Hanbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Diespeck im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hanbach liegt in der Gemarkung Stübach.

Geografie Der Weiler liegt am Südufer des Ehebachs, eines linken Zuflusses der Aisch. 0,5 km südwestlich des Ortes erhebt sich der Diebacher Ranken im Waldgebiet Eggerte. Die Kreisstraße NEA 15 führt nach Stübach (0,3 km nördlich) bzw. nach Ehe (1 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neustadt an der Aisch (1,8 km südlich).

Geschichte Hanbach (= „Hagenbach“) war ursprünglich ein Ausbauort des Königshofs Riedfeld und erscheint urkundlich 1361 in einem Urbar mit zehn Abgabepflichtigen.Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 84 und 117.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Stübach mit Hanbach, das ursprünglich zur Pfarrei Riedfeld-Neustadt gehörte, nach 1490 für einige Zeit von den Franziskanern in Riedfeld versorgt und 1578 nach Stübach eingepfarrt worden war,Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 97 und 117. eine Realgemeinde. In Hanbach gab es acht Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neustadt an der Aisch. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Kastenamt Neustadt: 2 Huben, 3 Halbhuben, 1 Häckersgut, 1 Haus; Klosteramt Birkenfeld: 1 Gut).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 100.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hanbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Baudenbach zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Stübach anH. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 190 f. und verblieb dann zunächst politisch wie kirchlich bei der Gemeinde Stübach.M. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 117. Am 1. Juli 1972 wurde Hanbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Diespeck eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 71: zweigeschossiges Wohnstallhaus von 1852; Gurtgesims profiliert, Öffnungen im Erdgeschoss ausgewechselt; an der Südfassade „Erbaut von Andreas Distler im Jahre 1852“.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 59. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen; ursprüngliche, fortlaufende Hausnummerierung von Stübach. ehemalige Bierkelleranlage Steinkreuz

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 46 55 60 54 53 39 50 69 38 48 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 8 13 8 8 8 8 8 Quelle Dort als Hammbach aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Stübach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Diespeck) Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ort am Ehebach (Aisch)