Eremitu (veraltet Remetea Secuiască; auch Köszvényesremete) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Eremitu im Kreis Mureș Die Gemeinde Eremitu liegt nördlich des Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) im Siebenbürgischen Becken. Am Niraj (Niersch) – ein linker Zufluss des Mureș (Mieresch) – und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 153, befindet sich der Ort Eremitu 19 Kilometer nordwestlich von der Kleinstadt Sovata und etwa 38 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die eingemeindeten Dörfer befinden sich drei bis neun Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.
Geschichte Der Ort Eremitu, von Szekler gegründet, wurde erstmals 1567 urkundlich erwähnt.
Eine frühere Besiedlung des Ortes Eremitu, bei den fünf Resten von Burgruinen auf dessen Areal (Izvorul mirajului (Nyárádfö), Curmătura (Szakadát), Cetatea lui Tompa (Tompatetö), Cetatea Vityál (Vityálvára), Cetatea Bélmezö (Bélmezövára)), wurde noch keinem Zeitalter zugeordnet, ein Steinbeil hingegen in die Jungsteinzeit.Repertoriul Arheologic al României, abgerufen am 30. Oktober 2022 (rumänisch).
Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Călugăreni (ungarisch Mikháza) wurden Reste des römischen Kastells CălugăreniAngaben zum Römerlager in Călugăreni bei cronica.cimec.ro/ abgerufen am 29. Juni 2018 (rumänisch) und weiter archäologische Befunde der Römerzeit festgestellt. In Călugăreni und in Dămieni (Deményháza) wird eine Römerstraße verzeichnet.
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Nyáradszereda im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Eremitu entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2907 113 2637 2 155 1920 4078 264 3698 11 105 1956 5177 245 4886 8 38 2002 3872 140 3561 3 168 2011 3893 163 3465 - 265 2021 3952 194 3178 - 580 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Magyaren 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (288) wurde 1966, die der Roma (416) 2021 und die der Rumäniendeutschen 1920 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Das Kruzifix der katholischen Kirche von Eremitu ist ein hervorragendes Werk von Veit Stoss oder zumindest aus seinem Umfeld. Im Gemeindezentrum werden die beiden Burgen Cetatea Mare und Cetatea Mică auf dem Areal von den Einheimischen genannt Tâmpa (ungarisch Tompa) der Römerzeit, die Burg Cetatea Vityál (Vityálvára) nach Angaben des rumänischen Kulturministeriums dem 12. Jahrhundert zugeordnet. Die römisch-katholische Kirche im 15. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Im eingemeindeten Dorf Călugăreni, auf dem Areal Ținutul Cetății die archäologische Grabungsstätte Kastell Călugăreni und die römisch-katholische Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters, von 1666 bis 1678 errichtet,Angaben zur reformierten Kirche in Călugăreni bei biserici.org, abgerufen am 29. Juni 2018 (rumänisch) stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Câmpu Cetății (Vármező), ein Ringwall bei siebeneinhalb Kilometer vom Gipfel Dealul Cetății entfernt, steht unter Denkmalschutz.
Persönlichkeiten
Szabó János (1767–1858), in Mătrici geboren, war ein ungarischer Schriftsteller.Szabó János bei lexikon.katolikus.hu/ abgerufen am 28. Juni 2018 (ungarisch)
Weblinks
Website der Gemeinde Eremitu (informationsreicher) (ungarisch) Eremitu bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1567