Die 21. Eishockey-Weltmeisterschaften der U18-Junioren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2019 in der Altersklasse der Unter-Achtzehnjährigen (U18). Insgesamt nahmen zwischen dem 25. März und 28. April 2019 44 Nationalmannschaften an den sieben Turnieren der Top-Division sowie der Divisionen I bis III teil.

Der Weltmeister wurde zum ersten Mal überhaupt die schwedische Mannschaft, die den Heimvorteil nutzte und Russland im Finale mit 4:3 in der Verlängerung bezwingen konnte. Nach insgesamt neun Medaillen war es die erste Goldmedaille bei der 21. Austragung der U18-Weltmeisterschaft. Den dritten Rang belegte die Auswahl der Vereinigten Staaten, die sich mit 5:2 gegen Kanada durchsetzte. Der deutschen Mannschaft gelang durch den Turniergewinn in der Gruppe A der Division I nach vier Jahren die Rückkehr in die Top-Division. Das Schweizer Team beendete das Turnier – wie bereits im Vorjahr – auf dem neunten Rang, nachdem es sich in der Abstiegsrunde gegenüber der Slowakei hatte behaupten können. Österreich erreichte in der Gruppe B der Division I zum wiederholten Mal den zweiten Rang und verpasste damit den erneuten Wiederaufstieg in die A-Gruppe.

+ Übersicht U18-Junioren-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division ÖrnsköldsvikUmeå 18. April 2019 – 28. April 2019 10 36.485 31 1.176 Division I A Grenoble 14. April 2019 – 20. April 2019 6 9.073 15 604 Division I B Székesfehérvár 14. April 2019 – 20. April 2019 6 7.395 15 493 Division II A Elektrėnai 7. April 2019 – 13. April 2019 6 17.351 15 1.156 Division II B Belgrad 25. März 2019 – 31. März 2019 6 4.274 15 284 Division III A Sofia 25. März 2019 – 31. März 2019 6 6.206 15 413 Division III B Kapstadt 9. April 2019 – 12. April 2019 4 740 6 123

Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume Top-Division: 18. bis 28. April 2019 in Örnsköldsvik und Umeå, Schweden Teilnehmer: Belarus, Finnland (Titelverteidiger), Kanada, Lettland (Aufsteiger), Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, , USA

Division I Gruppe A: 14. bis 20. April 2019 in Grenoble, Frankreich Teilnehmer: Dänemark, Deutschland, Frankreich (Absteiger), Kasachstan, Norwegen, Ukraine (Aufsteiger) Gruppe B: 14. bis 20. April 2019 in Székesfehérvár, Ungarn Teilnehmer: Großbritannien (Aufsteiger), Italien, Japan, Österreich, Slowenien (Absteiger), Ungarn

Division II Gruppe A: 7. bis 13. April 2019 in Elektrėnai, Litauen Teilnehmer: Estland, Litauen, Polen, Rumänien (Absteiger), Spanien (Aufsteiger), Südkorea Gruppe B: 25. bis 31. März 2019 in Belgrad, Serbien Teilnehmer: Australien (Absteiger), Belgien (Aufsteiger), Volksrepublik China, Kroatien, Niederlande, Serbien

Division III: Gruppe A: 25. bis 31. März 2019 in Sofia, Bulgarien Teilnehmer: Bulgarien, Island (Absteiger), Israel, Mexiko, Neuseeland (Aufsteiger), Türkei Gruppe B: 9. bis 12. April 2019 in Kapstadt, Südafrika Teilnehmer: Republik China (Taiwan) (Absteiger), Hongkong, Luxemburg (erste Teilnahme seit 2000), Südafrika

Top-Division WM 2019 der U18-Junioren Anzahl Nationen 10 Weltmeister Schweden Silber Russland Bronze USA Absteiger Slowakei  Austragungsort(e) Örnsköldsvik & Umeå, Schweden Eröffnung 18. April 2019 Endspiel 28. April 2019 Zuschauer 36.485 (1.176 pro Spiel) Tore 233 (7,52 pro Spiel)  Bester Torhüter Jaroslaw Askarow Bester Verteidiger Philip Broberg Bester Stürmer Cole Caufield Wertvollster Spieler Cole Caufield Topscorer Jack Hughes (20 Punkte)

Die U18-Weltmeisterschaft wurde vom 18. bis zum 28. April 2019 in den schwedischen Städten Örnsköldsvik und Umeå ausgetragen. Gespielt wurde im Fjällräven Center (7.600 Plätze) in Örnsköldsvik sowie in der A3 Arena in Umeå mit 5.400 Plätzen. Insgesamt besuchten 36.485 Zuschauer die 31 Turnierspiele, was einem Schnitt von 1.176 pro Partie entspricht.

Am Turnier nahmen zehn Nationalmannschaften teil, die in zwei Gruppen zu je fünf Teams spielten. Dabei setzten sich die beiden Gruppen nach den Platzierungen der Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft 2018 nach folgendem Schlüssel zusammen:

Gruppe A Gruppe B Finnland (1) USA (2) Tschechien (4) Schweden (3) Kanada (5) Russland (6) Belarus (8) Slowakei (7) Schweiz (9) Lettland (11)

Der Weltmeister wurde zum ersten Mal überhaupt die schwedische Mannschaft, die den Heimvorteil nutzte und Russland im Finale mit 4:3 in der Verlängerung bezwingen konnte. Nach insgesamt neun Medaillen war es die erste Goldmedaille bei der 21. Austragung der U18-Weltmeisterschaft. Den dritten Rang belegte die Auswahl der Vereinigten Staaten, die sich mit 5:2 gegen Kanada durchsetzte.

Modus Bereits für die Weltmeisterschaft 2013 wurde ein neuer Spielmodus beschlossen. Nach den Gruppenspielen der Vorrunde qualifizieren sich die vier Gruppenbesten für das Viertelfinale. Die beiden Fünften der Gruppenspiele bestreiten die Abstiegsrunde im Modus „Best-of-Three“ und ermitteln dabei einen Absteiger in die Division IA. Die Platzierungsspiele um Platz sieben und fünf entfallen weiterhin.

Austragungsorte Örnsköldsvik Umeå Fjällräven Center Kapazität: 7.600 A3 Arena Kapazität: 5.400 mini|x175px| mini|x175px|

Vorrunde Gruppe A

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Kanada 4 4 0 0 0 29:10 12 2. Belarus 4 2 0 1 1 13:22 7 3. Tschechien 4 2 0 0 2 17:14 6 4. Finnland 4 1 0 0 3 20:13 3 5. Schweiz 4 0 1 0 3 11:31 2 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Gruppe B

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. USA 4 4 0 0 0 31:10 12 2. Schweden 4 3 0 0 1 14:9 9 3. Russland 4 2 0 0 2 14:13 6 4. Lettland 4 1 0 0 3 6:17 3 5. Slowakei 4 0 0 0 4 9:25 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Abstiegsrunde Die Relegationsrunde wird im Modus „Best-of-Three“ ausgetragen. Hierbei treffen der Fünftplatzierte der Gruppe A und der Fünfte der Gruppe B aufeinander. Die Mannschaft, die von maximal drei Spielen zuerst zwei für sich entscheiden kann, verbleibt in der WM-Gruppe, der Verlierer steigt in die Division IA ab.

Finalrunde

Viertelfinale

Halbfinale

Spiel um Platz 3

Finale

Statistik Beste Scorer Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, +/− = Plus/Minus, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp T V Pkt +/− SM Jack Hughes USA 7 9 11 20 +10 8 Cole Caufield USA 7 14 4 18 +12 4 Matthew Boldy USA 7 3 9 12 +6 0 Cam York USA 7 4 7 11 +13 0 Peyton Krebs Kanada 7 6 4 10 +9 4 Alex Newhook Kanada 7 5 5 10 +6 0 Rodion Amirow Russland 7 6 3 9 +4 2 Dylan Cozens Kanada 7 4 5 9 +8 4 Alex Turcotte USA 7 4 5 9 +4 4 Karl Henriksson Schweden 7 2 7 9 +1 2

Beste Torhüter Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), GT = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp Min GT SO Sv% GTS Spencer Knight USA 6 357:33 9 1 93,62 1,51 Nolan Maier Kanada 3 180:00 8 0 92,59 2,67 Lukáš Pařík Tschechien 5 220:32 13 0 92,35 3,54 Hugo Alnefelt Schweden 5 305:44 14 1 92,13 2,75 Artūrs Šilovs Lettland 5 271:24 15 1 91,76 3,32

Abschlussplatzierungen Pl. Team 1 Schweden 2 Russland 3 USA 4 Kanada 5 Belarus 6 Tschechien 7 Finnland 8 Lettland 9 Schweiz 10 Slowakei

Titel, Auf- und Abstieg WeltmeisterSchweden Hugo Alnefelt, Isac Andersson, Oscar Bjerselius, Tobias Björnfot, Philip Broberg, Alex Brännstam, Calle Clang, Arvid Costmar, Albin Grewe, Ludvig Hedström, Karl Henriksson, Simon Holmström, Alexander Holtz, Albert Johansson, Oscar Lawner, Albert Lyckåsen, Zion Nybeck, Lucas Raymond, Albin Sundsvik, Elmer Söderblom, Victor Söderström, Max Wahlgren, Jesper WallstedtTrainer: Magnus Hävelid

SilberRussland Rodion Amirow, Jaroslaw Askarow, Jegor Brysgalow, Nikolai Burenow, Marat Chusnutdinow, Ilja Gorbunow, Arseni Grizjuk, Maxim Groschew, Danil Guschtschin, Alexander Kirpitschnikow, Jaroslaw Lichatschow, Tachir Mingatschow, Schakir Muchamadullin, Ilja Nikolajew, Wassili Podkolsin, Iwan Rogow, Dmitri Scheschin, Nikita Sedow, Wsewolod Skotnikow, Jegor Spiridonow, Jegor Tschinachow, Semjon Tschistjakow, Nikita WaschtschenkoTrainer: Wladimir Filatow

BronzeUSA John Beecher, Matty Beniers, Matthew Boldy, Bobby Brink, Cole Caufield, Judd Caulfield, Sean Farrell, Domenick Fensore, Michael Gildon, Drew Helleson, Jack Hughes, Spencer Knight, Owen Lindmark, Case McCarthy, Patrick Moynihan, Cameron Rowe, Henry Thrun, Alex Turcotte, Alex Vlasic, Marshall Warren, Cam York, Trevor ZegrasTrainer: John Wroblewski

Absteiger in die Division IA: Slowakei Aufsteiger in die Top-Division: Deutschland

Auszeichnungen Spielertrophäen Auszeichnung Spieler Team Wertvollster Spieler Cole Caufield USA Bester Torhüter Jaroslaw Askarow Russland Bester Verteidiger Philip Broberg Schweden Bester Stürmer Cole Caufield USA

All-Star-Team Angriff: Rodion Amirow – Jack Hughes – Cole Caufield Verteidigung: Cam York – Philip Broberg Tor: Jaroslaw Askarow

Division I Gruppe A in Grenoble, Frankreich WM 2019 der U18-Junioren der Division I, Gruppe A Anzahl Nationen 6 Aufsteiger Deutschland Absteiger Ukraine  Austragungsort(e) Grenoble, Frankreich Eröffnung 14. April 2019 Schlusstag 20. April 2019 Zuschauer 9.073 (604 pro Spiel) Tore 110 (7,33 pro Spiel)  Bester Torhüter Frederik Dichow Bester Verteidiger Madi Dichanbek Bester Stürmer Tim Stützle Topscorer Dias Gusseinow Nino Kinder (je 9 Punkte)

Das Turnier der Gruppe A wurde vom 14. bis 20. April 2019 im französischen Wintersportort Grenoble ausgetragen. Die Spiele fanden in der 3.496 Zuschauer fassenden Patinoire Polesud statt. Insgesamt besuchten 9.073 Zuschauer die 15 Turnierspiele, was einem Schnitt von 604 pro Partie entspricht.

Nach vier Jahren in der Division I gelang Deutschland mit fünf Siegen aus ebenso vielen Spielen und einem Torverhältnis von 38:12 die Rückkehr in die Top-Division. Die Deutschen gewannen dabei auch gegen die ärgsten Verfolger –  Kasachstan und Dänemark – mit drei Toren Differenz. Der Vorjahresabsteiger und Gastgeber Frankreich konnte den Abstieg in die Gruppe B der Division I durch einen knappen Sieg über den Vorjahresaufsteiger Ukraine, der umgehend wieder abstieg, nur knapp abwenden. Beide Teams waren bereits am ersten Turniertag aufeinander getroffen und hatten danach beide die folgenden vier Spiele allesamt verloren.

Austragungsort Grenoble, Frankreich Spielstätte Patinoire Polesud Kapazität: 3.496 mini|zentriert|200px|Außenansicht der Patinoire Polesud

Beste Scorer Spieler Sp T V Pkt +/− SM Dias Gusseinow 5 3 6 9 +10 2 Nino Kinder 5 3 6 9 +3 0 Tim Stützle 5 2 7 9 +2 12 Filip Varejcka 5 6 2 8 +2 0 John-Jason Peterka 5 2 6 8 +8 0 Beste Torhüter Spieler Sp Min GT SO GTS Sv% Roman Kalmykow 5 258:26 7 0 1,63 92,86 Frederik Dichow 5 303:57 12 0 2,37 92,16 Tobias Ančička 4 240:00 9 0 2,25 89,53

Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Deutschland 5 5 0 0 0 38:12 15 2. Kasachstan 5 3 1 0 1 23:12 11 3. Dänemark 5 3 0 1 1 17:14 10 4. Norwegen 5 2 0 0 3 13:17 6 5. Frankreich 5 0 1 0 4 12:25 2 6. Ukraine 5 0 0 1 4 7:30 1 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,

Division-IA-Siegermannschaft: Deutschland Division-IA-AufsteigerDeutschland Manuel Alberg, Tobias Ančička, Jakub Borzęcki, Florian Elias, Lucas Flade, Maximilian Glötzl, Simon Gnyp, Niklas Heyer, Nino Kinder, Fabjon Kuqi, Elias Lindner, Jan Nijenhuis, John-Jason Peterka, Moritz Raab, Steven Raabe, Lukas Reichel, Jan-Luca Schumacher, Tim Stützle, Maksymilian Szuber, Arno Tiefensee, Filip Varejcka, Justin VolekTrainer: Frank Fischöder

Gruppe B in Székesfehérvár, Ungarn