Der Sender Eifel-Bärbelkreuz ist eine Sendeanlage des Westdeutschen Rundfunks (WDR) im Zitterwald, Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sein 1985 erbauter Sendeturm ist 167 m hoch.
Geographische Lage Der Sender Eifel-Bärbelkreuz liegt im Norden der Eifel im nördlichen Zitterwald. Innerhalb des Naturparks Hohes Venn-Eifel befindet er sich im Süden des Gemeindegebiets von Hellenthal; südlich schließt sich beim Hellenthaler Ortsteil Neuhaus die Gemeinde Dahlem an.
Der Turm der Sendeanlage steht 1,1 km westnordwestlich vom Gipfel des namensgebenden Berges Bärbelkreuz () und 410 m nördlich von jenem des Huppertsbergs (). Er befindet sich 320 m nördlich der in Neuhaus liegenden Abzweigung von der Landesstraße 110, von der eine Stichstraße vorbei am Turm nach Metzigeroder führt. Das Turmfundament befindet sich auf Höhe. Rund 20 m südöstlich des Turms liegt ein trigonometrischer Punkt auf Höhe. miniatur|links|hochkant|Hinweistafel am Sendeturm
Turmbeschreibung und Nutzung Der Sendeturm Eifel-Bärbelkreuz wurde 1985 aus Stahlbeton errichtet und strahlt sechs Hörfunkprogramme aus. Daneben wird von diesem Turm DAB-Digitalradio verbreitet. Zuvor benutzte der WDR den Sender Eifel mit, der sich in Rheinland-Pfalz befand und bereits die Programme des Südwestfunks ausstrahlte. Der Sendeturm schließt Versorgungslücken des WDR-Hörfunks in den umliegenden Eifeltälern. Das Programm WDR 3 wird per Ballempfang der Frequenz 95,1 MHz vom Sender Langenberg zugeführt. Daneben wird der Sendeturm auch von Mobilfunkanbietern mitgenutzt, die ihre Basisstationen im Umland per Richtfunk von hier aus anbinden.
Außerdem diente der Turm bis zum 13. November 2007 als Füllsender mit geringer Leistung für Das Erste. Eine Übertragung von DVB-T-Signalen ist nicht vorgesehen.
Analoger Hörfunk (UKW) Folgende Hörfunkprogramme werden vom Sender Eifel-Bärbelkreuz verbreitet:
Frequenz(MHz) Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP(kW) Antennendiagrammrund (ND)/gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V) 89,6 WDR 5 WDR_5___ D395 – 10 D (330–50°, 90–160°) H 96,3 WDR 3 WDR_3___ D393 – 10 D (280–70°, 120–160°) H 101,0 WDR 2 WDR_2_ACWDR_2___ D492 (regional),D392 Aachen 20 ND H 104,4 WDR 4 WDR_4___ D394 Aachen 20 ND H 105,5 1Live _1LIVE__ D391 – 20 D (350–320°) H 106,1Deutschlandfunk Kultur Dlf_Kult D220 – 20 D (360–150°) H Im Genfer Wellenplan von 1984 wurde dem Sender Eifel-Bärbelkreuz auch die UKW-Frequenz 106,9 MHz mit einer Sendeleistung von 20 kW zugeordnet. Ebenso wie für die Frequenz 106,1 MHz, fordert der Genfer Wellenplan auch für die Frequenz 106,9 MHz eine weitgehend vollständige Ausblendung der Sendeleistung in Richtung Belgien. Zur Umsetzung der geforderten Ausblendung wird die Frequenz 106,1 MHz nicht wie die anderen UKW-Frequenzen über die beiden Antennenfelder an der Turmspitze gesendet. Stattdessen wurde für die 106,1 nachträglich ein drittes Antennenfeld am Turmschaft unterhalb der Turmspitze angebracht, wobei der Turmschaft selbst zur Abschirmung in Richtung Belgien genutzt wird. Die Frequenz 106,9 MHz wurde zum Sender Schleiden-Broicher Höhe verlagert und wird dort mit auf 4 kW reduzierte Sendeleistung für den Lokalfunk für den Kreis Euskirchen verwendet.
Die UKW-Frequenzen 89,6 MHz und 96,3 MHz wurden bereits vor der Errichtung des Senders Eifel-Bärbelkreuz vom südlich benachbarten Sendemast Eifel des Südwestfunks auf dem Scharteberg bei Kirchweiler in Rheinland-Pfalz zur Versorgung der Westeifel mit den WDR-Programmen mit ausgestrahlt. Mit dem Neubau des Senders Eifel-Bärbelkreuz durch den WDR im Jahr 1985 wurden die 89,6 und 96,3 dorthin verlagert. Zusätzlich waren von 1985 bis 1986 die im Genfer Wellenplan für den Sender Nordhelle koordinierten Frequenzen 102,7 MHz und 103,8 MHz als Interimslösung provisorisch am Sender Bärbelkreuz mit jeweils 10 kW Sendeleistung in Betrieb. Diese Interimslösung erlaubte bereits ein Jahr vor der Umsetzung des Genfer Wellenplans die Ausstrahlung aller vier damaligen WDR-UKW-Programme in der Eifel direkt ab der Inbetriebnahme des Senders Eifel-Bärbelkreuz. Nach Umsetzung des Genfer Wellenplans durch den WDR im Jahr 1986, wurden die provisorischen Frequenzen 102,7 und 103,8 durch die regulären Genf 84-Frequenzen 101,0 MHz und 104,4 MHz ersetzt. Die Frequenz 105,5 MHz wurde in den 1990er-Jahren für die neue WDR 1-Kette aufgeschaltet.
Digitales Radio (DAB/DAB+) DAB beziehungsweise der Nachfolgestandard DAB+ wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. Am 29. August 2012 erfolgte der Wechsel von DAB-Kanal 12D auf DAB-Kanal 11D. Über diesen wird derzeit der Multiplex Radio für NRW mit den Programmen des WDR mit einer Leistung von 1 kW ERP übertragen.
Block Programme(Datendienste) ERP (kW) Antennen- diagrammrund (ND),gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V) Gleichwellennetz (SFN) 11D Radio für NRW(D__00236) 1 D V
Analoges Fernsehen (PAL) Vor der Umstellung auf DVB-T diente der Sendestandort weiterhin für analoges Fernsehen.
Kanal Frequenz (MHz) Programm ERP(kW) Sendediagrammrund (ND)/gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V) 54 735,25 Das Erste (WDR) 0,02 D V
Siehe auch Liste von Sendeanlagen in Nordrhein-Westfalen
Weblinks
Einzelnachweise Höhenlage des Turmfundaments (Höhe über NN 652 m) und Turmhöhe (167 m) laut Aufschrift der am Turm angebrachten Tafel
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