Die Dienon-Phenol-Umlagerung ist eine Namensreaktion in der organischen Chemie und wurde erstmals 1921 von den deutschen Chemikern Karl von Auwers und Karl Ziegler veröffentlicht. K. v. Auwers und K. Ziegler (1921), Über Kohlenwasserstoffe der Semibenzolgruppe. Justus Liebigs Ann. Chem., 425: 217–280. doi:10.1002/jlac.19214250302. Die Reaktion beschreibt die Synthese von substituiertem Phenol aus substituiertem Dienon.

Übersichtsreaktion Disubstituiertes Cyclohexadienon reagiert in saurer Lösung (oder photochemisch) zu einem disubstituierten Phenol: B. Miller und J. Baghdadchi (1987), Formation and rearrangement of 8a-benzyl-2-tert-butyl-1(8aH)-naphthalenone, a ketone with a ring system consisting entirely of fused blocked aromatic rings The Journal of Organic Chemistry 52 (15), 3390–3394, doi: 10.1021/jo00391a041.Z. Guo und A. G. Schultz (2001), Preparation and Photochemical Rearrangements of 2-Phenyl-2,5-cyclohexadien-1-ones. An Efficient Route to Highly Substituted Phenols Organic Letters 3 (8), 1177–1180, doi: 10.1021/ol015637h.

zentriert|rahmenlos|hochkant=2.5|Dienon-Phenol-Umlagerung Übersichtsreaktion

Reaktionsmechanismus Der Mechanismus wird in der Literatur beschrieben:

zentriert|rahmenlos|hochkant=3.8|Dienon-Phenol-Umlagerung Mechanismus

Das 4,4-disubstituierte 2,5-Cyclohexadien-1-on 1 wird protoniert, wobei das reaktive Oxoniumion 2 gebildet wird. Anschließende Elektronen- und Atomumlagerung in der isomeren Zwischenstufe (3) liefert unter Abspaltung eines Protons das 3,4-disubstituierte Phenol 4.

Einzelnachweise

Kategorie:Namensreaktion Kategorie:Umlagerung