Marie Therese (* 21. März 1927 in Oud-Valkenburg, Valkenburg aan de Geul als Josephina Theresia Linssen; † 11. April 1994 in Mechernich) war eine christlich charismatische Mystikerin und niederländisch-deutsche Gründerin des Ordo Communionis in Christo.

Leben Marie Therese wurde durch die christliche Lebensweise ihrer Eltern Lodewijk Linssen und Maria Elisabeth (geb. Janssen) schon in ihrer Kindheit geprägt. Schon als Jugendliche wollte sie sich für die Nöte der Mitmenschen einsetzen.

Im Alter von 19 Jahren, am 15. August 1946, weihte sie in Maastricht vor dem Gnadenbild der Mutter Gottes, „Stella Maris“, ihr Leben der Heiligung der Priester und dem Heil der Menschheit.

Von ständigen, immer schwereren Krankheiten verfolgt, legte sie im Alter von 24 Jahren vor einem Provinzial der Karmeliten die Gelübde ab und nahm den Namen Marie Thérèse de Jesu an. Später erneuerte sie das Gelübde in einem ihr nahe stehenden Karmelitinnenkloster.

Marie Therese machte eine Ausbildung als Lehrerin, die sie 1948 mit Auszeichnung und einem Diplom abschloss. Im Zeitraum von 1948 bis 1964 gründete und leitete sie in Valkenburg und in Amsterdam mehrere staatlich anerkannte Privatschulen. Krankheitsbedingt war sie aber gezwungen, diese Tätigkeit aufzugeben und ging 1965 mit ihrer Mutter nach Deutschland zu ihrem Pflegebruder Pfarrer Wim Robben.

Am 8. Dezember 1984 gründete Marie Therese in Mechernich den Orden Communio in Christo und ihr erstes Kloster. Bei der Gründung sagte sie:

Mutter Marie Therese, wie sie von ihren Anhängern genannt wurde, leitete die weltweit tätige Communio in Christo und die angeschlossenen sozialen Einrichtungen bis zu ihrem Tod am 11. April 1994. Die kirchenrechtliche Anerkennung blieb der von ihr gegründeten Gemeinschaft zeit ihres Lebens verwehrt, sie erfolgte erst am 13. Oktober 2018 durch den Aachener Diözesanbischof Helmut Dieser.Communio in Christo anerkannt Der offizielle Name lautet seither „Ordo Communionis in Christo“. Kirchenrechtlich gesehen ist sie eine „consociatio privata“ nach CIC can. 321ff. Die Anerkennung als neue Form des geweihten Lebens nach CIC can. 605 bleibt das Ziel. Zivilrechtlich existiert die Communio in Christo in Deutschland in der Form von Vereinen und Gesellschaften. Der Ordo Communionis in Christo hat weltweit etwa 250 durch das Gelübde der Nächstenliebe gebundene Mitglieder. Es handelt sich um Frauen und Männer, Laien, Schwestern, Ordensbrüder, Diakone, Priester und Bischöfe. Generalsuperior ist der aus Kerala/Indien stammende Father Jaison Thazhathil, sein Stellvertreter der deutsche Diakon Manfred Lang.

Auszeichnungen 1995: Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (postum)

Schriften

Der Weg nach Golgota. Patmos-Verlag, Düsseldorf 1976, ISBN 3-491-71050-2. Die Frucht der Liebe. Eucharistie, Priestertum. Pattloch, Aschaffenburg 1977, ISBN 3-557-10012-X. Die Heiligkeit der Kirche ist die Liebe: die triumphierende Kirche. Pattloch, Aschaffenburg 1978, ISBN 3-557-91158-6. Das Experiment meines Lebens: die leidende Kirche. Pattloch, Aschaffenburg 1978, ISBN 3-557-10014-6. Die Widerlegung des Irrtums: die Verheissungen des Himmels. Pattloch, Aschaffenburg 1979, ISBN 3-557-91167-5. Der Schlüssel zur Freiheit: der Sieg über die Bösen. Pattloch, Aschaffenburg 1979, ISBN 3-557-91164-0. Die Zukunft der Gnade: die Verheissungen des Himmels. Pattloch, Aschaffenburg 1980, ISBN 3-557-91180-2. Das Wort Gottes als Offenbarung: meine Erfahrungen. Pattloch, Aschaffenburg 1981, ISBN 3-557-91167-5.

Literatur Alfred Müller-Felsenburg: Auf den Spuren der Mutter Marie Therese in Polen. Teil 2.: Über Grenzen hinaus. MuNe-Verlag, Paderborn 1998, ISBN 3-9805505-7-5.

Weblinks

Biographie bei Communio in Christo

Einzelnachweise

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