Weinitzen ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) nördlich von Graz in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung.
Geografie
Weinitzen liegt direkt nördlich der Landeshauptstadt Graz im Grazer Bergland. Durch die Gemeinde fließt der Schöcklbach, ein linker Nebenfluss der Mur. Der Schöckl selbst befindet sich aber nicht im Gemeindegebiet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Fölling () Niederschöckl () samt Am Waldgrund, Bleihütten, Haidegg, Höf, Nadisch und Sankt Josef Oberschöckl () samt Mölten und Weinberg Weinitzen () samt Einödgraben
Die Gemeinde besteht aus den drei Katastralgemeinden Fölling, Niederschöckl und Weinitzen.
Nachbargemeinden
Geschichte Die Gemeinde in ihrer heutigen Form besteht seit 1938, als Teile der Gemeinde nach Graz eingemeindet worden sind.
Ortsname Im Jahre 1572 wird ein Forstwald in der Nähe der Sankt-Ulrich-Kirche als „in den Weinitzen“ erwähnt. Hierauf geht der Name der späteren Ortsgemeinde zurück. Der Name geht auf slowenisch vinica (Weingarten) zurück. Im Osten gibt es die Flur Weinberg, wo noch bis ins 19. Jh. Weinbau betrieben wurde.
1754 wurde die erste Volkszählung durchgeführt.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Filialkirche St. Josef im Walde mini|Wetterturm Niederschöckl Die Hügelgräber im Ortsteil Niederschöckl zeugen von norisch-römischer Besiedlung im heutigen Gemeindegebiet. Katholische Filialkirche St. Josef im Walde: Die Kirche St. Josef im Walde ist der Nachfolgebau eines Schulmesskirchleins aus dem Jahr 1931. Der Neubau wurde 1974 von Bischof Johann Weber geweiht. Die Filialkirche untersteht dem Pfarramt Graz-Mariatrost. Der Wetterturm im Ortsteil Niederschöckl ist der mittlere zwischen dem ebenfalls gemauerten Wetterturm Rinnegg (Gemeinde Sankt Radegund) und dem hölzernen auf dem Schaftalberg (Gemeinde Kainbach bei Graz). In beinahe gleichen Abständen voneinander stehen sie in einer fast geraden Linie. Im Querbalken des Kreuzes auf dem Zeltdach des 15 m hohen Wetterturms eingravierte Jahreszahl 1824 ist sein Baujahr. Im Jahre 1981 wurde der Wetterturm renoviert. Heute kündigen die Glocken des Turms freudige Ereignisse wie Geburten oder Hochzeiten an. Im Gemeindegebiet befindet sich ein Pestkreuz.
Wirtschaft und Infrastruktur Die Abwässer der Gemeinde werden in der Kläranlage der Stadt Graz in Gössendorf gereinigt und anschließend der Mur zugeführt.Holding Graz zitiert in: Josef Riegler: Chronik der Marktgemeinde Gössendorf. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Marktgemeinde Gössendorf 2017, S. 163–165.
Ansässige Unternehmen Schmidt Harmonika-Erzeugung GmbH Eisenbergerhof – Begegnung und Gesundheit Schöcklland Erde Handels GmbH
Verkehr Weinitzen liegt an der Landesstraße von Graz nach Sankt Radegund bei Graz im Naherholungsgebiet des Schöckls. Die Pyhrn Autobahn A 9 ist circa zehn Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Gratkorn (173) zu erreichen. Die Weizer Straße B 72 von Graz nach Weiz ist etwa vier Kilometer entfernt. In Weinitzen befindet sich kein Bahnhof. Der Hauptbahnhof Graz ist circa zehn Kilometer entfernt. Die Entfernung zum Flughafen Graz beträgt ca. 20 km. Durch die Gemeinde verläuft mit dem Steirischen Mariazellerweg auch ein österreichischer Weitwanderweg.
Bildung Kindergrippe Weinitzen Kindergarten Weinitzen Volksschule Weinitzen-Niederschöckl Musikschule – Steirische Harmonika (Schmidt)
Vereine
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 FPÖ, 5 ÖVP, 2 SPÖ und 1 Wir für Weinitzen. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 Liste Tüchler, 3 ÖVP, 2 SPÖ und 2 Wir für Weinitzen. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 Liste Tüchler, 3 ÖVP, 3 SPÖ und 2 Wir für Weinitzen. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 ÖVP, 5 Liste Tüchler, 2 Wir für Weinitzen, 1 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 Wir für Weinitzen, 1 Grüne, 1 SPÖ und 1 FPÖ.
Bürgermeister
bis 2015 Hans Werner Tüchler (FPÖ, ab 2005 Liste Tüchler) seit 2015 Josef Neuhold (ÖVP)
Wappen 80px|links Mit Wirkung vom 1. September 1979 erhielt Weinitzen das Recht, ein eigenes Wappen zu führen.
Blasonierung: „Im silbernen Schild eine dreifache widerhakenlose rote Angel, aus deren rechts gekrümmten Haken abgeledigt je ein gestieltes auswärts gekehrtes rotes Weinblatt wächst.“Gemeinde Weinitzen: (abgerufen am 21. April 2015) Das Wappen wurde von Heinrich Purkarthofer, Oberarchivrat Steiermärkischen Landesarchiv in Graz entworfen.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger der Gemeinde 1965: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann der Steiermark 1948–1971Südost-Tagespost. 30. März 1965, S. 6. 1990: Alfred Seebacher-Mesaritsch (1925–1998), Schriftsteller und LokalhistorikerObersteirische Nachrichten. Nr. 37, 14. September 1990, S. 15. 2007: Franz Gollenz († 2021), Obmann des Musikvereines Weinitzen 1979–1997Kleine Zeitung. 6. März 2021, S. 66. 2007: Konstantia Meinhart († 2019), Gastwirtin
Personen mit Bezug zur Gemeinde Waltraud Klasnic (* 1945), österreichische Politikerin (ÖVP) und von 1996 bis 2005 Landeshauptmann der Steiermark, begann ihre politische Karriere in Weinitzen Florian Neuhold (* 1993), Fußballprofi Franz Schmidt, österreichischer Musikinstrumentenbauer und Musiker, lebt in Weinitzen Jacob Zurl (* 1988), Extremsportler und Langstreckenradfahrer, lebt in Weinitzen und fuhr 2012 im Ort einen 48-Stunden-Höhenmeter-Weltrekord
Literatur Alfred Seebacher-Mesaritsch: Weinitzen – Heimat im Schöcklbergland. Edition Strahalm.
Weblinks
Webpräsenz der Gemeinde Weinitzen
Einzelnachweise
Kategorie:Grazer Bergland