mini|Gespann von Dnepr
Dnepr, oder Dnipro (, auch , im Deutschen mit Dnjepr transkribiert), war eine Handelsbezeichnung für Motorräder und Motorradgespanne, die ab 1977 für Fahrzeuge aus dem Kiewer Motorradwerk verwendet wurde.
Ab 1946 wurden Motorräder im Kiewer Motorradwerk (ukrainisch , Kyjiwskyj motozykletnyj sawod, abgekürzt KMS bzw. ) hergestellt. Die Dnepr-Motorräder und die der anderen sowjetischen Handelsmarke Ural aus den Irbiter Motorradwerken (IMZ Ural) basieren auf der BMW R 71. Ab 1941 wurde die M-72, eine Kopie der Irbiter M-72, gebaut. Das IMZ Ural lieferte noch Teile dazu.
Eigenständige Modelle der Dnepr Motorradserie 1956 kam die K-750, mit neuem Schwingenfahrwerk, zuerst mit einer Kurzschwingengabel, später wieder mit Telegabel. Danach wurden die Modelle K-650, MT-9, MT-10, MT-11 und MT-16 produziert, alle mit OHV-Motoren und prinzipiell dem K-750-Fahrwerk.
1989 waren schon 2 Millionen Maschinen vom Band gelaufen. Zu Spitzenzeiten waren ca. 9.000 Menschen bei IMZ Ural beschäftigt.
Weitere Modelle: Dnepr-11, eine Straßenmaschine mit nicht angetriebenem Beiwagen Dnepr-16, eine Geländemaschine mit Beiwagenantrieb Dnepr-600, ein Motorradanhänger
Sonderlösungen: Dnepr-310, Fracht-Dreirad Dnepr-11M, Motorrad mit Lastenbeiwagen Dnepr-16M, Militärausführung der Dnepr-16 Dnepr-156M, Feuerwehrausführung mit verschiedenen Feuerlöschgeräten Dnepr-955, Verkehrspolizei-Ausführung mit Vollverkleidung Dnepr-303, ein Trike
Literatur Marc Roger Reichel: Typenatlas der Motorrad-Youngtimer. GeraMond Verlag, München 2013, ISBN 978-3-86245-728-1, Seite 124.
Weblinks
Homepage von KMS (englisch/russisch)
Kategorie:Ehemaliger Motorradhersteller (Ukraine)