mini|179x179px|Schroeterwappen auf der Burg am Buchenwald in Trebnitz-Niederschlesien. Das Adelsgeschlecht von Schroeter ist eine briefadlige Familie, die ursprünglich aus der Region von Breslau stammt.Walter von Hueck et al.: Mit der gleichnamigen, bereits 1577 nobilitierten Adelsfamilie von Schröter sächsisch-thüringischer Herkunft besteht kein genealogischer Zusammenhang.

Geschichte mini|251x251px|Porträt Berta Elisabeth von Schroeter, von Ernst Resch, 1856, Nationalmuseum Breslau. Der frühste bekannte Vorfahr der Familie ist Heinrich Schroeter (1620–1680), ein Bürger und Kaufmann in Rawitsch. Im 17. Jahrhundert wurde Rawitsch ein Zufluchtsort für Protestanten und Andersgläubige aus Böhmen und Schlesien, die vor der Unterdrückung durch die Habsburger flohen.Vgl. John Cohn: Geschichte der jüdischen Gemeinde Rawitsch. Verlag Lamm, Berlin 1915. Digitalisat Späteren Söhnen der Familie gab man den Namen „Sigismund“ im Gedenken an einen Fürsten, der Protestanten in der Zeit geschützt habe. In Frage kommen der König von Polen Sigismund II. August und der Kurfürst von Brandenburg Johann Sigismund.

Ebenfalls bedeutend ist der protestantische Theologe und Gelehrte Sigismund Gottlieb Schroeter (1694–1760), Enkel von Heinrich Schroeter. Sigismund Gottlieb war Pastor in der Friedenskirche zu Jauer, einer der bedeutendsten Kirchen Schlesiens und heute Teil des UNESCO-Welterbes.Christian Friedrich Emanuel Fischer: Geschichte und Beschreibung der schlesischen Fürstentumshauptstadt Jauer. Jauer 1804. S. 182. Digitalisat Bis zu einem Einbruch im Jahr 1962 hing das Bild des „Archidiaconus Schröter“ 250 Jahre lang in der Sakristei der Friedenskirche.

Die erste adlige Linie bezieht sich auf Heinrich von Schroeter, der 18. Januar 1901 von Kaiser Wilhelm II. in den preußischen Adelsstand erhoben wurde. Die zweite Linie bezieht sich auf Paul von Schroeter, der am 11. Juni 1902 in den Adelsstand erhoben wurde, diese ist jedoch seit seinem Tod 1907 im Mannesstamm erloschen.Walter von Hueck et al.: Beide waren Söhne des Breslauer Patriziers Hermann Sigismund Schroeter (1824–1880), Herr auf Oswitz, Protsch und Weida, und Berta Elisabeth geb. Korn (1832–1914),Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1915. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1914, S. 857 f. Digitalisat Schwester von Heinrich von Korn und Enkelin von Friedrich August Karl von Kospoth.

Wappen Das Wappen lautet wie folgt:In: Internet Archive: Lorenz M. Rheude: Weller’s Archiv für Stamm- und Wappenkunde. Monatsschrift. Hrsg. Roland, Verein zur Förderung der Stamm-, Wappen- und Siegelkunde, 3. Jahrgang 1902–1903, Verlag Gebr. Vogt, Papiermühle b. Roda S.-A. 1903, S. 11 f. Digitalisat

Nämlich einen gespaltenen Schild, in dessen vorderer silbernen Hälfte ein aufgerichteter schwarzer Schröterkäfer, in dessen hinterer blauen Hälfte sieben aus grünem Boden wachsende goldene Kornähren. Auf dem Schilde ruht ein roth gefütterter, mit goldenen Bügeln und Einfassungen und anhangendem goldenen Kleinod geschmückter und mit einer adeligen Krone gekrönter offener stählerner Turnierhelm mit rechts schwarz-silbernen, links blau-goldenen Helmdecken, aus dessen Krone der Schröterkäfer hervorwächst.

Bekannte Familienangehörige Heinrich von Schroeter (1856–1945), preußischer Verwaltungsjurist, Landrat und Polizeipräsident Paul von Schroeter (1858–1907), preußischer Verwaltungsbeamter und Fideikommissbesitzer Günther von Schroeter (1888–1940), Oberregierungsrat und Landrat Hans-Erich von Schroeter (1891–1947), Generalmajor der Wehrmacht Hans-Ulrich von Schroeter (* 1967), Diplomat

Literatur v. Haken: Die von Schröter, In: Internet Archive: Lorenz M. Rheude: Weller’s Archiv für Stamm- und Wappenkunde. Monatsschrift. Hrsg. Roland, Verein zur Förderung der Stamm-, Wappen- und Siegelkunde, 3. Jahrgang 1902–1903, Verlag Gebr. Vogt, Papiermühle b. Roda S.-A. 1903, S. 11 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 700 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1915. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1914, S. 857 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1939. Einunddreißigster Jahrgang, Jahrgang Justus Perthes, Gotha 1938, S. 548–549. Siehe: FamilySearch. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1972. Band X, Band 52 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1972, S. 413 f.

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht