankenberg 13
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 145 191 177 201 175 156 186 142 126 126HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 28 28 30 31 33Quelle
Religion Frankenberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Dreifaltigkeitskirche (Neustadt am Kulm) gepfarrt. Bis zum Bau der Heilig-Geist-Kirche, die am 22. Mai 1955 eingeweiht wurde, nahmen die Gläubigen für den Gottesdienstbesuch in Neustadt am Kulm einen zweistündiger Fußmarsch in Kauf. Die Mitte des ehemaligen Kirchweges durch den Speinsharter Forst ist durch einen Stundenstein gekennzeichnet.
Regelmäßige Veranstaltungen Das Gaudi-Skirennen Frankenberg Cup findet bei geeigneten Schneeverhältnissen im Januar oder Februar am Hang der Siemersleitn (Hohe Hut) statt und wird durch den Geselligkeitsverein hideaway Frankenberg/Nairitz e. V. und den TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf ausgerichtet. Die Kerwa in Frankenberg findet jeweils am Wochenende nach Christi Himmelfahrt statt und wird durch den Geselligkeitsverein hideaway Frankenberg/Nairitz e. V. veranstaltet. Im Jahr 1955 wurde am Himmelfahrtswochenende die Kirche des Ortes geweiht. Zur Kerwa wird beim Aufspielen der Kerwagesellschaft das lokale Geschehen durch die Kerwaburschen in Gstanzlform auf die Schippe genommen. Während der Kerwa wird ein öffentlicher Preisschafkopf nach lokal üblichem Reglement ausgetragen. Das Dorffest findet jeweils am zweiten Augustwochenende statt und wird durch die Freiwillige Feuerwehr Frankenberg ausgerichtet.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Speichersdorf) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1125