zentriert|120px Disziplin 10.000-Meter-Lauf der Frauen Stadt Ort Olympiastadion Berlin Teilnehmerinnen 26 Athletinnen aus 15 Ländern Wettkampfphase 8. August 2018 Medaillengewinnerinnen 16px|Gold Gold Lonah Chemtai Salpeter () 16px|Silbermedaillen Silber Susan Krumins () 16px|Bronzemedaillen Bronze Alina Reh () mini|hochkant=2.3| Der 10.000-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 fand am 8. August im Olympiastadion in der deutschen Hauptstadt Berlin statt.

Europameisterin wurde Lonah Chemtai Salpeter aus Israel. Die Niederländerin Susan Krumins gewann die Silbermedaille. Bronze ging an die Deutsche Alina Reh.

Rekorde Weltrekord 29:17,45 min OS Rio de Janeiro, Brasilien 12. August 2016, sport-record.de (englisch), abgerufen am 29. März 2023 Europarekord 29:56,34 min OS Peking, Volksrepublik China 15. August 2008, sport-record.de (englisch), abgerufen am 29. März 2023 Meisterschaftsrekord 30:01,09 min EM München, Deutschland 6. August 2002 Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Mit ihrer Siegzeit von 31:43,29 min blieb die israelische Europameisterin Lonah Chemtai Salpeter 1:42,20 min über dem Rekord. Zum Europarekord fehlten ihr 1:46,95 min, zum Weltrekord 2:25,84 min.

Doping In diesem Wettbewerb gab es einen Dopingfall. Die Schwedin Meraf Bahta, ursprünglich auf Platz drei, wurde im Jahr 2019 wegen Verstößen gegen die Antidopingbestimmungen für ein Jahr gesperrt.Alina Reh: „Ich sehe das als zusätzlichen Ansporn“, leichtathletik.de 14. Oktober 2020, abgerufen am 29. März 2023

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: PB Persönliche Bestleistung DNF Wettkampf nicht beendet (did not finish) DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert

Ergebnis mini|Europameisterin Lona Chemtai Salpeter mini|hochkant=1.3|Vizeeuropameisterin Susan Krumins mini|hochkant=1.5|Bronzemedaillengewinnerin Alina Reh mini|hochkant=0.9|Yasemin Can – Rang vier 8. August 2018, 20:40 Uhr MESZ Platz Athletin Land Zeit (min) Datei:Gold medal icon.svg Lonah Chemtai Salpeter 31:43,29 Datei:Silver medal icon.svg Susan Krumins 31:52,55 Datei:Bronze medal icon.svg Alina Reh 32:28,48 4 Yasemin Can 32:34,34 5 Alice Wright 32:36,45 6 Charlotta Fougberg 32:43,04 7 Swjatlana Kudselitsch 32:46,34 8 Maitane Melero Lacasia 32:52,59 9 Sara Catarina Ribeiro 32:53,71 10 Nuria Lugueros 32:55,30 11 Roxana Bârcă 33:17,61 12 Krisztina Papp 33:20,27 13 Natalie Tanner 33:22,21 14 Jip Vastenburg 33:41,79 15 Sophie Duarte 33:56,57 16 Emma Mitchell 34:08,61 17 Jewhenija Prokofjewa 34:15,81 Olena Serdjuk Julija Schmatenko Katarzyna Rutkowska Anna Gehring Ancuța Bobocel Sara Moreira Inês Monteiro Tania Carretero DOP Meraf Bahta Zwischenzeiten Zwischenzeit-marke Zwischenzeit Führende 1000-m-Zeit 1000 m 3:14,29 min Ancuța Bobocel mit dem kompletten Feld 3:14,29 min 2000 m 6:23,94 min Salpeter, Can, Bobocel / 6-köpfige Verfolgergruppe 2 s zurück 3:09,65 min 3000 m 9:32,37 min Salpeter, Can, Bobocel, Bahta, Krumins / Moreira ca. 3 s zurück / Reh ca. 5 s zurück / Vastenburg ca. 8 s zurück 3:08,43 min 4000 m 12:47,58 min Salpeter, Can, Bobocel, Bahta, Krumins / Moreira, Reh ca. 3 s zurück / Wright, Rutkowska, Vastenburg ca. 8 s zurück 3:15,21 min 5000 m 15:51,76 min Can, Salpeter, Bahta, Krumins / Bobocel ca. 7 s zurück / Reh, Moreira ca. 18 s / Wright, Rutkowska ca. 21 s zurück 3:04,18 min 6000 m 19:02,86 min Salpeter, Can, Krumins / Bahta ca. 2 s zur. / Bobocel ca. 16 s zur. / Moreira, Reh ca. 24 s zur. / Wright ca. 25 s zur. 3:11,10 min 7000 m 22:10,77 min Salpeter / Krumins ca. 2 s zur. / Can ca. 4 s zur. / Bahta ca. 13 s zur. / Reh ca. 33 s zur. / Wright ca. 36 s zur. 3:07,91 min 8000 m 25:21,58 min Salpeter / Krumins ca. 3 s zur. / Can ca. 14 s zur. / Bahta ca. 23 s zur. / Reh ca. 38 s zur. / Wright ca. 44 s zur. 3:10,81 min 9000 m 28:34,67 min Salpeter / Krumins ca. 3 s zur. / Bahta ca. 29 s zur. / Can ca. 33 s zur. / Reh ca. 43 s zur. / Wright ca. 49 s zur. 3:13,09 min 10.000 m 31:43,29 min Lonah Chemtai Salpeter 3:08,62 min Beste Europäerin im starken Feld der Afrikanerinnen bei den letzten Weltmeisterschaften war die Niederländerin Susan Krumins gewesen, die den fünften Platz belegt hatte. Die Türkin Yasemin Can hatte bei den Olympischen Spielen 2016 als beste Europäerin Rang sieben erreicht. Diese beiden Läuferinnen gehörten hier zu den Favoritinnen. Can war darüber hinaus Doppeleuropameisterin von 2016 über beide Bahnlangstrecken geworden. Eine weitere Medaillenkandidatin war die schwedische Europameisterin von 2016 über 5000 Meter Meraf Bahta, die allerdings später wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert wurde.

Der erste Kilometer mit der Rumänin Ancuța Bobocel an der Spitze war mit knapp 3:15 min nicht besonders schnell. Hier war das Feld entsprechend noch komplett zusammen. Doch bald übernahm die Israelin Lonah Chemtai Salpeter die Führung und mit einer leichten Temposteigerung fiel das Feld in kleinere Gruppen auseinander. Salpeter konnte sich zusammen mit Can und Bobocel absetzen. Allerdings lag eine sechsköpfige Verfolgergruppe nur wenige Sekunden zurück. Aus dieser Gruppe schlossen Krumins und Bahta zu den drei Spitzenreiterinnen auf. Dahinter folgten jeweils einzeln durch wenige Meter voneinander getrennt die Portugiesin Sara Moreira, die Deutsche Alina Reh und die Niederländerin Jip Vastenburg. Die Fünfergruppe vorne blieb zunächst zusammen, während Reh zu Moreira aufschloss. Wenige Sekunden zurück folgte eine Dreiergruppe mit Vastenburg, der Polin Katarzyna Rutkowska und der Britin Alice Wright. Bei Streckenhälfte verlor Bobocel, die später ganz aufgab, den Anschluss zu den Führenden.

Der Abstand der nun noch vier Spitzenreiterinnen auf Reh und Moreira bzw. Wright und Rutkowska vergrößerte sich im weiteren Verlauf mehr und mehr. Vastenburg war inzwischen zurückgefallen. Als nächste Läuferin verlor Bahta den Kontakt nach ganz vorne. Salpeter, Can und Krumins bildeten nun eine Dreierführungsgruppe. Moreira und Reh liefen weiterhin gemeinsam auf den Rängen fünf und sechs – Bahta war Vierte, Bobocel befand sich noch im Rennen. Als Siebte folgte Wright. Kurz vor der 7000-Meter-Marke hatte sich Salpeter leicht von ihren Konkurrentinnen abgesetzt. Krumins lag allerdings nur wenige Meter zurück, während Can nun Schwierigkeiten bekam und ganz abreißen lassen musste. Bahta war weiterhin Vierte. Reh folgte inzwischen alleine auf dem fünften Rang vor Wright, Moreira war zurückgefallen.

Das Rennen ging nun in die entscheidende Phase. Der Abstand zwischen Salpeter und Krumins blieb lange Zeit ziemlich konstant. Can verlor immer mehr an Boden. Sie musste zunächst die später disqualifizierte Bahta und schließlich auch Reh passieren lassen. Am Ende vergrößerte Lonah Chemtai Salpeter ihren Vorsprung auf fast zehn Sekunden und wurde Europameisterin vor Susan Krumins. Anstelle der zunächst drittplatzierten Bahta gewann Alina Reh schließlich Bronze vor Yasemin Can. Alice Wright wurde Fünfte vor der Schwedin Charlotta Fougberg und der Weißrussin Swjatlana Kudselitsch.

Weblinks und Quellen 06–12 AUG 2018, European Championships, Results, european-athletics.com, abgerufen am 29. März 2023 Ergebnisse Europameisterschaften Berlin, 06.08 - 12.08.2018, leichtathletik.de, abgerufen am 29. März 2023 Women 10000m Athletics XXIV European Championships 2018 Berlin (GER), todor66.com, abgerufen am 29. März 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 25th European Athletics Championships Berlin GER 06–12 AUG 2018 Olympiastadion, Women 10,000m, S. 726, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 29. März 2023 Track and Field Statistics, XXIV European Championship, Berlin 2018, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 29. März 2023 Berichte zu den Europameisterschaften 2018, leichtathletik.de, abgerufen am 29. März 2023

Videolink 10.000 m: Alina Rehs Rennen in voller Länge, European Championships 2018, Sportschau, youtube.com, abgerufen am 29. März 2023

Einzelnachweise

10.000 m der Frauen Kategorie:Laufveranstaltung in Deutschland Kategorie:Frauenleichtathletikwettbewerb