Bruch (das oder der Bruch; Aussprache ursprünglich mit langem [uː],Grimms Wörterbuch s.v. „Bruch m.n.“ laut DudenDuden.de s.v. Bruch(2) aber auch kurz ) ist eine Bezeichnung für Sumpf- oder Moorland und – in regionalen Variationen – Bestandteil vieler Flur- und Siedlungsnamen. Ein Bruch mit Baumbestand bildet einen Bruchwald. mini|Ölbild eines Sumpfgeländes (Bruchs)
Wortvarianten und Wortherkunft In Ortsnamen kommt Bruch oft vor, sei es allein oder als Bestandteil in Zusammensetzungen. Varianten sind z. B. Broich (meist im Rheinland), Brook, Brok oder Brauk (niederdeutsch). Ältere Wortformen sind althochdeutsch bruoh, mittelhochdeutsch bruoch oder altsächsisch und mittelniederdeutsch brōk. Die niederländische Bezeichnung ist broek (Aussprache ebenfalls mit langem „u“: „bru:k“), auch das englische Wort brook für einen kleinen Fluss ist damit verwandt.
Beispiele Bruch Anklamer Stadtbruch, Torfmoor bei Anklam Bruch von Gravenbruch, Wald- und Feuchtgebiet bei Neu-Isenburg Füllenbruch, Naturschutzgebiet in Herford und Hiddenhausen Griesheimer Bruch, Wald- und Wiesengelände westlich von Griesheim in Südhessen Großes Bruch, Sumpfland zwischen Oschersleben in Sachsen-Anhalt und Hornburg in Niedersachsen Hülser Bruch, Naturschutzgebiet bei Krefeld Kasbruch, Naturschutzgebiet bei Neunkirchen (Saar) mit gallorömischen Siedlungsspuren Königsbruch Teil des Natura 2000 Schutzgebietes Jägersburger Wald/Königsbruch bei Homburg Landstuhler Bruch, Landschaft in der Westpfalz in Rheinland-Pfalz, ehemalige Moorniederung Linumer Bruch, Landschaft in Fehrbellin Maudacher Bruch, ist die größte zusammenhängende Grünfläche in Ludwigshafen Merfelder Bruch, Landschaft bei Dülmen im Münsterland in Nordrhein-Westfalen Netzebruch, Landschaft am Unterlauf der Netze Oderbruch, Binnendelta des Flusses Oder Rogeezer Bruch, Teil des Sturer Wiedervernässungsgebiets, in Fünfseen in Mecklenburg-Vorpommern Sprottebruch, Landschaft an der Sprotte, im heutigen polnischen Niederschlesien Warthebruch, Landschaft an der Mündung der Warthe in die Oder Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen, Landschaftsschutzgebiet im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg Worringer Bruch, sumpfige Flachlandschaft im Norden von Köln
Beispiele für „Bruch“ als Element von Ortsnamen: Breitenbruch, Ortsteil von Arnsberg Hausbruch, Stadtteil von Hamburg Roderbruch, Stadtteil von Hannover Hombruch, Stadtteil von Dortmund Katzenbruch, Ortslage in Wuppertal, in der lokalen Mundart auch Kattenbrook Wertherbruch, Ortsteil von Hamminkeln im Kreis Wesel Bruchhof Stadtteil von Homburg Bruchmühlbach Ortsteil von Bruchmühlbach-Miesau in der Pfalz Bruchnal, ehemaliger Name von Ternowyzja, Ukraine
Bruchhausen, Stadtteil von Olsberg Bruchhausen-Vilsen, Flecken in Niedersachsen mit den Ortsteilen Bruchhausen, Bruchhöfen und Bruchmühlen
Broich
Broich, Stadtteil von Jülich Broich, Stadtteil von Mülheim an der Ruhr In Zusammensetzungen: Broichweiden Grevenbroich Kleinenbroich Korschenbroich
Ausgesprochen wird Broich nur mit einem langen o; das i in der Schreibung ist ein im Rheinischen übliches stummes Dehnungszeichen (siehe dort im Abschnitt Dehnungs-i).
Brook Duvenstedter Brook, Naturschutzgebiet in Hamburg Ellerbrook, Straße in der Lübecker Altstadt Hansdorfer Brook, Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein Brookmerland, Samtgemeinde in Ostfriesland Billbrook, Hammerbrook, Iserbrook, Kleiner Grasbrook, Reitbrook, Stadtteile von Hamburg
Brok Ellenerbrok, Ortslage im Bremer Stadtteil Osterholz Lesumbrok, Ortslage im Bremer Stadtteil Burglesum Schierbrok, Bauerschaft in Ganderkesee
Brauk Et Brauk, im Volksmund für das Seelsche Bruch Brauk, in der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1825 für: Diepenbruch
Einzelnachweise
Weblinks
Siehe auch Luch (Landform) Feuchtgebiet Sumpf
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