Andrée Land ist eine unbewohnte grönländische Region im Nordost-Grönland-Nationalpark.

Geographie Andrée Land ist eine Halbinsel, die vom Geologfjord im Norden, dem Kejser Franz Joseph Fjord im Osten und dem Isfjord im Süden umgeben ist. Der Kejser Franz Joseph Fjord trennt Andrée Land von Ymer Ø. Landseitig wird sie vom Gerard de Geer Gletsjer im Südwesten und vom Adolf Hoel Gletsjer im Norden begrenzt. Andrée Land ist von alpinem Charakter mit über 2000 m hohen Bergen. Im äußersten Westen erreicht die Region am Oscar Wisting Bjerg eine Höhe von 2514 m. Das Innere Andrée Lands ist zum Teil vergletschert, die Küste und die großen Täler Rendalen und Grejsdalen sind im Sommer eisfrei. Insgesamt sind rund 2000 von 4900 km² eisbedeckt.Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.Willy Lehmann Weng: Andrée Land. Danmarks Nationalleksikon.

Geschichte In Andrée Land befinden sich fünf archäologische Fundstätten der Thule-Kultur, darunter zahlreiche Hausruinen.Nunniffiit (Karte der archäologischen Fundstellen in Grönland). Grönländisches Nationalmuseum und -archiv.

Der schwedische Polarforscher Alfred Gabriel Nathorst benannte die Region nach seinem Landsmann, dem Ingenieur Salomon August Andrée, der 1897 mit zwei Begleitern versucht hatte, von Spitzbergen aus mit einem Gasballon zum Nordpol zu fahren, und dabei umkam. Als Nathorst 1899 Grönland besuchte, war eines seiner Ziele, Spuren der vermissten Ballonexpedition zu finden. Er benannte die benachbarten Regionen nach Andrées Begleitern Nils Strindberg und Knut Frænkel.Jan Løve: Østgrønlandske Stednavne (Version vom 12. Mai 2020). Arktisk Institut. Dokument 20, S. 1.

Im 20. Jahrhundert waren norwegische Jäger an der Küste von Andrée Land aktiv, wo sie sechs Hütten errichteten: Die Renbugthytten wurde 1931 am Isfjord errichtet, befand sich aber zuvor von September 1929 bis Oktober 1930 unter dem Namen Bødtkers Hytte an der Nordküste von Geographical Society Ø und von Oktober 1930 bis August 1931 unter dem Namen Stordalen auf der gegenüberliegenden Küstenseite auf Ymer Ø. 1932 wurde im äußersten Süden das Baumaterial für eine weitere Hütte deponiert, die jedoch nie errichtet wurde. Stattdessen wurden die Materialien 1935 für den Bau des Strindberghusets an der Ostküste des nordöstlich von Andrée Land gelegenen Strindberg Land genutzt. Die Brandalhytten wurde 1933 an der Nordseite nahe der Ostspitze von Andrée Land errichtet. Wintherheimen wurde 1936 tief im Inneren des Geologfjords errichtet. Die Ragnhilds-Hytten wurde 1937 an der Südseite nahe der Ostspitze von Andrée Land errichtet. Die Hastværkshytten wurde 1938 am Geologfjord errichtet. Die Isfjordhytten wurde 1940 nahezu am Ende des Isjord errichtet.

Einzelnachweise

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