mini|Westendorf von Südosten mini|Südlicher Ortseingang von Westendorf mini|Rathaus in Westendorf mini|Antoniuskapelle bei Dösingen Westendorf ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.
Geografie Die aus den Orten Dösingen und Westendorf bestehende Gemeinde Westendorf liegt am Rand des Allgäus, rund elf Kilometer östlich von Kaufbeuren, im nördlichen Teil des Landkreises Ostallgäu.
Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Dösingen (Pfarrdorf) Hart (Einöde) Westendorf (Pfarrdorf)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die Gründung des Orts wird etwa ins 8. Jahrhundert datiert. Als die Pfarrkirche St. Michael 1849/50 durch einen Neubau ersetzt wurde, fand man Fragmente eines bronzenen, vergoldeten Sporenpaars (1. Hälfte 8. Jh.), die wahrscheinlich aus dem Grab des adeligen Kirchenstifters stammen, sowie Reste karolingischer Chorschranken aus Kalkstein mit Flechtwerkornamentik (um 825–875).Von der älteren Forschung wurden diese Fragmente etwa ein halbes Jahrhundert früher datiert: um 800. – Beim Anbau einer Sakristei an die Kirche 1981 wurden Gräber gefunden, die wohl aus karolingisch-ottonischer Zeit stammen.
Westendorf gehörte ab 1571 zur Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zum Kurfürstentum Bayern. Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde durch das Gemeindeedikt im Königreich Bayern gegründet.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Dösingen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 946 1038 1389 1496 1640 1774 1857 1816 1853 1846 Westendorf wuchs von 1988 bis 2008 um 387 Einwohner bzw. ca. 27 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1425 auf 1816 um 391 Einwohner bzw. um 27,4 %.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Fritz Obermaier (Vereinigte Wählergruppe Westendorf/Überparteiliche Wählergruppe).
Gemeinderat Die Gemeinderatswahl 2020 erbrachte folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:
Vereinigte Wählergruppe Westendorf: 58,23 % (7 Sitze) Überparteiliche Wählervereinigung Dösingen: 41,77 % (5 Sitze)
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik im Bereich Handel und Verkehr 61 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 319 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 790. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 20 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 642 ha, davon waren 420 ha Dauergrünfläche.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): eine Kindertageseinrichtung mit 67 Plätzen und 64 betreuten Kindern, darunter 11 unter 3 Jahren eine Volksschule mit 15 Lehrkräften, 12 Klassen und 282 Schülerinnen und Schülern
Sport Der TSV Westendorf ist durch seine erfolgreichen Ringer überregional bekannt.
Söhne und Töchter Chrysostomus Blasius Schmid (1883–1962), Missionsbenediktiner, 2. Erzabt von St. Ottilien 1930–1957
Weblinks
Gemeinde Westendorf (PDF; 1,1 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)