Wladimir Iwanowitsch Ritus (, englische Transkription: Vladimir Ivanovich Ritus; * 23. Mai 1927 in Moskau) ist ein russischer theoretischer Physiker.

Leben Ritus studierte nach Ende des Zweiten Weltkrieges Physik an Lomonossow-Universität Moskau. Das Studium beendete er 1950 mit einer Diplom-Arbeit am Lebedew-Institut (FIAN) der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Von 1951 bis 1955 arbeitete er unter der Leitung von Igor Tamm und Andrei Sacharow in der Arbeitsgruppe mit, die theoretische Konzepte für den Bau einer sowjetischen Wasserstoffbombe entwickelte. Für diese Arbeit erhielt er den Stalin-Preis. 1955 kehrte er an das FIAN zurück, wo er in der Theorie-Abteilung arbeitete und 1969 promoviert wurde (russischer Doktortitel).

Das Arbeitsgebiet von Ritus sind die Teilchenphysik und speziell die Quantenelektrodynamik in starken Feldern. In Zusammenarbeit mit A. I. Nikischow entstanden einige international beachtete und vielzitierte Publikationen.

1994 wurde Ritus zum korrespondierenden Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

2010 erhielt er die S.-I.-Wawilow-Goldmedaille und sowohl 1983 als auch 2025 den Tamm-Preis der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Weblinks Homepage am Lebedew-Institut

Einzelnachweise

Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Mann