Ideciu de Jos [] (veraltet Igișul din Jos; , siebenbürgisch-sächsisch: Nideraidesch,Niedereidisch auf Siebenbuerger.de (Website der Verband der Siebenbürger Sachsen), abgerufen am 9. Juli 2025 ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ideciu de Jos im Kreis Mureș Die Gemeinde Ideciu de Jos liegt im Reener Ländchen (Ținutul Reghinului) im nördlichen Teil des Siebenbürgischen Beckens. An der Mündung des Deleni befindet sich der Ort Ideciu de Jos am linken Ufer des Mureș (Mieresch). An der Kreisstraße (Drum județean) DJ 154A und der Bahnstrecke Târgu Mureș–Deda–Gheorgheni liegt der Ort fünf Kilometer nordöstlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 35 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die eingemeindeten Dörfer liegen etwa sechs Kilometer nordnordöstlich vom Gemeindezentrum entfernt.
Geschichte Der Ort Ideciu de Jos wurde erstmals 1319 urkundlich erwähnt. Das lang gezogene Straßendorf war bis 1944 mehrheitlich von Rumäniendeutschen bewohnt. Der Ort ist außer den Salzquellen und dem Thermalbad auch wegen des Zwiebelanbaus in der Region bekannt.
Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Ideciu de Sus (Obereidisch) wurde eine Münze, welche in die byzantinische Epoche deutet, gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Ideciu de Sus, abgerufen am 19. August 2018 (rumänisch).
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Régen felső (Ober-Regen) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ideciu de Jos entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2108 407 9 1616 76 1920 2714 682 197 1811 24 1941 3005 732 93 2054 126 1956 2094 1505 277 206 106 2002 2005 1624 171 48 162 2011 2109 1630 181 43 255 (Roma 186) 2021 1998 1724 88 7 179 (Roma 17) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumäniendeutschen 1941 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen wurde 2011, die der Magyaren 1956 und die der Roma (226) 1992 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten In Ideciu de Jos, auf dem Areal von den Einheimischen Cetatea Șelei (Sattelburg) genannt, befinden sich nach Angaben des Naturforschers Eduard Albert Bielz Reste einer einstigen Burg; nach Angaben des rumänischen Instituts für Archäologie sind keine Spuren einer Burg zu sehen.Repertoriul Arheologic al României – Ideciu de Jos, abgerufen am 19. August 2018 (rumänisch). Im Gemeindezentrum, in der schlichten und reparaturbedürftigen evangelischen Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Ideciu de Jos bei biserici.org, abgerufen am 19. August 2018 (rumänisch). sind die vergoldeten Reliefs am Altar sehenswert. Im Gemeindezentrum, in der Hauptstraße (Str. Principală, Nr. 187) steht ein Haus aus dem 19. Jahrhundert unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im Gemeindezentrum das Thermalbad,Angaben zu Thermalbad auf der Website der Gemeinde, abgerufen am 19. August 2018 (rumänisch). dessen Hauptquelle 12 Liter pro Minute Mineralwasser mit 263 Milligramm pro Liter Salze liefert. Im eingemeindeten Dorf Ideciu de Sus (Obereidisch)Obereidisch bei siebenbuerger.de., die evangelische Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Ideciu de Sus bei biserici.org, abgerufen am 19. August 2018 (rumänisch). deren Kirchturm nach einer Sanierung am 25. September 2016 eingeweiht wurde.Ein Video zur Kirchturm-Einweihung in Ideciu de Sus auf YouTube abgerufen am 19. August 2018
Persönlichkeiten
Doina Cornea (1929–2018), in Deleni (Reußen) geboren, war eine Dissidentin und Menschenrechtlerin
Weblinks
Niedereidisch bei siebenbuerger.de Ideciu de Jos bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1319