Heinrich Elkamp (* 1812 in ItzehoeHermann Mendel: Musikalisches Conversations-Lexikon: Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Band 3. R. Oppenheim, Berlin 1873, S. 351 (). (nach anderen Angaben: 1810 in HamburgPierer’s Jahrbücher der Wissenschaften, Künste und Gewerbe: Ergänzungswerk zu sämmtlichen Auflagen des Universal-Lexikons. Band 3. Pierer, Altenburg 1873, S. 147 ()); † 1868 in Hamburg) war ein deutscher Komponist, Pianist, Musiklehrer und Musikkritiker.

Leben Elkamp studierte bei Johann Heinrich Clasing und Carl Friedrich Zelter. Er ließ sich in Hamburg nieder, wo er als Kompositionslehrer und Komponist wirkte. Seine Phantasie und Variationen op. 15 wurden 1836 von Robert Schumann in der Neuen Zeitschrift für Musik rezensiert,Neue Zeitschrift für Musik, 5, Nr. 17, 26. August 1836, S. 71–73, hier S. 72 (); abgedruckt in: Gesammelte Schriften über Musik und Musiker. Wiegand, Leipzig 1854, S. 47–55 (online bei Wikisource).Nicholas Marston: Schumann, Fantasie, Op. 17 (= Cambridge Music Handbooks). Cambridge University Press, Cambridge 1992, ISBN 0-521-39892-4, S. 74 f. (). allerdings ließ Schumann kaum ein gutes Haar an dem Werk, und bezeichnete sie als „eine Ruine, wenn man will, für die kein Kritiker eine Regel aufstellen kann“. Er komponierte ein Oratorium Paulus, das am 19. November 1835 in der Hauptkirche Sankt Michaelis sowie 1838 durch die Sing-Akademie zu BerlinAus Berlin. In: Neue Zeitschrift für Musik, Band 9, Nr. 50, 21. Dezember 1838, S. 200–201. aufgeführt wurdeAllgemeine musikalische Zeitung, 38. Jg., Nr. 2, 13. Januar 1836, S. 29–30. und 1836 als Klavierauszug im Druck erschien.Neue Zeitschrift für Musik, 5, Nr. 50, 20. Dezember 1836, S. 199 f. ()Allgemeine Musikalische Zeitung, Nr. 33, 16. August 1837, Sp. 533–541 ().Peter Schmitz: Ein rentables Geschäft? Zum Stellenwert von Oratorien in Verlagsprogrammen des 19. Jahrhunderts am Beispiel von Louis Spohr. In: Dominik Höink (Hrsg.): Die Oratorien Louis Spohrs: Kontext – Text – Musik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8471-0416-2, S. 131–152, hier S. 146 f. (). 1837 folgte das Oratorium Die heilige Zeit.Hamburger musikalische Zeitung, Nr. 10, 29. November 1837, S. 39 (). Elkamp schrieb ferner Musikkritiken in den Hamburger Nachrichten. Von 1842 bis 1851 lebte er in Sankt Petersburg, danach kehrte er nach Hamburg zurück.

Literatur Eduard Bernsdorf: Neues Universal-Lexikon der Tonkunst: für Künstler, Kunstfreunde und alle Gebildeten. Erster Nachtrag. André, Offenbach 1865, S. 147 (). François Joseph Fétis: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. 2. Auflage. Band 3. Firmin Didot, Paris 1862, S. 126 (). Hermann Mendel: Musikalisches Conversations-Lexikon: Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Band 3. R. Oppenheim, Berlin 1873, S. 351 (). Robert Musiol (Hrsg.): Julius Schuberth's Musikalisches Conversations-Lexicon. 10. Auflage. Julius Schuberth, Leipzig 1877, S. 124 (). Elkamp (Enrique). In: Enciclopedia universal ilustrada europeo-americana. Band 19 (Ech – Enre). Espasa, Barcelona o. J. , , S. 791.

Weblinks

H. Elkamp bei The LiederNet Archive

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1812 Kategorie:Gestorben 1868 Kategorie:Mann