mini|Stöttwang von Südwesten Stöttwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Die Gemeinde ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf.

Geographie Die Gemeinde liegt sieben Kilometer östlich von Kaufbeuren am Westhang des Osterzeller Rückens der Iller-Lech-Schotterplatten in einer Höhenlage zwischen 696 (Gennach) und (Spitalwald).

Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Gennachhausen (Dorf) Linden (Kirchdorf) Reichenbach (Kirchdorf) Stöttwang (Pfarrdorf) Thalhofen an der Gennach (Dorf)

Gennachhausen, Linden und Thalhofen liegen am Fluss Gennach.

Prägend für das Ortsbild ist die Rokokokirche St. Gordian und Epimachus im Gemeindeteil Stöttwang.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Stöttwang gehörte zur Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Am 1. April 1971 kam es im Zuge der Gebietsreform zur freiwilligen Zusammenlegung mit den früheren Gemeinden Linden, Thalhofen an der Gennach und Reichenbach zur neuen Gemeinde Stöttwang. Im Jahr 1978 wurde diese der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf zugeordnet.

Einwohnerentwicklung Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 625 805 789 1203 967 995 1350 1422 1604 1791 1867 1817 1782 1887

Stöttwang wuchs von 1988 bis 2008 um 460 Einwohner bzw. um ca. 34 %, einer der Spitzenwerte im Landkreis Ostallgäu. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1339 auf 1835 um 496 Einwohner bzw. um 37 %.

Politik Gemeinderat Zur Gemeinderatswahl 2020 trat ausschließlich die Freie Wählervereinigung Stöttwang an, die bei einer Wahlbeteiligung von 64,12 % alle Sitze erhielt.

Bürgermeister Bürgermeister ist seit Mai 2014 Christian Schlegel (Freie Wählervereinigung).

Wappen

Baudenkmäler

Katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus Pfarrhaus

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 60 und im Bereich Handel und Verkehr 40 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 61 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 843. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 31 50 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1283 ha, davon waren 1110 ha Dauergrünfläche.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2022): Eine Kindertageseinrichtung: 105 genehmigte Betreuungsplätze, 92 betreute Kinder

Wasserversorgung Stöttwang wird durch den Zweckverband für die Wasserversorgung der Gennach-Hühnerbach-Gruppe versorgt, dem weitere sieben Nachbargemeinden angehören. Im westlichen Gemeindegebiet liegt die Wasserversorgungsanlage Hochreute mit drei Brunnen, denen ca. 1,4 Mio. m³ Grundwasser pro Jahr entnommen werden dürfen (wasserrechtliche Bewilligung vom 10. Januar 2005, befristet bis 31. Dezember 2034). Es besteht ein Wasserschutzgebiet seit Mitte der 1970er Jahre, das 2011 dem Stand der Technik und der Bedarfsprognose bis 2040 angepasst wurde.

Bilder

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)