Der Dreisprung der Männer bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde am 24. und 26. August 2004 im Olympiastadion Athen ausgetragen. 47 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Schwede Christian Olsson. Er gewann vor dem Rumänen Marian Oprea und dem Russen Daniil Burkenja.

Mit Andreas Pohle und Charles Friedek gingen zwei deutsche Teilnehmer an den Start. Beide schieden in der Qualifikation aus. Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein waren nicht unter den Teilnehmern.

Aktuelle Titelträger Olympiasieger 2000 Jonathan Edwards ()17,71 m Sydney 2000Weltmeister 2003 Christian Olsson ()17,72 m Paris 2003Europameister 200217,53 m München 2002Panamerikanischer Meister 2003 Yoandri Betanzos ()17,26 m Santo Domingo 2003Pan American Games, gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022Zentralamerika und Karibik-Meister 2003 Leevan Sands ()17,18 m St. George’s 2003Central American and Caribbean Championships (Men), gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022Südamerika-Meister 2003 Jadel Gregório ()16,76 m Barquisimeto 2003South American Championships (Men), gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022Asienmeister 2003 Kazuyoshi Ishikawa ()16,72 m Manila 2003Asian Championships, gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022Afrikameister 2004 Olivier Sanou ()16,31 m Brazzaville 2004African Championships, gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022Ozeanienmeister 2002 Tim Hawkes ()14,66 m Christchurch 2002Oceania Championships, gbrathletics.com, abgerufen am 20. Februar 2022

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord18,29 m Jonathan Edwards () Göteborg, Schweden7. August 1995Athletics - Progression of outdoor world records, Triple jump – Men, sport-record.de (englisch), abgerufen am 20. Februar 2022Olympischer Rekord18,09 m Kenny Harrison () Finale OS Atlanta, USA27. Juli 1996 Der bestehende olympische Rekord wurde bei diesen Spielen nicht erreicht. Mit seinem weitesten Sprung auf 17,79 m im zweiten Durchgang des Finales verfehlte der schwedische Olympiasieger Christian Olsson den Rekord um dreißig Zentimeter. Zum Weltrekord fehlten ihm fünfzig Zentimeter.

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig Anmerkungen: Alle Zeitangaben sind bezogen auf Ortszeit Sydney (UTC+10). Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation 20. August 2004, 9:55 Uhr

Für die Qualifikation wurden die Athleten in zwei Gruppen gelost. Neun Springer (hellblau unterlegt) übertrafen die direkte Finalqualifikationsweite von 17,00 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. So wurde das Finalfeld mit drei weiteren Wettbewerbern (hellgrün unterlegt) aus beiden Gruppen nach den nächstbesten Weiten aufgefüllt und für die Teilnahme waren schließlich 16,91 m zu springen.

Gruppe A mini|hochkant=1.2| Platz Name Nation 1. VersuchWind (m/s) 2. VersuchWind (m/s) 3. VersuchWind (m/s) Resultat 1 Christian Olsson 17,68 / −0,5 – – 17,68 2 Phillips Idowu 17,33 / −1,2 – – 17,33 3 Daniil Burkenja 16,77 / +0,2 16,91 / −0,6 17,08 / +0,1 17,08 4 Christos Meletoglou 16,75 / −1,2 16,50 / +0,2 17,06 / ±0,0 17,06 5 Yoelbi Quesada 16,89 / −0,5 x 17,01 / ±0,0 17,01 6 Walter Davis 16,28 / −0,8 14,77 / −0,9 16,94 / +0,1 16,94 7 Julien Kapek 16,61 / +0,1 x 16,91 / +0,8 16,91 8 Andrew Murphy 16,59 / −0,8 16,82 / +0,6 x 16,82 9 Ibrahim Mohamedin 15,98 / −0,5 16,37 / 0,5 16,71 / +1,3 16,71 10 Andrew Owusu 15,85 / ±0,0 x 16,64 / +0,1 16,64 11 Mykola Sawolajnen 15,56 / −0,9 16,48 / +0,3 15,57 / +0,2 15,56 12 Iwajlo Russenow 16,39 / −0,4 x x 16,39 13 Péter Tölgyesi 16,33 / −0,8 15,74 / −1,0 16,36 / +1,1 16,36 14 Leevan Sands x x 16,35 / −0,3 16,35 15 Randy Lewis x x 16,33 / +0,4 16,33 16 Aljaksandr Hlawazki 16,18 / −1,6 15,73 / −1,2 x 16,18 17 LeJuan Simon x 14,75 / +0,2 16,16 / −1,9 16,16 18 Olivier Sanou x 15,67 / ±0,0 x 15,67 19 Armen Martirosjan 15,05 / +0,1 x x 15,05 Charles Friedek x x x ogV Witali Moskalenko x x x Berk Tuna x x x Roman Walijew x x x DNS Sergey Boçkov

Gruppe B

Platz Name Nation 1. VersuchWind (m/s) 2. VersuchWind (m/s) 3. VersuchWind (m/s) Resultat 1 Yoandri Betanzos 17,53 / −0,4 – – 17,53 2 Marian Oprea 17,44 / +0,6 – – 17,44 3 Jadel Gregório 17,20 / +0,1 – – 17,20 4 Wiktor Guschtschinski 16,71 / ±0,0 x 17,17 / −0,7 17,17 5 Kenta Bell 16,77 / −0,1 16,82 / −0,4 16,98 / −0,5 16,98 6 Nathan Douglas 16,84 / +0,9 x x 16,84 7 Li Yanxi x 16,70 / −0,2 16,74 / −0,4 16,74 8 Arnie David Giralt x 16,63 / −0,4 16,74 / −0,6 16,70 9 Melvin Lister 16,62 / −1,0 x 16,64 / +1,3 16,64 10 Fabrizio Donato 16,16 / −0,4 16,45 / +0,5 16,34 / +0,2 16,45 11 Momtschil Karailiew x 16,45 / +0,3 x 16,45 13 Wiktor Jastrebow 16,43 / −0,2 16,32 / −1,7 x 16,43 13 Mohammad Hazzory 16,37 / −0,3 x 16,14 / −1,2 16,37 14 Godfrey Khotso Mokoena 16,23 / +0,2 16,32 / −0,2 x 16,32 15 Dimitri Waljukewitsch x x 16,32 / +0,7 16,32 16 Andreas Pohle x 16,23 / +0,6 16,29 / −0,6 16,29 17 Vladimir Letnicov x 15,88 / −0,4 16,25 / −0,5 16,25 18 Lauri Leis x 16,06 / −0,9 16,18 / −0,5 16,18 19 Salem al-Ahmadi 16,16 / −0,4 16,03 / −1,0 x 16,16 20 Boštjan Šimunič x x 16,07 / +0,1 16,07 21 Takanori Sugibayashi 15,38 / +0,1 16,00 / +0,3 15,95 / ±0,0 16,00 22 Park Hyung-jun x 15,84 / +0,7 x 15,84 23 Nelson Évora 15,72 / −0,4 x x 15,72 24 Karl Taillepierre 15,50 / −0,5 x x 15,50 Weitere inn Qualifikationsgruppe B ausgeschiedene Dreispringer:

Finale mini|hochkant=1.3| 22. August 2004, 20:10 Uhr Platz Name Nation 1. VersuchWind (m/s) 2. VersuchWind (m/s) 3. VersuchWind (m/s) 4. VersuchWind (m/s) 5. VersuchWind (m/s) 6. VersuchWind (m/s) Resultat Anmerkung 1 Christian Olsson 17,69 / +1,0 17,79 / +1,4 17,69 / ±0,0 16,82 / +0,3 17,58 / +0,3 – 17,79 NR 2 Marian Oprea 17,55 / +0,7 x 17,47 / +0,1 17,34 / −0,3 – 17,38 / ±0,0 17,55 3 Daniil Burkenja 16,99 / +0,9 16,68 / +0,8 16,16 / +0,4 17,45 / ±0,0 17,48 / +0,4 17,47 / +0,5 17,48 4 Yoandri Betanzos x 17,47 / +0,4 x x 17,24 / +0,2 x 17,47 5 Jadel Gregório 17,22 / +0,7 17,27 / +0,8 15,97 / +0,1 x 16,82 / +0,1 17,31 / ±0,0 17,31 6 Christos Meletoglou 17,13 / +0,6 x 17,10 / +0,7 17,05 / ±0,0 16,65 / ±0,0 17,06 / −0,3 17,13 7 Wiktor Guschtschinski x x 17,11 / +0,7 16,27 / −0,1 16,95 / −0,1 x 17,11 8 Yoelbi Quesada 16,93 / +0,9 x 16,96 / +0,9 x x x 16,96 9 Kenta Bell 16,90 / +0,7 x 16,39 / +0,3 nicht im Finale derbesten acht Springer 16,90 10 Julien Kapek x 16,79 / +0,6 16,81 / +0,1 16,81 11 Walter Davis 16,78 / +0,9 16,65 / +0,9 16,59 / +0,1 16,78 Phillips Idowu x x x ogV Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, neun von ihnen über die Qualifikationsweite, drei über ihre Platzierungen. Je zwei Springer aus Kuba, Russland und den Vereinigten Staaten hatten das Finale erreicht. Außerdem waren je ein Teilnehmer aus Brasilien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Rumänien und Schweden vertreten.

Favorit war der schwedische Welt- und Europameister Christian Olsson. Aber wie auch die Qualifikation bereits gezeigt hatte, gab es starke Konkurrenz vor allem durch den kubanischen Vizeweltmeister Yoandri Betanzos, den Rumänen Marian Oprea und den Briten Phillips Idowu. Der Brite brachte im Finale allerdings keinen gültigen Sprung zustande.

Im Finale gab es von Anfang an sehr weite Sprünge, das Niveau war absolut hochklassig. Im ersten Durchgang gelangen Olsson 17,69 m, damit lag er an der Spitze vor Oprea mit 17,55 m, dem Brasilianer Jadel Gregório – 17,22 m – und dem Griechen Christos Meletoglou – 17,13 m. In der zweiten Runde steigerte sich Olsson um weitere zehn Zentimeter auf 17,79 m, das war schwedischer Landesrekord. Der Kubaner Yoandri Betanzos sprang mit 17,47 m auf den dritten Platz. Durchgang drei brachte wiederum vier Sprünge über die 17-Meter-Marke, doch nur der Russe Wiktor Guschtschinski veränderte damit seine Position. Er war jetzt Sechster und im Finale der besten acht Springer dabei.

Als Siebter mit 16,99 m kam der Russe Daniil Burkenja gerade noch in dieses Finale der acht Besten. Doch er fand jetzt so richtig in den Wettkampf hinein. Zunächst gelangen ihm 17,45 m, damit war er Vierter hinter Olsson, Oprea und Betanzos. Sein nächster Sprung ging sogar auf 17,48 m, damit hatte er den Kubaner um einen Zentimeter übertroffen und war jetzt Dritter. Im letzten Durchgang wurden noch einmal vier Weiten von mehr als siebzehn Metern erzielt, Burkenja war mit 17,47 m auch wieder dabei. Steigern konnte sich jedoch nur noch Gregório, dem 17,31 m gelangen, was ihm jedoch keine Rangverbesserung einbrachte.

So wurde Christian Olsson Olympiasieger vor Marian Oprea, Daniil Burkenja gewann die Bronzemedaille. Nur einen Zentimeter hinter ihm wurde Yoandri Betanzos Vierter vor Jadel Gregório und Christos Meletoglou. Auch Wiktor Guschtschinski als Siebter konnte noch die 17-Meter-Marke übertreffen.

Christian Olssons Goldmedaille war bereits die dritte für Schweden im Dreisprung. Gustaf Lindblom hatte 1912 in Stockholm, Arne Åhman 1948 in London gewonnen.

Videolinks Athens 2004 - Triple Jump - 18.30m, youtube.com, abgerufen am 20. Februar 2022 2004 Olympics Men's Triple Jump - 5th - Jadel Gregorio, youtube.com, abgerufen am 20. Februar 2022

Weblinks Athletics. Official Report of the XXVIII Olympiad – 3 Results, Athletics, Resultate Leichtathletik, S. 192–198, digital.la84.org, englisch/französisch (PDF, 2219 KB), abgerufen am 20. Februar 2022 Athletics at the 2004 Summer Olympics, Triple Jump, Men, olympedia.org (englisch), abgerufen am 20. Februar 2022 Athens 2004, Athletics, triple jump men Results, olympics.com, abgerufen am 20. Februar 2022 Athletics at the 2004 Athina Summer Games: Men's triple jump, archiviert bei wayback (Internet Archive), sports-reference.com (englisch), abgerufen am 20. Februar 2022

Einzelnachweise

Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2004 Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Marousi