mini|Wenke Brüdgam, 2021 Wenke Brüdgam, auch Wenke Brüdgam-Pick (* 19. November 1984 in Rostock), ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Seit 2026 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei und Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.

Zusammen mit Torsten Koplin war sie von 2017 bis 2022 Landesvorsitzende der Partei Die Linke Mecklenburg-Vorpommern. Von 2022 bis 2025 war sie Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern.

Leben Wenke Brüdgam legte 2004 ihr Abitur am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten ab. Im Anschluss begann sie ein Bachelor-Studium der Politikwissenschaften und des Öffentlichen Rechts an der Universität Rostock, das sie mit einer Abschlussarbeit Gender Mainstreaming in der Bildung in Mecklenburg-Vorpommern abschloss. Anschließend setzte sie das Studium in Politikwissenschaften und Neuer Geschichte Europas fort, das sie mit der Abschlussarbeit Politische Auseinandersetzungen zu Transformationsprozessen in der Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern seit 2000 abschloss.

Ehrenamtlich engagierte Wenke Brüdgam sich bis 2020 als Schöffin am Landgericht. Wenke Brüdgam ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Politischer Werdegang Brüdgam trat mit 16 Jahren in die Partei des Demokratischen Sozialismus ein, aus der später Die Linke wurde. Sie wurde 2009 in den Kreistag des Landkreises Nordvorpommern gewählt und ist seit 2011 Mitglied des darauf gefolgten Kreistag des Landkreises Vorpommern-Rügen. Seit 2014 fungiert sie in diesem als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken.

Im Februar 2022 wurde Brüdgam durch die Landesregierung zur Landesbeauftragten für Frauen und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern berufen. Anfang Dezember 2025 trat Wenke Brüdgam nach einer medialen Kontroverse um ein Social-Media-Video vom Amt der Gleichstellungsbeauftragten zurück. In dem Video hatte sie eine abgerissene Deutschlandfahne gezeigt, die auf ihrem eigenen Grundstück angebracht worden war, und deutete dies als einen Akt nationalistischer und faschistischer Propaganda. Nach Kritik von Vertretern der CDU, der AfD und Medien der Neuen Rechten sind mehrere Anzeigen gegen Brüdgam gestellt worden, unter anderem wegen des Vorwurfs der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole. Die Staatsanwaltschaft Stralsund stellte im April 2026 sämtliche Ermittlungen ein, da keine Straftat vorlag.

Nach ihrem Rücktritt nutzte Brüdgam im Februar 2026 ein Rückkehrrecht in die Stadtverwaltung Rostock. Sie arbeitet seitdem im Büro der Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Die Linke) als Koordinatorin für das Ehrenamt. Beim Bundesparteitag der Linken im Juni 2026 wurde sie zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Im September 2026 kandidierte sie bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und zog über den fünften Listenplatz in den Schweriner Landtag ein. Bei der konstituierenden Fraktionssitzung der Linken wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt.

Publikationen

Weblinks

Wenke Brüdgam auf der Seite der Linksfraktion im Kreistag Vorpommern-Greifswald

Einzelnachweise

Kategorie:Landesvorsitzender von Die Linke Mecklenburg-Vorpommern Kategorie:Landtagsabgeordneter (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Vorpommern-Rügen) Kategorie:PDS-Mitglied Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Universität Rostock Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau