Połom () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Świętajno () im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg). mini|Dorfstraße in Połom

Geographische Lage Połom liegt am Südufer des Drusener Sees () in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 28 Kilometer südöstlich der früheren Kreisstadt Mrągowo () und 25 Kilometer östlich der jetzigen Kreismetropole Szczytno (deutsch Ortelsburg).

Geschichte Ursprünglich bestand Polommen aus mehreren kleinen GehöftenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Polommen. Mit dem Wohnplatz Dieblitzthal (nicht mehr existent) wurde der Ort 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Kelbonken (Stare Kiełbonki) eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Kelbonken/Kelbunken, der – 1938 in „Amtsbezirk Kelbunken“ umbenannt – bis 1945 bestand und zum Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Polommen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Polommen stimmten 60 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: „Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920“; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 114

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamten südliche Ostpreußen an Polen fiel, war auch Polommen davon betroffen. Es erhielt die polnische Namensform „Połom“. Heute ist es eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Świętajno (Schwentainen) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1818 28 1839 48 1871 70 1885 95 1898 126 1905 106 1910 111 1933 79 1939 68 2011 32Wieś Połom w liczbach

Kirche Bis 1945 war Polommen in die evangelische Kirche PuppenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 497 (heute polnisch Spychowo) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische St.-Adalbert-Kirche Sensburg (heute polnisch Mrągowo) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Połom zur evangelischen Pfarrei Szczytno (Ortelsburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem zur katholischen Pfarrei Spychowo im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr Połom liegt abseits vom Verkehrsgeschehen und ist lediglich auf einem Landweg von der Landesstraße 59 zu erreichen, der nördlich von Spychowo abzweigt und zum Jezioro Zdróżno (Drusener See) führt. Eine Anbindung an das Schienennetz besteht nicht.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Świętajno (Powiat Szczycieński)