mini|250px|Wald mit Walder Weiher mini|Wald (Allgäu) von Süden Wald ist eine Gemeinde im Landkreis Ostallgäu in Bayerisch-Schwaben. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.
Geografie Wald liegt in der Region Allgäu und ist ein staatlich anerkannter Erholungsort in einer Höhenlage zwischen 755 (Wertach) und (südlich von Geigers).
Die Gemeinde hat 21 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der Ortsteil Barnstein wird bereits 1059 urkundlich erwähnt. Wald selbst wurde im Jahr 1404 noch als Wittisried (Rodung des Witt oder Wittirich) bezeichnet, die Bezeichnung Wald wurde von der im später üblichen Ortsbezeichnung zu den Newen Kirchen in dem Wald abgeleitet. Die ortsansässigen Ritter zu Kemnat verkauften 1493 ihre Gerichtsbarkeit an das Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
21. Jahrhundert Die 1397 erstmals urkundlich erwähnte katholische Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde bei einem durch Blitzschlag ausgelösten BrandKirchturmbrand in Wald: Ursache eindeutig Blitzschlag auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 19. April 2012. am 5. Januar 2012 erheblich beschädigt.zeit.de: Kirche im Allgäu in Flammen: Turmspitze bricht ab, vom 5. Januar 2012.Brand der Kirche in Wald auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 9. Januar 2012.Brand der Kirche in Wald (YouTube). Turm und Kirche wurden in den folgenden Jahren grundlegend renoviert. Zugleich wurde in den letzten Jahren die gesamte Infrastruktur des Dorfes modernisiert.
2017 siegte Wald beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden in Bayerisch-Schwaben.Wald – das schönste Dorf in Schwaben. In: Allgäuer Zeitung, 4. Juli 2017, Nr. 151, S. 27.Spieglein, Spieglein an der Wand. Wald im Ostallgäu ist das schönste Dorf im Schwabenland In: Augsburger Zeitung, 5. Juli 2017, Nr. 152, S. 20.
2021 wandte sich die Walder Bevölkerung erfolgreich gegen den Bau eines Pyrolagers beim Weiler Kaufmanns.Wir wollen diesen Bunker nicht. In: Allgäuer Zeitung, 17. November 2021, Nr. 266. Explosiver Streit. Im Allgäu wehrt sich ein Dorf gegen den Bau eines Pyrotechniklagers - Der Konflikt berührt auch die Debatte über Sinn und Unsinn von Feuerwerken. In: Schwäbische Zeitung, 10. Dezember 2021, S. 3
Einwohnerentwicklung Die Einwohnerzahl von Wald stieg zwischen 1988 und 2008 um 107 Personen bzw. um ca. 11 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 938 auf 1140 um 202 Einwohner bzw. um 21,5 %.
Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2017 2018 Einwohner 857 946 967 974 994 1031 1056 1166 1129 1140 Jahr 2019 Einwohner 1156
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Thomas Vogler. Er wurde am 8. Mai mit 95 % der Stimmen in das Amt gewählt. Das Amt hatten vorher inne: Johanna Purschke, Josef Ampßler, Max Hartmann, Ludwig Hummel.
Gemeinderat Für die Wahl am 8. März 2026 lag nur der Wahlvorschlag der Allgemeinen Wählergruppe Wald mit 16 Bewerbern vor. Die 12 Bewerber dieser Wählergruppe mit den höchsten Stimmenzahlen bilden für Mai 2026 bis April 2032 zusammen mit dem Ersten Bürgermeister den Gemeinderat.
Wappen
Sehenswertes und Baudenkmäler
Sehenswert ist die Kirche St. Nikolaus in Wald: Deckengemälde von Joseph Keller (1740–1823) aus der Barockmaler-Keller-Dynastie Pfronten, Figuren des „Meisters von Wald“ von ca. 1500, Figuren aus der Werkstatt des Barockbildhauers Anton Sturm (1690–1757) aus Füssen. mini|Kirche St. Nikolaus – Deckengemälde Baugeschichte: 1397 erste Erwähnung „zu der Newen Kirchen in dem Wald“. 1426 Die „Neue Kirche im Wald“ wird Pfarrei. 1493 Der Turm wird in seiner heutigen Form errichtet. 1696 Die mittelalterliche Kirche wird vergrößert und barockisiert. 1781/82 Die Kirche wird nochmals erweitert. Das Langhaus erhält seine typische Fenstergestaltung: Drei fünf Meter hohe dreipassförmig geschlossene Fenster, eine ausgesprochene Besonderheit in der Umgebung, und ein kleines Vierpassfenster. 1790 Der mittelalterliche Turm wird repariert. 2012 Ein Blitz zerstört Kirchturm und Sakristei. 2012–2014 Wiederaufbau und Renovierung. WalderWanderWege, Teil der Wandertrilogie Allgäu Walder Wertach-Wander-Weg Naturpfad Walder-Weiher-Weg Wanderweg „Bodenloser Weiher“ – Seeleitenweg mit Toteis-Seen – Kippachtal – Klosterhof Wasserfall im Wertachtal und Fußgänger-Hängebrücke Schaukäserei Dorfmuseum Waldhalla (Veranstaltungen, Theater)
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Wald wird teils durch Landwirtschaft (Milchviehbetriebe, Dauergrünland), durch mittelständische Handwerksbetriebe und den Tourismus geprägt. Wasserversorgung Die Gemeinde Wald wird überwiegend durch den Wasserbeschaffungsverband Wald über den Brunnen Wald beim Ortsteil Kaufmanns versorgt. Das Wasserschutzgebiet umfasst ca. 39 ha. Die Wassergemeinschaft Klosterhof versorgt die Ortsteile Klosterhof, Geigers, Kaltenbrunn, Neupolz und Gemmels im Südwesten des Gemeindegebiets. Bildung Kindergarten und Kita im denkmalgeschützten ehemaligen Pfarrhaus. Grundschule: Wald im Grundschulverband Wald/Leuterschach.
Weblinks
Gemeinde Wald (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)