Verspielte Heimat ist ein DDR-Kinofilm von 1971. Erzählt wird von der angeblich mangelnden westdeutschen Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman von Franz Popp aus dem Jahr 1968.

Handlung Der westdeutsche SPD-Funktionär und Chefredakteur Karl Waldner trifft bei einem Treffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft auf den CDU-Politiker und früheren Henlein-Führer Meißner. Dieser ließ in den 1930er Jahren Karls Vater ermorden. Vergeblich versucht er mit Hilfe der SPD eine Strafverfolgung von Meißner zu veranlassen. Zu groß sind die parteiübergreifenden Widerstände. In Gesprächen mit seinem Jugendfreund Sepp Lukas überdenkt Karl seine eigene Geschichte und die der Sozialdemokratie.

Hintergrund Die „Henlein-Jugend“ war eine nach dem nationalsozialistischen Reichsstatthalter Konrad Henlein benannte Gruppierung, die unter anderem für das Reichsgau Sudetenland kämpfte.Deutsch-Tschechische Nachrichten, S. 67 (pdf)

Bereits zwei Jahre nach der Produktion wurde der Film aus dem Verleih genommen, da er mit Unterzeichnung des Grundlagenvertrags im Rahmen der Neuen Ostpolitik Willy Brandts politisch nicht mehr in die Landschaft passte.defa-stiftung.de

Veröffentlichung Der Film hatte seine Kinopremiere am 18. Februar 1971 im Berliner Kino International.Neues Deutschland. 19. Februar 1971, S. 2.

Kritiken In der Zeitschrift Neue Zeit.Neue Zeit. 21. Februar 1971, S. 4. bemerkte H.U., dass das Drehbuch die Schwäche des Films darstellt:

Das Lexikon des internationalen Films schreibt:

Literatur Franz Popp: Verspielte Heimat. Verlag Neues Leben, 1968, . Lexikon des Internationalen Films. Rowohlt Verlag, Reinbek 1995, ISBN 3-499-16357-8, S. 6167.

Weblinks

Verspielte Heimat bei der DEFA-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1971 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Film