Monika Bessenrodt-Weberpals ist eine deutsche Physikerin und Geschlechterforscherin.

Biografie Monika Bessenrodt-Weberpals absolvierte von 1974 bis 1980 ein Studium der Physik und Mathematik sowie Philosophie und Pädagogik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes, das sie mit dem Diplom in Physik und dem Ersten Staatsexamen für Physik und Mathematik abschloss. 1984 promovierte sie in experimenteller Plasmaphysik.Werdegang bei Lehre hoch n Abgerufen am 2. Juli 2018 Von 1980 bis 2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin, unter anderem am SFB 162 für Plasmaphysik und am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. Dort forschte sie ab 1988 über die Dynamik von Tokamakplasmen und leitete von 1989 bis 2001 das Doktorandenkolloquium. 1990 habilitierte sie sich in Experimentalphysik und wurde 1996 zur außerplanmäßigen Professorin für Experimentalphysik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berufen.

Seit 2004 ist sie Professorin für Physik und Geschlechterforschung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. 2007 wurde sie hier zusätzlich zur hauptamtlichen Vizepräsidentin für Studium und Lehre sowie Gleichstellung gewählt.Johanne Klug: Neue Vizepräsidenten der HAW Hamburg gewählt vom 27. Juni 2017, abgerufen am 2. Juli 2018 Dieses Amt hatte sie bis zu ihrem Ruhestand am 31. August inne. Weitere Tätigkeiten Seit 1990 ist sie ehrenamtlich für nationale und internationale Fachzeitschriften, für Hochschulen und Universitäten sowie für wissenschaftliche Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene tätig, u. a. in der Jury des Bund-Länder-Programms Qualitätspakt Lehre und der Forschungsinfrastrukturen, NRW sowie im Kuratorium des Hamburger Stiftungspreises 2025.

Sie war 1998 Gründungsmitglied des Arbeitskreises Chancengleichheit (AKC) der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und viele Jahre in verschiedenen Gremien der DPG aktiv, u. a. im Fachverband Plasmaphysik, im AKC und im Vorstandsrat. Von 2005 bis 2010 war sie Mitglied und Stellvertretende Sprecherin der hochschulübergreifenden Gemeinsamen Kommission für Frauenforschung, Frauen- und Geschlechterstudien, Gender und Queer Studies in Hamburg.

Von 2007 bis 2023 war sie Mitglied und zeitweise Stellvertretende Vorsitzende bzw. Vorsitzende der Vertreterversammlung des Studierendenwerks Hamburg. Ehrenamtlich engagierte sie sich von 2008 bis 2025 als Mitglied in verschiedenen Gremien der Akkreditierungsagentur ASIIN e.V. und von 2011 bis 2023 im Vorstand des Vereins Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg e.V., hier gründete sie 2013 das Netzwerk Hamburg Aviation WoMen.

Sie war ab 2014 als Gründungsmitglied und später als Aufsichtsratsvorsitzende maßgeblich am Aufbau der Hamburg Open Online University beteiligt. Außerdem war sie in den Steuerungsgruppen und Vorständen verschiedener Vereine und Projekte an der HAW Hamburg aktiv. Abgerufen am 2. Juli 2018 Insbesondere konzipierte und führte sie die folgenden Großprojekte der HAW Hamburg zum Erfolg:

„Lehren lernen. Coaching der Lehrenden zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre“ (2010 – 2013), Gewinnerin des bundesweiten Wettbewerbs Exzellente Lehre des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz.

„Lehre lotsen. Dialogorientierte Qualitätsentwicklung für Lehre und Studium“ (2011 – 2021), in beiden Runden des bundesweiten Programms Qualitätspakt Lehre gefördert.

„Kompetenzen#weiter#entwickeln im digitalen Wandel (KomWeiD)“ (2021–2025), gefördert im Programm Hochschullehre durch Digitalisierung stärken der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Darüber hinaus ist sie seit 2009 Mitglied im Übersee-Club Hamburg.

Sie ist seit 2016 Mitglied im Akkreditierungsausschuss des Wissenschaftsrates.

Im Bündnis „Lehre hoch n“ engagiert sie sich seit dessen Beginn in 2010 für die Lehr- und Organisationsentwicklung an Hochschulen. Seit 2014 ist sie ehrenamtlich Mitglied im Kuratorium der Initiative Naturwissenschaft und Technik (NAT), seit 2024 als Kuratoriumsvorsitzende.

Im Juli 2023 wurde sie als ständiger Gast in den Akkreditierungsrat berufen, seit März 2025 als Stellvertretendes Mitglied.

Auszeichnungen 2011: DPG-Ehrennadel 2012: Zitronenjette des Landesfrauenrat Hamburg wegen ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagement für die Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in den MINT-FächernPreisträgerinnen der „Zitronenjette“ seit 1985 auf „Du und Deine Welt“ Abgerufen am 2. Juli 2018 2024: IDEA-Ehrenpreis (Innovation in Digital Equality Award) der Freien und Hansestadt Hamburg, wegen ihrer Verdienste für die Gleichstellung von Frauen im digitalen Raum

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

Publikationsliste bei Researchgate Personenseite an der HAW Hamburg

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (HAW Hamburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau