Aini Teufel (geb. Schäfer; * 11. Juni 1933 in Berlin; † 13. Juli 2025 in Dresden) war eine deutsche Malerin, Grafikerin, Restauratorin und Schriftstellerin.

Leben und Werk Aini Teufel wurde 1933 in Berlin geboren, nachdem „ihre Mutter Elisabeth Schäfer“ als „Sozialdemokratin und Gegnerin des NS-Regimes … 1933 aus Schlesien kommend in Berlin“ untergetaucht war.

Ihre ersten drei Lebensjahre verbrachte sie in Dresden-Nickern.Aini Teufel – Künstlerin und Autorin. In: Prohliser BürgerPost. 3/2007, S. 2 (PDF 1,7 MB)

In ihrem 1997 teilweise veröffentlichten Kindertagebuch berichtet sie über das Jahr 1944/45 und die Bombardierung Dresdens.Ich und die Stadt, die sterben sollte. Kindertagebuch über das letzte Kriegsjahr 1944–45 in Dresden. In: aini-teufel.de Über die Jahre 1948 bis 1952 mit ihren Erlebnissen im Apollo-Theater in Dresden-Leuben hat sie Lesungen veranstaltet und einiges auf ihrer Internet-Seite präsentiert.Die Kinder vom Apollo-Theater. Kindertagebuch über die ersten Nachkriegsjahre in Dresden. In: aini-teufel.de

Von 1952 bis 1958 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Erich Fraaß, Hans Theo Richter und Max Schwimmer.

Ab 1959 war Aini Teufel als freischaffende Künstlerin und Schriftstellerin in Dresden tätig.

Sie arbeitete mit Verlagen und Zeitungen in Dresden und Berlin zusammen und gestaltete Bilderbücher und Postkarten. Außerdem arbeitete Aini Teufel bei der Restaurierung der Dresdner Semperoper, der Sempergalerie und des Hotels „Bellevue“ in Dresden mit. Als Kursleiterin war sie u. a. im damals „Pionierpalast Walter Ulbricht“ genannten Schloss Albrechtsberg tätig.Aini Teufel und ihre Kinder. In: Neues Deutschland, 8. August 1964, „… von Jungen Pionieren des Zirkels für bildnerisches Volksschaffen im Pionierpalast ‚Walter Ulbricht‘ Dresden angefertigt. Den Zirkel leitet seit Oktober 1963 die Dresdner Grafikerin Aini Teufel mit so großem pädagogischem Einfühlungsvermögen, daß regelmäßig 25 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren teilnehmen, deren Bildung durch die Beschäftigung mit der Kunst innerhalb eines Jahres rasch gewachsen ist…“, abgerufen am 25. Juli 2018.

In den 1980er Jahren malte sie zwei Silhouetten-Märchen-Trickfilme für das DEFA-Studio für Trickfilme, dessen Erbe das Deutsche Institut für Animationsfilm bewahrt.Silhouetten-Trickfilme. In: aini-teufel.de

Vom Juli 1993 bis September 1996 arbeitete sie als Transkribentin am Museum für Völkerkunde Dresden an Herrnhuter Niederschriften zur Historie der karibischen Inseln Sanct Thomas, Sanct Crux, Sanct Jan.Buch: Verlagsseite bei beck-shop.de, abgerufen am 25. Juli 2018

Daraus entwickelte sich ein besonderes Interesse an Erdmuthe Dorothea von Zinzendorf, deren Reisetagebücher Aini Teufel 2014 zur Grundlage einer Biografie machte.

Werke

Buchpublikationen (unvollständig) Tagebuch für eine Oper. Aufzeichnungen 1980 – 1985. Verlag Tribüne, Berlin, 1988 Kindertagebuch für die Semperoper. Eigenverlag, 1997 Ich und die Stadt, die sterben sollte. Kindertagebuch über das letzte Kriegsjahr 1944 - 1945 in Dresden. w.e.b. Universitätsverlag, Dresden.2007. ISBN 3-937672-86-9, ISBN 978-3-937672-86-1 Eine Gräfin auf Pilgerschaft. Erdmuth Dorothea von Zinzendorf in ihren Reisetagebüchern. Kultur-Wissen-Bilder-Verlag, Dresden, 2014. ISBN 978-3-9814149-7-4

Druckgrafik Bauplatz Dresden-Striesen (1959, Federlithografie)Bildende Kunst, Berlin, 9/1959, S. 639 (Abbildung) Cunewalde, Oberlausitz (Radierung)

Buchillustrationen (unvollständig) Trolli. Der kleine Angsthase. Jugendland-Verlag, Dresden, vor 1968 (Papp-Bilderbuch) Schau mich an. Jugendland-Verlag, Dresden, 1971 (Papp-Bilderbuch) Trolli Frechdachs. Jugendland-Verlag, Dresden, 1976 (Papp-Bilderbuch) Trolli Tolpatsch. Jugendland-Verlag, Dresden, 1975 (Papp-Bilderbuch) Gottfried Herold: Der Marmeladenkater. Verlag Karl Nitzsche, Niederwiesa, 1977

Ausstellungen

Personalausstellungen 1979: Dresden, Galerie Kunst der Zeit (Malerei und Graphik) 1997: Dresden, Galerie Kulturetage Prohlis („Malerei, Graphik, Angewandtes“)

Ausstellungsbeteiligungen 1959: Berlin („Junge Künstler der DDR“) 1961: Berlin, Akademie der Künste („Junge Künstler in der DAK“) 1965: Berlin („Junge Gebrauchsgrafiker“) 1967/1968 und 1972/1973: Dresden, VI. Deutsche Kunstausstellung und VII. Kunstausstellung der DDR 1970: Berlin, Altes Museum („Im Geiste Lenins“) 1971: Berlin, Altes Museum („Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst der DDR“) 1972 und 1974; Dresden, Bezirkskunstausstellungen 1977 und 1983: Leipzig („Kunst und Sport“)

Literatur Herbert Viecenz: Arbeit und Anliegen der Künstlerin Aini Teufel. In: Bildende Kunst, Berlin, 1965, S. 552–553 Teufel, Aini. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 947

Weblinks Webpräsenz von Aini Teufel Werke von Aini Teufel im Bildindex der Kunst und Architektur

Anmerkungen

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