Primož Gliha (* 8. Oktober 1967 in Ljubljana, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger jugoslawischer, später slowenischer, Fußballspieler auf der Position eines Stürmers und Fußballtrainer zuletzt trainierte er die Nationalmannschaft des Kosovo.

Sein Sohn Erik Gliha (* 1997) ist ebenfalls ein Profifußballspieler.

Vereinskarriere Karrierebeginn in der Heimat Primož Gliha wurde am 8. Oktober 1967 in Ljubljana, der Hauptstadt der damaligen Sozialistischen Republik Slowenien, geboren und spielte bereits in seiner Jugend für den lokalen Verein NK Olimpija Ljubljana. Bei diesem schaffte er in der Saison 1985/86 den Durchbruch in der Herrenmannschaft mit Spielbetrieb in der Drittklassigkeit, einer rein slowenischen Liga. Nachdem das Team erst im Jahre 1984 aus der höchsten Liga und 1985 in dritte Liga abgestiegen war, erfolgte ein düsterer Saisonstart 1985/86. Obgleich dieses Saisonstarts konnte Olimpija Ljubljana die Spielzeit noch auf dem dritten Tabellenplatz beenden und war dabei nicht weit von seinem Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse entfernt; Gliha kam dabei unter Trainer Zdenko Verdenik zu zehn Ligaspielen, sowie auf fünf -tore. Sein Debütspiel in der Herrenmannschaft absolvierte am 25. August 1985.1985 ➡️ Na današnji dan pred 33 leti je v dresu Olimpije debitiral Primož Gliha. Zmaji so igrali tekmo slovenske lige proti Iliriji in zmagali z 1:0. (slowenisch), abgerufen am 2. Juli 2019 Wesentlich besser agierte die Mannschaft in der nachfolgenden Spielzeit 1986/87 und stieg nach 20 Siegen, sechs Unentschieden und keiner einzigen Niederlage als Meister der slowenischen Gruppe in die zweithöchste jugoslawische Fußballliga auf; eine Differenz von 64:6 Toren zeugte ebenfalls von einer gewissen Qualität. Gliha, der in dieser Saison unter Nedeljko Gugolj, der bereits in den Jahren 1969 bis 1973 und von 1982 bis 1984 das Traineramt innehatte, in abermals zehn Meisterschaftsspielen eingesetzt wurde, steuerte unter anderem auch zwei Tore bei.

In der West-Staffel der zweigleisigen jugoslawischen Zweitklassigkeit belegte Olimpija Ljubljana den zwölften Tabellenplatz im Endklassement. Aufgrund einer neuerlichen Ligareform und dem Zusammenschluss der Ost- und West-Staffel zu einer gesamtjugoslawischen zweiten Fußballliga, durften die ersten neun Mannschaften in dieser bleiben, während die letzten neun absteigen mussten. Da Olimpija die einzige Mannschaft aus der SR Slowenien in der Liga war, wurde sie vom Abstieg verschont und durfte weiterhin in dieser bleiben. Unter Miloš Šoškić dürfte Gliha in dieser Saison nicht zum Einsatz gekommen sein; auch in diversen Statistiken scheinen keine Einsätze des jungen Offensivakteurs für diese Spielzeit auf. In der Saison 1988/89, mittlerweile 20- bzw. 21-jährig, war Gliha noch immer kein Stammspieler in der von Šoškić geleiteten Mannschaft. Als die Mannschaft rund um Janez Pate, Damir Vrabac, Zoran Ubavič, Peter Ameršek, Jedinko Perica, Džoni Novak, Robert Englaro, Nenad Podgajski oder Aleš Čeh nach 38 Partien am Saisonende als Meister zusammen mit dem Zweitplatzierten, dem FK Borac Banja Luka, in die 1. jugoslawische Liga aufstieg, hatte es der Stürmer auf lediglich 13 für ihn persönlich torlose Meisterschaftseinsätze gebracht.

Rückkehr in die Erstklassigkeit In der höchsten Fußballliga der SFR Jugoslawien war Gliha nunmehr auf dem besten Wege eine Stammkraft zu werden und absolvierte immerhin 24 der 34 Meisterschaftsspiele und erzielte vier Treffer. Mit einem achten Platz am Saisonende 1989/90 war auch ein Startplatz im Intertoto-Cup 1990 verbunden. In diesem belegte die Mannschaft in der Gruppe 10 hinter dem FC Bayer 05 Uerdingen und vor den beiden Klubs FC Berlin und Grasshopper Club Zürich den zweiten Platz. Die darauffolgenden Saison 1990/91, die letzte der 1. jugoslawischen Fußballliga, verlief hingegen weniger spektakulär. Nach 36 Meisterschaftspartien rangierte Olimpija Ljubljana auf dem 14. Platz im Endklassement und Gliha konnte mit vier Treffern aus lediglich zehn Ligaspielen ebenfalls nicht als einer der Leistungsträger bezeichnet werden. Noch vor dem Saisonende wechselte der Angriffsspieler zum Traditionsverein Dinamo Zagreb, zu diesem Zeitpunkt, dem Beginn der Jugoslawienkriege, unter dem Namen HAŠK Građanski bekannt, mit dem er die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz und einem damit verbundenen Startplatz in der ersten Runde des UEFA-Pokals 1991/92 beendete. Bei zwei Ligaeinsätzen für die Zagreber gelangen ihm in dieser Saison ebenso viele Treffer.

Über Dinamo Zagreb nach Japan und retour nach Slowenien Bereits im Jahre 1992 wechselte der gebürtige Slowene nach Japan, wo er bei den Yokohama Flügels, die im Jahre 1999 zusammen mit den Yokohama Marinos zum Yokohama F. Marinos fusionierten, unter Vertrag genommen wurde. Über Ligaeinsätze Glihas in Japan ist nichts bekannt, jedoch nahm er im September 1992 zumindest an zwei Spielen des J.League Cups des Jahres 1992 gegen die Kashima Antlers und Nagoya Grampus teil, wobei er gegen das letztgenannte Team auch einen Treffer erzielte. Sein Aufenthalt in Japan blieb eine Stippvisite, da er noch im Frühjahr 1993 nach Slowenien zurückkehrte und hier ab März in sieben Ligaspielen des NK Krka eingesetzt wurde und ein Tor beisteuerte. In der Slovenska Nogometna Liga 1993/94, der dritten Spielzeit der höchsten slowenischen Fußballliga seit der Unabhängigkeit von der SFR Jugoslawien, wechselte Primož Gliha zum NK Mura, bei dem er rasch zu einer treibenden Kraft in der Offensive wurde. Unter seinem ehemaligen Trainer Miloš Šoškić war er neben Igor Poznič, Goran Gutalj und Robert Belec einer von zumeist vier eingesetzten Stürmern und dabei auch der torgefährlichste. Als Vizemeister hinter seinem Ausbildungsverein Olimpija Ljubljana beendete Gliha mit dem Klub aus Murska Sobota die Saison 1993/94 und kam in dieser selbst 24 der 30 möglich gewesenen Ligapartien zum Einsatz, wobei er 15-facher Torschütze war. Des Weiteren stand er mit dem Klub im Finale des slowenischen Fußballpokals 1993/94 und unterlag in diesem nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel mit 1:3 im Rückspiel gegen den NK Maribor, was zu einem Gesamtergebnis von 2:3 und dem Titelgewinn durch die Mariborer führte.

Die Teilnahme am UEFA-Pokal 1994/95, als der NK Mura ohnehin bereits in der Vorrunde gegen den FC Aarau ausschied, blieb dem jungen Stürmer verwehrt, da sich davor bereits ein weiterer Vereinswechsel für ihn auftat. Bereits in der darauffolgenden Saison trat er für den in seiner Geburtsstadt ansässigen Železničar Ljubljana in Erscheinung und brachte es für die Eisenbahner in einer Saison, die durch diverse Trainerwechsel des Vereins geprägt war, als Stammspieler in der Offensive bei 26 Meisterschaftseinsätzen zu 13 Toren. Vor allem in der Anfangszeit fiel Gliha durch Doppelpacks und einen Hattrick auf. Nach zwölf absolvierten Partien hatte er es bereits auf elf Treffer gebracht, ehe seine Torgefährlichkeit ab November 1994 wieder merklich abnahm. Dennoch wurde er bereits zu dieser Zeit von internationalen Klubs umworben, sodass sich bald ein Wechsel ins Ausland für den mittlerweile 27-Jährigen abzeichnete.

Zwei Spielzeiten in Frankreich Unter dem ehemaligen Fußballtorhüter und einmaligen französischen Nationalspieler Albert Rust, der nunmehr als Fußballtrainer fungierte, kam er ab der Saison 1995/96 für Chamois Niortais in der zweithöchsten Fußballliga Frankreichs zum Einsatz. Dort entwickelte sich der Mittelstürmer rasch zu einem Stammspieler, wurde in 37 von 42 Ligaspielen eingesetzt und galt neben dem Brasilianer Walquir Mota als einer der torgefährlichsten Spieler der Westfranzosen, obwohl er es bis zum Saisonende auf lediglich sieben Treffer gebracht hatte. Am Ende rangierte die Mannschaft mit einer weitgehend ausgewogenen Tordifferenz auf dem 16. Tabellenplatz und war damit nicht mehr weit von einem etwaigen Abstiegsplatz entfernt. In die darauffolgenden Spielzeit 1996/97 startete Gliha mit seinem Team wieder als äußerst torgefährlich und konnte bis zum August bereits acht Tore in 19 Ligapartien vorweisen. Dennoch kehrte er noch in diesem Jahr den Franzosen den Rücken und kam zurück in sein Heimatland, wo er beim ebenfalls in seiner Geburtsstadt ansässigen NK Slavija Vevče, der mittlerweile ebenfalls in der slowenischen Erstklassigkeit vertreten war, anheuerte. Beim Klub aus Niort kam Gliha neben 56 Ligaeinsätzen und 15 -toren auch auf saisonübergreifend sechs Einsätze in der Coupe de la Ligue.

Diverse Stationen in Slowenien und Israel Bereits in seiner ersten Partie für Slavija Vevče am 24. August 1997 gelang dem mittlerweile 29-jährigen Angriffsspieler bei der 3:4-Auswärtsniederlage gegen den NK Publikum Celje ein Treffer, ehe er in der 61. Spielminute durch Zoran Poglajen ersetzt wurde. Noch im Dezember 1997 absolvierte er ein Probetraining bei Sheffield Wednesday, die zu diesem Zeitpunkt in der Premier League vertreten waren;Football: This Week's Transfers (englisch), abgerufen am 23. Juli 2018 jedoch kam es zu keiner Verpflichtung. Nach insgesamt sieben Spielen und drei Toren in der Slovenska Nogometna Liga 1997/98 trat der 1,80 m große Stürmer einen weiteren Auslandswechsel an und wechselte zu Hapoel Bet Sche’an in die damals noch erstklassige Liga Leumit, die heute als zweithöchste Fußballliga Israels gilt. Nachdem er sich hier nicht durchsetzen konnte und offenbar zu keinem Pflichtspieleinsatz gekommen war, kehrte er bereits im Jahre 1998 wieder nach Slowenien zurück, wo er in der Zwischenzeit bei seinem Ausbildungsverein Olimpija Ljubljana unterkam. Nach sechs Spielen, die er zwischen September und November 1998 in der höchsten Fußballliga des Landes absolviert hatte und dabei zweimal zum Torerfolg kam, fand er erneut bei einem israelischen Verein eine Anstellung. So wechselte er noch im Winter zum Traditionsverein Hapoel Tel Aviv, der neben Maccabi Tel Aviv und Maccabi Haifa als einer der erfolgreichsten Fußballvereines des Landes gilt. Über die genaue Anzahl an Einsätzen beim hiesigen Verein, dessen Herrenfußballmannschaft zu diesem Zeitpunkt von Eli Cohen betreut wurde, ist nichts bekannt. Zumindest 1998/99 gewann Gliha mit dem Klub den israelischen Fußballpokal und wechselte zur Saison 1999/2000 in die damalige zweite israelische Liga zum FC Bnei Sachnin, einem Fußballverein arabischer Israelis, bei dem er jedoch offenbar wieder nicht eingesetzt wurde.

Karriereausklang in Österreich, Ungarn und Slowenien