mini|Burgvorplatz mit dem Haupteingang zu den Sommerspielen Die Sommerspiele Perchtoldsdorf sind ein jährlich stattfindendes Theaterfestival in Perchtoldsdorf in Niederösterreich.

Geschichte Die Veranstaltung findet seit 1976 jährlich im Juli statt.Burgenkunde: Markt Perchtoldsdorf - Herzogsburg. Abgerufen am 24. Juni 2018. Seit 1994 ist das Festival Mitglied des Vereines Theaterfest Niederösterreich. Pro Saison wird jeweils ein Stück aufgeführt, 2016 wurden die Aufführungen von rund 9500 Menschen besucht.NÖN: Sommerspiele: Festival ist gesichert. Artikel vom 9. März 2017, abgerufen am 24. Juni 2018.

Von 1981 bis 1996 war Jürgen Wilke Intendant der Sommerspiele, von 1999 bis 2001 war dies Gerhard Tötschinger und anschließend bis 2007 Wolfgang Löhnert. Nach einer Spielpause 2008 und 2009 wegen Umbauarbeiten war Barbara Bissmeier (auch Bißmeier) von 2010 bis 2013 künstlerische Leiterin. Von 2014 bis 2022 leitete Michael Sturminger das Festival. Die Intendanten Jürgen Wilke, Gerhard Tötschinger und Michael Sturminger führten außerdem auch Regie. mini|Ehemaliger Burghof mit Burgmauer als „Schönwetter-Spielstätte“ Die Aufführungen finden im ehemaligen Burghof der Burg Perchtoldsdorf statt. 2008 und 2009 fanden wegen Umbauten und der Errichtung eines Veranstaltungssaales für 400 Personen unter dem Burghof keine Vorstellungen statt.orf.at: „Neue Burg“ Perchtoldsdorf eröffnet. Artikel vom 26. Juni 2010, abgerufen am 24. Juni 2018. Seit 2010 ist aufgrund dieser neuen wetterfesten Ersatzspielstätte ein durchgehender Spielbetrieb möglich.Sommerspiele Perchtoldsdorf: Schauplatz. Abgerufen am 24. Juni 2018. Von 2009 bis 2019 war die Perchtoldsdorfer Betriebs-GmbH Veranstalter der Sommerspiele Perchtoldsdorf. Von 2020 bis 2022 trat die Marktgemeinde Perchtoldsdorf selbst als Veranstalterin auf. Seit 2023 richtet der 2022 neu gegründete Verein Sommerspiele Perchtoldsdorf die Sommerspiele aus.

Finanzielle Unterstützung erhält die Veranstaltung von der Gemeinde Perchtoldsdorf und dem Land Niederösterreich.NÖN: Perchtoldsdorf: Sommerspiele bis 2019 gesichert. Artikel vom 27. Juni 2017, abgerufen am 24. Juni 2018.

2020 wurden die Sommerspiele aufgrund der COVID-19-Pandemie von Juli auf August verschoben. 2023 übernahm Alexander Paul Kubelka die Intendanz. Für die 17 Vorstellungen von Don Quijote wurden rund 8300 Tickets verkauft, pandemiebedingt um rund 3000 mehr als im Vorjahr bei Michail Bulgakows Molière oder der Heiligenschein der Scheinheiligen, die Auslastung betrug 92 Prozent. In der Spielzeit 2026 betrug die Auslastung rund 70%.

Intendanten 1976 bis 1979: Jürgen KaizikSommerspiele Perchtoldsdorf: Produktionen. Abgerufen am 24. Juni 2018. 1981 bis 1996: Jürgen Wilke 1997: Tamás Ferkay 1998: Gastspiel des Salzburger Landestheaters 1999 bis 2001: Gerhard Tötschinger 2002 bis 2007: Wolfgang Löhnert 2008 und 2009: Spielpause wegen des Ausbaues der Burg Perchtoldsdorf 2010 bis 2013: Barbara Bissmeier, auch Bißmeier 2014 bis 2022: Michael Sturminger ab 2023: Alexander Paul Kubelka

Aufführungen Intendanz Jürgen Kaizik (1976–1979) 1976: Der Petersdorfer Jedermann (Karl Leopold Schubert)Marktgemeinde Perchtoldsdorf: Chronik der Perchtoldsdorfer Sommerspiele. Abgerufen am 24. Juni 2018. Regie Jürgen Kaizik, mit Adelheid Picha, Peter Schratt, Katharina Manker 1977: Mutter Courage und ihre Kinder (Bert Brecht) Regie Jürgen Kaizik, mit Hilde Sochor, Katharina Manker, Uwe Falkenbach, Adelheid Picha 1978: Die Räuber (Friedrich von Schiller) Regie Jürgen Kaizik, mit Ernst Meister, Dieter Witting, Heribert Sasse, Adelheid Picha, Heinz Petters 1979: Der zerbrochne Krug (Heinrich von Kleist) Regie Jürgen Kaizik, mit Uwe Falkenbach, Ernst Meister, Hilde Sochor, Katharina Manker, Bruno Thost

Intendanz Jürgen Wilke (1981–1996) 1981: Becket oder die Ehre Gottes (Jean Anouilh) Regie Jürgen Wilke, mit Heinrich Schweiger, Frank Hoffmann, Peter Gerhard, Hans Peter Heinzl, Elisabeth Epp, Else Ludwig 1982: Urfaust (Johann Wolfgang von Goethe) Regie Jürgen Wilke, mit Heinrich Schweiger, Klausjürgen Wussow, Götz Kaufmann, Peter Gerhard, Ida Krottendorf, Krista Posch, Christine Kain 1983: 1683 – Die gar köstlichen Folgen einer mißglückten Belagerung (Franz Hiesel; Uraufführung) Regie Jürgen Wilke, mit Kurt Jaggberg, Sieghardt Rupp, Erwin Steinhauer, Kurt Sobotka, Michael Janisch 1984: Was ihr wollt (William Shakespeare) Regie Frank Hoffmann, mit Wilfried Baasner, Frank Hoffmann, Michael Janisch, Detlev Eckstein, Rudolf Melichar, Hilke Ruthner 1985: Hamlet (William Shakespeare) Regie Jürgen Wilke, mit Jacques Breuer, Kurt Schossmann, Heinrich Schweiger, Detlev Eckstein, Erich Aberle, Dieter Witting, Else Ludwig 1986: Don Carlos (Friedrich von Schiller) Regie Jürgen Wilke/Heinrich Schweiger, mit Heinrich Schweiger, Rudolf Melichar, Bert Fortell, Franz Josef Csencsits, Christine Kain 1987: Der Besuch der alten Dame (Friedrich Dürrenmatt) Regie Fritz Zecha, mit Gisela Uhlen, Vera Borek, Bernhard Hall, Uwe Falkenbach, Traute Wassler, Erich Aberle 1988: Dantons Tod (Georg Büchner) Regie Jürgen Wilke, mit Raimund Harmstorf, Rudolf Melichar, Bruno Thost, Dieter Witting, Isabell Weicken, Helmut Janatsch, Bruno Thost, Isabella Fritdum 1989: Katharina Knie (Carl Zuckmayer) Regie Jürgen Wilke, mit Herwig Seeböck, Barbara Wussow, Robert Hauer-Riedl, Dieter Witting, Curth Anatol Tichy, Julia Gschnitzer 1990: Herr Puntila und sein Knecht Matti (Bert Brecht) Regie Jürgen Wilke/Heinrich Schweiger, mit Herwig Seeböck, Robert Hauer-Riedl, Thomas Egg, Mirjam Ploteny, Marika Lichter, Julia Gschnitzer 1991: Ein Bruderzwist in Habsburg (Franz Grillparzer) Regie Jürgen Wilke, mit Romuald Pekny, Rudolf Melichar, Ulrich Reinthaller, Bernd Birkhahn, Karl Hoess 1992: Nathan der Weise (Gotthold Ephraim Lessing) Regie Jürgen Wilke, mit Romuald Pekny, Klaus Behrendt, Thomas Stroux, Curth Anatol Tichy, Julia Gschnitzer, Proschat Madani 1993: Romeo und Julia (William Shakespeare) Regie Jürgen Wilke, mit Sascha Wussow, Ruth Brauer, Stephan Paryla-Raky, Robert Hauer-Riedl, Trude Ackermann 1994: Wallenstein (Friedrich Schiller) Regie Jürgen Wilke, mit Robert Hauer-Riedl, Romuald Pekny, Rudolf Melichar, Detlev Eckstein, Kurt Schossmann, Elisabeth Augustin, Luzia Nistler 1995: Amphitryon (Peter Hacks) Regie Jürgen Wilke, mit Joachim Hansen, Klaus Behrendt, Robert Hauer-Riedl, Detlev Eckstein, Proschat Madani 1996: Ein Sommernachtstraum (William Shakespeare) Regie Peter M. Preissler, mit Heinz Ehrenfreund, Joachim Hansen, Erich Padalewski, Stephan Paryla-Raky, Ingo Neise, Susann Winter

Intendanz Tamás Ferkay (1997) 1997: Othello (William Shakespeare) Regie Tamas Ferkay, mit Anna Franziska Srna, Christofer von Beau, Peter Uray, Herwig Seeböck, Sabine Muhar

Gastspiel des Salzburger Landestheaters (1998) 1998: Emilia Galotti (Gotthold Ephraim Lessing) Regie Gerd Hagen Seebach, mit Alexandra Krismer, Wolfgang Kraßnitzer, Peter Scholz

Intendanz Gerhard Tötschinger (1999–2001) 1999: Die vier Grobiane (Carlo Goldoni) Regie Gerhard Tötschinger, mit Mijou Kovacs, Alexandra von Koczian, Hanne Rohrer, Dieter Witting, Adolf Peichl 2000: Der Impresario von Smyrna (Carlo Goldoni) Regie Ferruccio Soleri, mit Waldemar Kmentt, Susanne Michel, Guggi Löwinger, Sibylle Widauer, Friedrich W. Schwardtmann, Dieter Witting 2001: Il Campiello (Carlo Goldoni) Regie Gerhard Tötschinger, mit Gabriela Benesch, Andrea Kiesling, Eva Klemt, Guggi Löwinger, Gerhard Dorfer, Peter Minich, Dieter Witting

Intendanz Wolfgang Löhnert (2002–2007) 2002: Geschichten aus dem Wiener Wald (Ödön von Horvath) Regie Michael Sturminger, mit Karl Markovics, Branko Samarovski, Gerti Drassl, Erni Mangold, Toni Slama, Vera Borek 2003: Was ihr wollt (William Shakespeare) Regie Michael Sturminger, mit Karl Markovics, Branko Samarovski, Traute Hoess, Gerti Drassl, Chulpan Khamatova 2004: Kasimir und Karoline (Ödön von Horvath) Regie Janusz Kica, mit Branko Samarovski, Chris Pichler, Hanno Pöschl, Melita Jurisic, Andreas Bittl 2005: Tartuffe (Molière) Regie Michael Sturminger, mit Markus Hering, Dorothee Hartinger, Josefin Platt, Sylvia Fenz, Georg Friedrich, Christoph Grissemann, Franziska Weisz 2006: Don Quijote von La Mancha (nach Miguel de Cervantes Saavedra) Regie Ioan C. Toma, mit Johannes Terne, Siegfried Walther, Eva Maria Marold, Thomas Stolzetti, Stefano Bernardin, Anna Zlotovsskaia (Geigerin) 2007: Faust (Johann Wolfgang von Goethe) Regie Ioan C. Toma, mit Peter Scholz, Erich Schleyer, Hilde Sochor, Silvia Meisterle, Stefano Bernardin, Victor Kautsch, Andrej Serkow (Akkordeon)

Intendanz Barbara Bissmeier (2010–2013) 2010: Hamlet (William Shakespeare) Regie Ioan C. Toma, mit Florian Teichtmeister, Silvia Meisterle, Peter Scholz, Christian Brandauer, Doina Weber, Florentin Groll 2011: Lysistrate (Aristophanes) Regie Ioan C. Toma, mit Mercedes Echerer, Peter Scholz, Christa Schwertsik, Tania Golden, Melita Jurisic, Sven Katschte, Kurt Schwertsik 2012: Macbeth (William Shakespeare) Regie Hakon Hirzenberger, mit Dietmar König, Alexandra Henkel, Max Mayer, Stefano Bernardin, Eduard Wildner, Sven Sorring, Sven Kaschte, Daniel Keberle, Florian Carove 2013: Der Revisor (Nikolai Gogol) Regie Christine Wipplinger, mit Fritz Hammel, Raphael von Bargen, Petra Strasser, Sven Dolinski, Oliver Huether, Georg Kusztrich, I Stangl, Katharina Haudum

Intendanz Michael Sturminger (2014–2022) 2014: Das Käthchen von Heilbronn (Heinrich von Kleist) Regie Maria Happel, mit Anna Unterberger, Nikolaus Barton, Wolfgang Hübsch, Veronika Glatzner, Dirk Nocker, Maria Happel, Cornelia Köndgen, Michael Masula, Helmut Bohatsch, Alexander Tschernek, Helene Stupnicki, Sebastian Edtbauer, Aaron Friesz 2015: Der Sturm (William Shakespeare) Regie Michael Sturminger, mit Andreas Patton, Veronika Glatzner, Nadine Zeintl, Beatrix Doderer, Karl Walter Sprungala, Markus Kofler, Roman Blumenschein, Michael Masula, Nikolaus Barton, Josephine Bloéb, Aaron Friesz, Rafael Nicholas, Petra Staduan 2016: Ein Sommernachtstraum (William Shakespeare) Regie Michael Sturminger, mit Andreas Patton, Veronika Glatzner, Karl Walter Sprungala, Markus Kofler, Nikolaus Barton, Julia Franz Richter, Sophie Aujesky, Benjamin Vanyek, Jan Hutter, Michael Pogo Kreiner, Raphael Nicholas, Petra Staduan 2017: Minna von Barnhelm (Gotthold Ephraim Lessing) Regie Veronika Glatzner, mit Marie-Christine Friedrich, Anna Unterberger, Andreas Patton, Dominik Warta, Nikolaus Barton, Roman Blumenschein, Michael Pogo Kreiner, Petra Staduan und Raphael Nicholas. 2018: Ernst ist das Leben (Bunbury) von Elfriede Jelinek nach Oscar Wilde in Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt Regie Michael Sturminger, mit Raphaela Möst, Elzemarieke de Vos, Michou Friesz, Maria Hofstätter, Marie-Christine Friedrich, Karola Niederhuber, Miriam Fussenegger und Maresi Riegnerorf.at: Schon Oscar Wilde wusste: „Ernst ist das Leben“. Artikel vom 13. Juni 2018, abgerufen am 24. Juni 2018. 2019: Onkel Wanja (Anton Tschechow) Regie Michael Sturminger, mit Andreas Patton, Jörg Witte, Virginia V. Hartmann, Emanuel Fellmer, Laura Laufenberg, Alexander Tschernek, Michou Friesz, Inge Maux 2020: Romeo und Julia (William Shakespeare) Regie Veronika Glatzner, mit Valentin Postlmayr, Lena Kalisch, Emanuel Fellmer, Marie-Christine Friedrich, Roman Blumenschein, Marion Reiser, Raphael Nicholas, Karl Walter Sprungala, Lukas Gander, Nikita Dendl 2021: Der zerbrochne Krug (Heinrich von Kleist) Regie Veronika Glatzner, mit Kai Maertens, Dominik Warta, Emanuel Fellmer, Birgit Stöger, Hannah Rang, Phillipp Laabmayr, Marie-Christine Friedrich

2022: Molière oder die Verschwörung der Scheinheiligen (Michail Bulgakow)