Die Gmina Krokowa ist eine Landgemeinde im Powiat Pucki (Putziger Kreis) der polnischen Woiwodschaft Pommern. Sie hat heute etwa 10.400 Einwohner. Ihr Sitz ist das Dorf Krokowa (deutsch Krockow, kaschubisch Krokòwò).

Geographische Lage Die Gemeinde liegt in Kaschubien, etwa 20 Kilometer westlich der Halbinsel Hel (Hela), 35 Kilometer östlich der Stadt Łeba (Leba), an der Ostsee.

Geschichte Im Rahmen der ersten polnischen Teilung kam das östliche Gebiet der heutigen Gmina 1772 zum Staat Preußen und lag seit 1773 in der neu geschaffenen Provinz Westpreußen. Der Unterlauf der Piaśnica (Piasnitz) bildete die Grenze zwischen den preußischen Provinzen Pommern und Westpreußen. Mit der Bildung des Polnischen Korridors kam der östliche Teil des heutigen Gemeindegebietes 1920 unter polnische Hoheit. Nach dem Überfall auf Polen wurden dort die Massaker von Piaśnica verübt. Am 15. Mai 1945 wurde Westpreußen von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit größtenteils aus den Orten vertrieben.

Partnerschaften Die Gmina Krokowa ist Partnergemeinde von Schweich.

Gliederung Die Gmina Krokowa besteht aus folgenden Ortschaften (Orte, deren deutscher Ortsname mit einem * versehen ist, gehörten durchgängig bis 1945 zum Deutschen Reich, die anderen 1920–1939 zu Polen): Polnischer Name Kaschubischer Name Deutscher Name (bis 1920 und 1939–1945)Białogóra Biôłogóra Wittenberg*Brzyno Brzënié Reckendorf*Dąbrowa Dãbrowa Dombrowa 1942–1945 KahlfeldDębki Dembeki DembeckGlinki Glënki GlinkeGórczyn Górczënò Wittenberger Mühle*Goszczyno Gòszczëno Goschin 1942–1945 KaiserhofJeldzino Jéldzëno Gelsin 1942–1945 GelsenKarlikowo Kôrlëkòwò Karlekau 1942–1945 KarlseckKartoszyno Kôrtoszëno Kartoschin 1942–1945 BergwiesenKarwieńskie Błoto Drugie Karwańsczé Błoto KarwenbruchKarwieńskie Błoto Pierwsze Karwańsczé Błoto KarwenhofKłanino Kłanino KlaninKrokowa Krokòwa KrockowŁętowice Łentojce LankewitzLisewo Lëséwò LissauLubkowo Lëbkòwò LübkauLubocino Lëbòcëno Luboczyn 1908–1942 Lubezin 1942–1945 LaubheimMinkowice Minkòjce Menkewitz 1942–1945 MönkeOdargowo Òdargòwò Odargau 1942–1945 WaterkauParszczyce Parszczëce ParschützParszkowo Parszkòwò Parschkau(Piaśnica) Piôsznica Piasnitz*Połchówko Pôłchòwkò BuchenrodePorąb Pòrãb MielkenhofPrusewo Prëséwò Prüssau*Sławoszynko Sławòszënko Klein Slawoschin 1940–1942 Klein Wittenbrock 1942–1945 KleinwittenbrookSławoszyno Sławòszënò Slawoschin 1940–1942 Wittenbrock 1942–1945 WittenbrookSłuchowo Sëchòwë Schlochow*Sobieńczyce Sëbiéńczëce Sobiensitz 1942–1945 NonnendorfSobieńczyce-Myśliwka JägerhofSulicice Sëlëcëce SulitzŚwiecino Swiécëno Schwetzin 1942–1945 RaueneckSzary Dwór Szarë Dwòr Koslinke-NeuhofTrzy Młyny Trzë Młënë Robaczkauer Mühle 1942–1945 RobbatzkauermühleTyłowo Tëłowò TillauWierzchucino Wierzchùcëno Wierschutzin*Żarnowiec Żarnówc ZarnowitzZielony Dół Parcelé Grünthal Anmerkung: Der Ort Piaśnica existiert heute nicht mehr.

Verkehr Durch die Gemeinde führt die Woiwodschaftsstraße (droga wojewódzka) 213, und die Woiwodschaftsstraße 218 beginnt hier. Der internationale Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig liegt etwa fünfzig Kilometer südlich von Krokowa. Die Bahnstrecke Swarzewo–Krokowa mit den Bahnhöfen Kłanino, Sławoszyno und Krokowa im Gemeindegebiet existiert nicht mehr.

Weblinks

Website der Gemeinde Krockow (Kreis Putzig/Westpreußen) (Uwe Kerntopf, 1998 ff.) Amtsbezirk Krockow (Rolf Jehke, 2007)

Fußnoten