Brejdyny () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Landgemeinde Piecki (Peitschendorf) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg).
Geographische Lage Brejdyny liegt am Südufer des Muschelsees () inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zehn Kilometer südlich der Kreisstadt Mrągowo ().
Geschichte Der 1422 als Zinsdorf ersterwähnte Breden, um 1437 Wreyden, um 1549 Breidinen, nach 1785 Bredienen und bis 1945 Brödienen genannte Ort bestand aus dem Dorf und einem GutDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Brödienen. 1874 wurde Brödienen als LandgemeindeBrödienen bei GenWiki und auch als GutsbezirkGut Brödienen bei GenWiki in den neu errichteten Amtsbezirk Peitschendorf () eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Peitschendorf. Er bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Brödienen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Brödienen stimmten 200 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 111
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Brödienen in die Landgemeinde Brödienen einbezogen.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch Brödienen davon betroffen. Das Dorf ist heute Sitz eines Schulzenamtes () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Piecki (Peitschendorf) im Powiat Mrągowski (Kreis Sensburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Einwohnerzahlen Jahr Anzahl Dorf Anzahl Gut Anzahl insgesamt 1839 136 129 265 1867 233 166 399 1885 253 186 439 1898 288 212 500 1905 373 189 562 1910 348 210 558 1933 520 1939 527 2011 373Wieś Brejdyny w liczbach
Kirche Bis 1934 war Brödienen evangelischerseits in die Kirche Aweyden, danach in die Kirche Peitschendorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, während Dorf und Gut Brödienen katholischerseits zur St.-Adalbert-Kirche in Sensburg im damaligen Bistum Ermland gehörten.
Heute ist die St.-Trinitatis-Kirche in Mrągowo die zuständige evangelische Pfarrkirche, zu der allerdings die nähergelegene Filialgemeinde Nawiady gehört – innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Die katholischen Einwohner von Brejdyny sind der Pfarrei St. Josef in Nawiady im jetzigen Erzbistum Ermland in der polnischen katholischen Kirche zugeordnet.
Verkehr Brejdyny liegt nur wenige hundert Meter westlich der verkehrstechnisch bedeutenden Landesstraße 59, die die Gebiete Giżycko (Lötzen) und Mrągowo (Sensburg) mit der Region Szczytno (Ortelsburg) verbindet. Der Ort ist über eine untergeordnete Nebenstraße nach Gwiazdowo (Sternfelde) zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1422 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Piecki