Matthew „Matt“ White (* 23. August 1989 in Whittier, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2026 bei den Kassel Huskies aus der DEL2 unter Vertrag steht und dort auf der Position des Flügelstürmers spielt. Zuvor war White unter anderem für die Augsburger Panther, Eisbären Berlin und Grizzlys Wolfsburg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv. Darüber hinaus spielte er in der American Hockey League (AHL) und Kontinentalen Hockey-Liga (KHL).

Karriere Junioren- und Collegeliga Nachdem er mit dem Eishockeyspielen bei Vereinen in seinem Geburtsbundesstaat Kalifornien begonnen hatte, wechselte er als 18-Jähriger nach Nebraska, um für das Team der Omaha Lancers in der US-Juniorenliga USHL zu spielen. Mit den Lancers holte er in seinem ersten Jahr die USHL-Meisterschaft, blieb zwei weitere Jahre in Omaha und wurde in seinem letzten Jahr mit 35 Toren bester Torschütze der Liga und zum USHL-Spieler des Jahres gewählt.USHL 2009/10 Torschützenkönig, Eliteprospects.com, abgerufen am 9. Juli 2018Matt White named USHL Player of the year, hockeysfuture.com, 20. April 2010, abgerufen am 15. Juli 2018 Daraufhin wurde er in das Eishockeyteam der University of Nebraska Omaha, den Omaha Mavericks berufen. Für die Mavericks spielte er drei Jahre in der US-Collegeliga und war in seiner zweiten Saison 2011/12 mit 40 Punkten bester Scorer seiner Mannschaft.

ECHL und AHL mini|links|White im Trikot der Eisbären Berlin (2021) Sein erster Profivertrag führte ihn dann wieder zurück nach Kalifornien, als er für das ECHL-Farmteam der Los Angeles Kings, den Ontario Reign in der Saison 2013/14 auf das Eis lief und punktbester Spieler seines Teams wurde.ECHL 2013/14 Ontario Reign Spielerstatistik, Eliteprospects.com, abgerufen am 9. Juli 2018 Sowohl 2013 als auch 2014 nahm er für sein Heimatland im Sommer an den Inlinehockey-Weltmeisterschaften in Europa teil, wobei er 2013 mit Team USA den Titel gewinnen konnte. Nach der Weltmeisterschaft 2014 blieb er in Europa und schloss sich dem slowenischen Klub HDD Olimpija Ljubljana an, das zu dieser Zeit in der internationalen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) aktiv war. Bereits nach elf Spielen für Ljubljana kehrte White jedoch wieder nach Ontario zurück, bei denen er in der ECHL-Saison 2014/15 bester Vorbereiter seiner Mannschaft in der Hauptrunde und mit 18 Toren bester Torschütze seines Vereins in den Playoffs wurde, in denen man erst im Halbfinale dem späteren Meister Allen Americans unterlag.Reign’s White happy to be home, http://carubberhockey.com/, abgerufen am 9. Juli 2018 Nach der Umstrukturierung der American Hockey League (AHL) und ECHL zur Spielzeit 2015/16 lief White weiter für das ECHL-Farmteam der Kings, das nun jedoch als Manchester Monarchs firmierte, auf.

Im Dezember 2016 wurde er vom AHL-Farmteam der Nashville Predators, den Milwaukee Admirals, verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt war er punktbester Spieler der Monarchs. Bereits in seinem zweiten Spiel für die Admirals konnte er zwei Tore erzielen und erreichte mit dem Team aus Wisconsin die Playoffs, woraufhin sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert wurde.Fifteen with Matt White, admiralsroundtable.com, 18. April 2016, abgerufen am 15. Juli 2018

Wechsel in die DEL und später KHL Zur Saison 2017/18 wechselte White wieder nach Europa und wurde von den Augsburger Panthern aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verpflichtet.Kein Mann der großen Sprüche, Augsburger Allgemeine, 8. September 2017, abgerufen am 15. Juli 2018 Bereits in seiner ersten DEL-Saison war er einer der Topscorer der Liga und sein Vertrag wurde bei den Schwaben um ein weiteres Jahr verlängert.DEL 2017/18 Spielerstatistik, Eliteprospects.com, abgerufen am 15. Juli 2018Panther halten auch Matt White, aev-panther.de, 30. März 2018, abgerufen am 15. Juli 2018 In seinem zweiten DEL-Jahr in der Saison 2018/19 gehörte er mit 22 Toren zu den Top-10-Torschützen der Liga und hatte damit einen großen Anteil am Platz 3 der Panther nach der Hauptrunde, was die bis dahin beste Platzierung für die Playoff-Qualifikation in der DEL-Geschichte des Vereins darstellte.Matt White ist die Tormaschine der Augsburger Panther, Augsburger Allgemeine, 20. November 2018, abgerufen am 8. März 2019

Aufgrund der gezeigten Leistungen verließ White die DEL und unterzeichnete im Juni 2019 einen Vertrag bei Neftechimik Nischnekamsk aus der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL). Nach einer Spielzeit wechselte er im August 2020 zum lettischen Ligakonkurrenten Dinamo Riga. Im Dezember 2020 kehrte er in die DEL zurück, als er einen Vertrag bei den Eisbären Berlin unterschrieb. Mit den Hauptstädtern wurde der US-Amerikaner in der Folge zweimal Deutscher Meister, wobei er beim Titel der Saison 2020/21 mit 39 Punkten hinter Marcel Noebels zweitbester Scorer der Eisbären in Hauptrunde und mit sieben Toren zusammen mit Ryan McKiernan der beste Torschütze der Berliner in den Playoffs war. Auch am Meistertitel der Spielzeit 2021/22 hatte er als bester Berliner Scorer mit 59 Punkten, damit auf dem dritten Rang der punktbesten Spieler der DEL in dieser Hauptrunde sowie mit 14 Punkten zusammen mit Blaine Byron bester Playoff-Scorer seines Teams, einen großen Anteil. Dabei erzielte er im entscheidenden vierten Spiel der Finalserie beim 5:0 im Spiel gegen den EHC Red Bull München einen Hattrick. Auch in der folgenden Saison 2022/23 war er wieder hinter Noebels mit 51 Punkten der zweitbeste Scorer seines Teams, aber auf Grund der als Titelverteidiger ohne Playoff-Teilnahme enttäuschend verlaufenden Spielzeit der Berliner und der damit gewünschten Neuausrichtung des Vereins, einigten sich Klub und Spieler nach drei Jahren auf eine vorzeitige Auflösung des noch ein Jahr gültigen Vertrags und White wechselte daraufhin innerhalb der DEL zu den Grizzlys Wolfsburg.

Bei den Grizzlys spielte der US-Amerikaner insgesamt drei Jahre und knüpfte dort an die Leistungen bei seinen vorherigen Arbeitgebern an. Nach der Saison 2025/26 erhielt der 36-Jährige keinen neuen Vertrag mehr in Wolfsburg, sodass er sich über den Sommer 2026 den Kassel Huskies aus der DEL2 anschloss.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2025/26 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2007/08 Omaha Lancers USHL 38 5 11 16 21 13 2 8 10 2 2008/09 Omaha Lancers USHL 60 17 30 47 28 3 1 2 3 0 2009/10 Omaha Lancers USHL 57 35 47 82 53 8 4 7 11 6 2010/11 University of Nebraska Omaha NCAA 39 14 11 25 10 2011/12 University of Nebraska Omaha NCAA 38 17 23 40 14 2012/13 University of Nebraska Omaha NCAA 37 16 18 34 8 2013/14 Ontario Reign ECHL 71 22 35 57 8 4 0 1 1 0 2014/15 HDD Olimpija Ljubljana EBEL 11 2 4 6 8 − − − − − 2014/15 Ontario Reign ECHL 68 28 32 60 8 19 10 8 18 8 2015/16 Manchester Monarchs ECHL 19 10 12 22 6 − − − − − 2015/16 Milwaukee Admirals AHL 54 12 15 27 10 3 0 0 0 0 2016/17 Milwaukee Admirals AHL 71 15 26 41 16 3 0 0 0 0 2017/18 Augsburger Panther DEL 52 16 26 42 18 − − − − − 2018/19 Augsburger Panther DEL 50 22 27 49 28 14 4 5 9 6 2019/20 Neftechimik Nischnekamsk KHL 60 19 15 34 8 4 0 0 0 2 2020/21 Dinamo Riga KHL 16 0 5 5 4 − − − − − 2020/21 Eisbären Berlin DEL 38 19 20 39 10 9 7 3 10 0 2021/22 Eisbären Berlin DEL 54 28 31 59 10 12 4 10 14 4 2022/23 Eisbären Berlin DEL 56 16 35 51 10 − − − − − 2023/24 Grizzlys Wolfsburg DEL 32 11 17 28 8 4 2 1 3 0 2024/25 Grizzlys Wolfsburg DEL 52 18 31 49 6 − − − − − 2025/26 Grizzlys Wolfsburg DEL 51 15 30 45 16 3 3 0 3 0 USHL gesamt 155 57 88 145 102 24 7 17 24 8 NCAA gesamt 114 47 52 99 32 ECHL gesamt 158 60 79 139 22 23 10 9 19 8 AHL gesamt 125 27 41 68 26 6 0 0 0 0 DEL gesamt 385 145 217 362 106 42 20 19 39 10 KHL gesamt 76 19 20 39 12 4 0 0 0 2

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Einzelnachweise

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