mini|hochkant=1.3|Giulietta Masina, 1966 rahmenlos|klasse=skin-invert-image notpageimage Giulietta Masina, eigentlich Giulia Anna Masina (* 22. Februar 1921 in San Giorgio di Piano, Bologna; † 23. März 1994 in Rom), war eine italienische Schauspielerin. Zu ihren berühmtesten Rollen gehört diejenige der Gelsomina im Film La Strada – Das Lied der Straße ihres Ehemanns Federico Fellini.
Leben Die Tochter eines Lehrers studierte an der Universität La Sapienza in Rom Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie und wurde dort zum Dr. phil. promoviert. Bereits während des Studiums trat sie mit einer studentischen Theatergruppe auf und lernte dabei den Autor und Regisseur Federico Fellini kennen. Im Jahr 1943 heirateten die beiden. Ihr einziges Kind, Pierfederico Fellini, das am 22. März 1945 zur Welt kam, starb bereits elf Tage später. mini|hochkant|links|Gedenktafel für Giulietta Masina und Federico Fellini an der Via Margutta in Rom, wo sie lebten. Nach der Heirat verlagerte Masina ihren Schaffensbereich ganz auf die Schauspielerei, zunächst auf der Bühne, danach zunehmend auch beim Film. Dabei verstand sie es, tragische Charakterrollen ebenso zu verkörpern wie clowneske naive. mini|Giulietta Masina mit dem Oscar für Die Nächte der Cabiria zwischen Fred Astaire und Dana Wynter, 1958 mini|Giulietta Masina und Federico Fellini, 1960 Ihre größten Erfolge als Schauspielerin feierte sie mit Rollen in Filmen ihres Ehemanns, so als Gelsomina in La Strada – Das Lied der Straße, in Die Nächte der Cabiria, Julia und die Geister oder neben Marcello Mastroianni als alternde Tänzerin nach dem Vorbild von Ginger Rogers in Ginger und Fred. Für ihre Darstellungen wurde sie mehrfach preisgekrönt, etwa mit dem David di Donatello oder dem Darstellerpreis von Cannes. In einer ungewöhnlichen Rolle sah man sie 1985 in einem tschechoslowakisch-deutschen Märchenfilm, in dem sie Frau Holle verkörperte. Als Rollenangebote, die nicht mehr ihrem Anspruch genügten, ausblieben, arbeitete sie vorwiegend als Autorin für Fernsehprogramme.
Nach Fellinis Tod im Oktober 1993, von dem sie auf der Rückfahrt von einem Besuch bei ihm im Krankenhaus aus dem Autoradio erfuhr, verschlimmerte sich ihre Krebserkrankung, der sie knapp fünf Monate später erlag.Biografie bei filmreference.com Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Cimitero di Rimini neben Federico Fellini und ihrem Sohn Pierfederico.knerger.de: Das Grab von Giulietta Masina
Filmografie (Auswahl)
Auszeichnungen (Auswahl) mini|Straßenschild via Giulietta Masina, Rimini 1951: David di Donatello als beste Darstellerin für Lichter des Varieté 1957: David di Donatello als beste Darstellerin für Die Nächte der Cabiria 1957: Goldene Muschel als beste Darstellerin für Die Nächte der Cabiria beim Filmfestival San Sebastián 1957: Beste Darstellerin für Die Nächte der Cabiria bei den Filmfestspielen von Cannes 1957
Weblinks
Giulietta Masina in Swisscovery, dem schweizerischen Suchportal der wissenschaftlichen Bibliotheken
Einzelnachweise
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