Burgambach (auch Nieder- oder Unterambach genannt; fränkisch: AmbachW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 3. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ámbax“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheinfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Burgambach hat eine Fläche von 3,422 km². Sie ist in 276 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12.398,91 m² haben.

Lage Das Dorf liegt auf freier Flur. Naturräumlich befindet es sich im Steigerwald. Der von Westen kommende Schönbach fließt unmittelbar südlich am Ort vorbei und mündet nach 500 m in die Scheine. Die Staatsstraße 2421 durchquert Burgambach und führt nach Herpersdorf (1,2 nördlich) bzw. an Grappertshofen vorbei nach Scheinfeld (2,7 km südöstlich). Die Kreisstraße NEA 28 führt nach Oberambach (1,6 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde im 11. Jahrhundert im Villikationsurbar des Benediktinerinnenklosters Kitzingen als „Oninbuch“ erstmals erwähnt. Oberambach ist eine Ausbausiedlung von Burgambach. Das Bestimmungswort des zugrunde liegenden Hydronyms ist der Personenname Onno, das Grundwort ‚buoch‘ (mhd. für Buchenwald), demnach bedeutet der ursprüngliche Flurname ‚Zum Buchenwald des Onno‘.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 3 ff. Es war damals ein Lehen der Casteller Grafen. Bis ins 15. Jahrhundert besaßen diese das kleine Schloss, das noch heute als stattliches Haus existiert. Ebenso hielten hier die Casteller Ministerialen von Wiesenbronn Besitz. Im Jahr 1659 wurde im Ort ein Fall der Unzucht aktenkundig.Einfall 1659

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Burgambach dem Steuerdistrikt Schnodsenbach zugeordnet. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Burgambach. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Schwarzenberg und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld, nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. 1852 kam Burgambach an das Landgericht Scheinfeld. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart zuständig (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheinfeld, mit dessen Auflösung kam sie 1879 an das Amtsgericht Scheinfeld. Die Gemeinde Burgambach hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,431 km². Am 1. Januar 1972 wurde Burgambach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheinfeld eingemeindet.

Baudenkmäler In Oberlaimbach gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 3: ehemaliges Wohnstallhaus Haus Nr. 7: Gasthaus Löwe Haus Nr. 8: ehemaliges Wohnstallhaus

ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 4: erdgeschossiges Giebelhaus von drei zu fünf Achsen, Ende des 18. Jahrhunderts; Fachwerk mit zweigeschossiger Giebelfront; Traufbalken und Gesims an der Giebelsohle profiliertG. Hojer: Landkreis Scheinfeld. S. 42 f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 8: erdgeschossiges Wohnstallhaus mit Giebeldach; Kellersockel, massives verputztes Erdgeschoss; die Fenster, an der Giebelseite drei, mit Hausteinrahmen und Schlussstein, gefelderte Tür, ebenso wie das Haus erste Hälfte des 19. Jahrhunderts Haus Nr. 13: am straßenseitigen rundbogigen Eingang zum tonnengewölbten Keller datiert „1706“; zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach; Erdgeschoss mit Ziegeln unterfangen; Obergeschoss verputztes Fachwerk mit K-Streben; ehemals zum Schloss gehörig. Haus Nr. 14: erste Hälfte des 19. Jahrhunderts; zweigeschossiges Wohnhaus, im Obergeschoss drei zu vier Achsen, mit Walmdach auf profiliertem vorkragendem Traufgesims, unter dem ein Zahnschnitt verläuft; verputzter Massivbau; Obergeschoss ehemals Fachwerk; geknickte Eckpilaster, über denen die Gesimse in Verlängerung der Fenstersohlbänke verkröpft sind Haus Nr. 19: erdgeschossiges verputztes Giebelhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit geknickten toskanisierenden Eckpilastern; im Friesteil Rosetten; eines der zwei Fenster der Giebelseite mit ursprünglichem Hausteinrahmen, Sohlbank und Keilstein Haus Nr. 25: Gemeindehaus, leerstehend, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts; erdgeschossiges Wohnstallhaus aus regelmäßigen Quadern; zwei zu vier Achsen; eingeschossiger Fachwerkgiebel; Glockentürmchen in Form eines Dachreiters auf zwei Stützen mit Zeltdach Haus Nr. 26: ehemaliges Schloss, durch Umbau stark verändert; unterkellertes Wohnhaus von vier zu zwei Achsen, mit Satteldach, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts; Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk; der Türsturz des ursprünglichen Türrahmens aus Haustein erhalten: profiliert und doppelt geohrt, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts; in beiden Geschossen Reste verputzter Flachdecken auf von Profilstäben gesäumter Hohlkehle

Bodendenkmäler In der Gemarkung Burgambach gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 144 195 199 198 169 198 181 167 193 181 148 146 146 131 132 134 125 124 117 210 170 156 136 115 105HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 35 26 32 33 25 30 27 25 26 30 Quelle Im Historischen Gemeindeverzeichnis werden hiervon abweichend 194 Einwohner angegeben.

Religion Burgambach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Schnodsenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Scheinfeld) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim