Elias Adam Papius (unter anderemVgl. etwa DNB. auch Adam Elias Papius; * 1722 in Aub; † 1778Andreas Mettenleiter: Elias Adam Papius (1722–1778). In: Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. 2001, S. 473–474, hier: S. 473.)Papius (Elias Adam). In: Johann Christoph Adelung, Heinrich Wilhelm Rotermund: Ergänzungsband 5: Moriac–Pfeiffer. Gleditsch-Verlag, Bremen 1816, S. 1535 (digitale.bibliothek.uni-halle.de). war ein deutscher Mediziner und Botaniker. Er wirkte von 1752 bis zu seinem Tod als Professor der Botanik an der Universität Würzburg.

Leben Papius entstammte einer angesehenen Familie aus Würzburg, zu der auch Philipp Heinrich Papius gehörte, der als Administrationsrat und von 1829 bis 1840 als Oberpfleger des Juliusspitals tätig war. Einer seiner Vorfahren war Peter von Pape, der 1604 als Professor jurium von Maaseik in Limburg nach Würzburg berufen worden war. Papius studierte an den Universitäten in Würzburg und Leiden Philosophie bis zum Magistergrad und absolvierte am 31. Mai die erste und am 2. September 1748 die zweite Prüfung in Medizin. Am 7. Dezember wurde er promoviert. Er wurde Leibarzt des Fürstbischofs Adam Friedrich und wirkte seit 1752 als Nachfolger seines Lehrers Lorenz Anton Dercum als ordentlicher Professor für Botanik an der Medizinischen Fakultät und Fakultätsdekan sowie Vorstand des Botanischen Gartens im Juliusspital an der Universität Würzburg. Papius setzte sich für das Studium der Naturlehre ein. Er legte seinen Vorlesungen und botanischen Demonstrationen bereits die neue Linnésche Pflanzensystematik zugrunde.Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg, Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 472 und 648.

Der Arzt und Philosoph Melchior Adam Weikard war sein Schüler. Sein Nachfolger als ordentlicher Professor der Botanik und Vorstand des Botanischen Gartens wurde von 1779 bis 1782 Ignaz Bartholomäus Stang (auch Ignatz Barthel Stang), Sohn des Anatomen und Chirurgen Georg Christoph Stang, Schwager von dessen Nachfolger Karl Kaspar von Siebold und Professor für Materia medica seit 1772.Andreas Mettenleiter: Elias Adam Papius (1722–1778). In: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. 2001, S. 461, 474, 496 und 771.

Herkunft und Familie

Peter von Pape[n], genannt Papius (* 1556; † 26. August 1626), Professor der Rechte und fürstlicher Rat zu Würzburg, war sein Urgroßvater. Er stammte von den adeligen Erbsälzern ab und war ein Sohn von Christoph von Papen († 1611), Herr auf Westrich und Scheidingen.

Papius war mit Maria Josepha (geborene Vogel, † 1812) verheiratet, die eine Tochter des Hofkammerrats Peter Johann Vogel war. Er hatte einen Bruder Gundisalvus (eigentlich Ludwig Ignaz) Papius (1727–17. Dezember 1799), der Prior des Augustinerklosters und Stadtpfarrer in Münnerstadt war.

Schriften Dissertatio Inauguralis Medica de febribus inflammatoriis in genere. Würzburg 1748 (reader.digitale-sammlungen.de).

Literatur Max Buchner: Aus der Vergangenheit der Universität Würzburg. Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1932, ISBN 978-3-642-98763-2, S. 503

Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 461, 473–474 und öfter.

Weblinks

Papius, Elias Adam auf CERL Thesaurus

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (18. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (18. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) Kategorie:Geboren 1722 Kategorie:Gestorben 1778 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Julius-Maximilians-Universität Würzburg