Iskiersand (dänisch: Eskærsand(e)) ist ein kleiner Ort, dessen südlicher Teil der Gemeinde Munkbrarup; abgerufen am: 22. Mai 2015Munkbrarup. Willkommen in Munkbrarup. Moin Moin!, abgerufen am: 7. Juni 2020Das Amt Langballig. Die Gemeinde Munkbrarup, abgerufen am: 7. Juni 2020 und dessen nördlicher Teil der Gemeinde Glücksburg angehört., vom: 8. Januar 2002; abgerufen am: 7. Juni 2020Martin Becker: Kulturlandschaft Flensburger Förde, 2006, Landkarten auf den Seiten 240 ff.
Lage Iskiersand liegt nördlich vom Munkbraruper Ort Rüde. Die ersten Häuser Iskiersand 1–3 gehören ebenfalls zur Gemeinde Munkbrarup. Die anschließenden zur Gemeinde Glücksburg gehörenden Häuser tragen die Adressen Bockholm 1, 2, 4 und 4a. Am nördlichen Dorfrand beginnen der Glücksburger Ortsteil Bockholm und das Wahrberger Gebiet.Chronik Bockholm, Drei, Holnis, Kobbellück, Schausende. Verfasst von einem Autorenteam unter Leitung von Telsche Henningsen, Husum 2019, S. 96 und 99 ff. sowie 205
Hintergrund Die Landschaft der Flensburger Förde wurde in der Eiszeit geformt.Flensburger Tageblatt: Flensburg: Geomorphologe: Fjord statt Förde ist Täuschung der Touristen, vom: 8. Januar 2015; abgerufen am: 1. Mai 2018 Durch Schmelzwasser entstand damals bei Iskiersand ein sogenannter Binnensander.Strand und Steine. Landschaft - Geotope - Das Tal der Munkbrarupau - Ein spätglaziales Schmelzwassertal, abgerufen am: 29. Juli 2020 Der Ortsname ist 1655 erstmals dokumentiert. Er verweist auf die frühere Siedlungsstelle Iskier (dän. Eskær). Der Name setzt sich aus dän. esk (bzw. ask) für Esche, kær für Kratt, Buschwald und -sand zusammenWolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 359Anders Bjerrum, Kristian Hald u. Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, 7. Bd., Akademisk forlag 1948, S. 63,90. Der Geistliche Peter Paulsen erwähnte 1845 den Ort als „Iskjärsand“ in seinem „Versuch einer Schulstatistik des Herzogthums Schleswig“ als ein Kirchendorf Munkbrarups.Peter Paulsen: Versuch einer Schulstatistik des Herzogthums Schleswig, S. 207Vgl. hinsichtlich des Vornamens des Verfassers Paulsen: Gemeinsamer Verbundkatalog. Versuch einer Schulstatistik des Herzogthums Schleswig, abgerufen am: 7. Juni 2020 Auf einer recht detaillierten, dänischen Karte von 1857/58 war der Ort als „Eskjærsande“ offensichtlich schon verzeichnet.Dänischen Königlichen Bibliothek: Slesvigs Fastland og Als, Generalstaben Videnskabernes Selskab 1857/58 (beziehungsweise Googleseitenübersetzung: dort) 1863 wurde der Ort auf einer weiteren Karte unter dem Namen „Iskjär“ verzeichnet.Karte des Großraums Flensburg aus dem Jahr 1863 (Offenbar nach dem deutsch-dänischen Krieg entstandene Überarbeitung dort) Auf der Karte der Preußischen Landesaufnahme um 1879 war der Ort dann unter dem Namen „Iskjersand“ zu finden.Preußische Landesaufnahme um 1879, abgerufen am: 8. März 2020 Im Jahr 1923 war schließlich der Ort auf der aktualisierten Karte als „Iskiersand“ verzeichnet.Aktualisierte, farbige Fassung der Glücksburg-Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1926, abgerufen am: 8. März 2020
Das Reetdachhaus Bockholm 1, das Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet worden war,Chronik Bockholm, Drei, Holnis, Kobbellück, Schausende. Verfasst von einem Autorenteam unter Leitung von Telsche Henningsen, Husum 2019, S. 99 brannte am 19. Juni 2019 nach einem Blitzeinschlag vollständig ab ().Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag: , vom: 19. Juni 2019; abgerufen am: 7. Juni 2020Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag: Nach Gewitter: Reetdachhaus in Flammen, vom: Juni 2019; abgerufen am: 7. Mai 2020 Zuletzt hatte dort der Bildhauer Bernd Hansen gewohnt.Nach dem Brand in Glücksburg : Nach Blitzeinschlag: „Ich habe mein Zuhause verloren“, vom: 20. Juni 2019, abgerufen am: 7. Juni 2020Seite des Künstlers Bernd Hansen, abgerufen am: 7. Juni 2020Ehemalige Anschrift des Künstlers Bernd Hansen (Bockholm 1), abgerufen am: 7. Juni 2020 Das Haus Bockholm 2 entstand 1874.Chronik Bockholm, Drei, Holnis, Kobbellück, Schausende. Verfasst von einem Autorenteam unter Leitung von Telsche Henningsen, Husum 2019, S. 101 Der Resthof Bockholm 4 entstand wohl Anfang des 18. Jahrhunderts auf einem Gelände, das „Dänische Lücke“ genannt wurde.Chronik Bockholm, Drei, Holnis, Kobbellück, Schausende. Verfasst von einem Autorenteam unter Leitung von Telsche Henningsen, Husum 2019, S. 103 f. In den 1950er Jahren wurde das Einfamilienhaus Bockholm 4a gebaut.Chronik Bockholm, Drei, Holnis, Kobbellück, Schausende. Verfasst von einem Autorenteam unter Leitung von Telsche Henningsen, Husum 2019, S. 99 ff.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Ort in Südschleswig Kategorie:Munkbrarup Kategorie:Geographie (Glücksburg (Ostsee))