Das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus (häufig kurz Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung) wurde auf Beschluss des Bundestags vom 18. Januar 2018 eingerichtet und ist im Bundesministerium des Innern angesiedelt. Die Schaffung des Postens war Teil des Koalitionsvertrages der Großen Koalition. Aufgabe des Beauftragten ist die Koordination der Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung von Antisemitismus.
Von Mai 2018 bis August 2026 bekleidete Felix Klein den Posten, dieser war zuvor im Auswärtigen Amt für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen zuständig. Seit September 2026 nimmt Christoph de Vries kommissarisch die Aufgaben des Beauftragten wahr.
Zum Amtsantritt war dem Beauftragten lediglich eine Sekretärin zugeordnet sowie ein Sachbearbeiter und ein Referent in Aussicht gestellt worden. Nach Kritik des Zentralrats der Juden sowie der Oppositionsfraktionen der Grünen und Linken im Bundestag wurde die Ausstattung des Postens auf elf Mitarbeiter erhöht.
Kritik Der umstrittene Historiker A. Dirk Moses kritisierte die Position dieses Regierungsbeauftragten als „Glaubenswächter“ eines neuen „Katechismus der Deutschen“, der unter anderem Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetze und „neue Nazis“ entdecke, darunter „Palästinenser und ihre nicht-zionistischen israelischen Freunde“.A. Dirk Moses: Der Katechismus der Deutschen Geschichte der Gegenwart, 23. Mai 2021.
Weblinks Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus auf der Website des Bundesinnenministeriums
Einzelnachweise
Kategorie:Bundesministerium des Innern Kategorie:Amtsbezeichnung (Deutschland) Kategorie:Antisemitismus in Deutschland