mini|hochkant=1.5|Stolpersteine in Mittenwalde In der Liste der Stolpersteine im Landkreis Dahme-Spreewald enthält die Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz des Opfers.

Verlegte Stolpersteine Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen. Königs Wusterhausen

In Königs Wusterhausen wurden 15 Stolpersteine an sechs Adressen verlegt.

Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben 120px HIER WOHNTEGEORG CZAPSKIJG. 1893VERHAFTET 1938SACHSENHAUSENDEPORTIERT 1942AUSCHWITZBEFREIT / ÜBERLEBT Bahnhofstraße 23 120px HIER WOHNTEJOHANNA CZAPSKIJG. 1900DEPORTIERT 1942AUSCHWITZBEFREIT / ÜBERLEBT Bahnhofstraße 23 120px HIER WOHNTEERNA LINA THERESEDÖRREGEB. MARCUSJG. 1900GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVOR DEPORTATIONFLUCHT IN DEN TOD1944 Bahnhofstraße 23 120px HIER WOHNTEMAX JACOBSOHNJG. 1879VERHAFTET 1938KZ SACHSENHAUSENDEPORTIERT 1942NACH OSTEN? ? ? Bahnhofstraße 6 120px HIER WOHNTEPAULAJACOBSOHNGEB. OCHSMANNJG. 1882DEPORTIERT 1942NACH OSTEN? ? ? Bahnhofstraße 6 120px HIER WOHNTEGUSTAV JONASJG. 1868ZWANGSVERKAUF DESGRUNDSTÜCKS MÄRZ 1939HEIMATORT VERLASSENPOTSDAM1939 JÜD. ALTERSHEIMDEPORTIERT 1942TOT INTHERESIENSTADT Birkenallee 7 120px HIER WOHNTELUISE-LOTTE JONASJG. 1862ZWANGSVERKAUF DESGRUNDSTÜCKS MÄRZ 1939HEIMATORT VERLASSENPOTSDAM1939 JÜD. ALTERSHEIMDEPORTIERT 1942TOT INTHERESIENSTADT Birkenallee 7 120px HIER WOHNTEDR. VIKTORKARFUNKELJG. 1906FLUCHT 1936CHINAÜBERLEBT Zernsdorf,Karl-Marx-Straße 25 120px HIER WOHNTEEUGEN LONDONJG. 1884DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ Birkenallee 7 120px IN WERNSDORF WOHNTEJOHANNAROSENSTEINGEB. LEVYJG. 1889VERHAFTETVERHÖRT VON GESTAPOFLUCHT 1940 BRASILIENTOT AN DEN FOLGENDER VERHÖRE 1943Dorfstraße 13/14 120px IN WERNSDORF WOHNTEDR. PAULROSENSTEINJG. 1875FLUCHT 193.BRASILIENÜBERLEBT Dorfstraße 13/14 120px HIER WOHNTEURSULASCHWARZENBERGERGEB. VOGELJG. 1925GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVERZOGEN 1935ÜBERLEBT INBERLIN Birkenallee 8–9 120px HIER WOHNTEROSEMARIE STONEGEB. CZAPSKIJG. 1921FLUCHT 1939ENGLANDÜBERLEBT Bahnhofstraße 23 120px HIER WOHNTEMARGARETE VOGELGEB. KARMEINSKYJG. 1897GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVERZOGEN 1935DEPORTIERT 1944THERESIENSTADTBEFREIT 1945 Birkenallee 8–9 120px HIER WOHNTEROLF VOGELJG. 1921GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVERZOGEN 1935GESTAPO-LAGER 1944WOLFENBÜTTELÜBERLEBT INBERLIN Birkenallee 8–99 120px HIER WOHNTEWILHELM VOGELJG. 1885GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVERZOGEN 1935TOT 29.8.1939 INBERLIN Birkenallee 8–9

Lieberose In Lieberose wurden sieben Stolpersteine an zwei Adressen verlegt.

Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben 120px HIER WOHNTEELISABETH FUCHSGEB. RICHTERJG. 1899NACH VERHÖRENFLUCHT 1936POLENÜBERLEBT Markt 5 120px HIER WOHNTEEVELINE FUCHSJG. 1930FLUCHT 1936POLENÜBERLEBT Markt 5 120px HIER WOHNTEHARRIET FUCHSVERH. GRABOWJG. 1925FLUCHT 1936POLENÜBERLEBT Markt 5 120px HIER WOHNTEMOSES FUCHSJG. 1899VERHAFTETABGESCHOBEN 1935POLENÜBERLEBT Markt 5 120px HIER WOHNTEELISABETH HIRSCHGEB. SCHMELZJG. 1887DEPORTIERT 1942ERMORDET 1942 IMGHETTO WARSCHAU Markt 8 120px HIER WOHNTEMAX HIRSCHJG. 1886VERHAFTET 1938HAFTORT UNBEKANNTTOT AN HAFTFOLGEN20.8.1938 Markt 8 120px HIER WOHNTESOPHIE ALICEHIRSCHJG. 1923FLUCHT 1939PALÄSTINAÜBERLEBT Markt 8

Lübben (Spreewald)

In Lübben (Spreewald) wurden zehn Stolpersteine an sechs Adressen verlegt. Zudem gibt es in Hamburg-Eilbek einen Stolperstein für Willy Krause, der in Lübben starb. Siehe Liste der Stolpersteine in Hamburg-Eilbek.

Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben 120pxHIER WOHNTESOPHIE CHARLOTTEASTRICHJG. 1893GEDEMÜTIGT/ENTRECHTETFLUCHT IN DEN TOD23.9.1941 Brunnenstraße 8 war 1925 Mathe- und Naturwissenschaftslehrerin an der Lübbener Mädchenmittelschule, 1933 wurde die 40-jährige ohne Gehalt zwangsbeurlaubt, 21. Juli 1941 Beschlagnahmung des gesamten Eigentums und Vermögens, 23. September 1941 Selbstmord, 2. Oktober 1941 offiziell enteignetIngvil Schirling: Von angesehenen Kaufleuten und der „Jüdin Astrich“. In: Lausitzer Rundschau. 9. September 2008Ingvil Schirling: Die Erinnerung ist in Lübben noch lebendig. In: Lausitzer Rundschau. 13. September 2008Lübbener Lehrerin zwangsbeurlaubt. brandenburg-33.de, abgerufen am 28. April 2018 120pxHIER WOHNTEALBERT BOCKJG. 1870DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 28.2.1943Logenstraße 12 / Ecke Puschkinstraße war Kaufmann, geboren 13. Oktober 1870 in Luckau, Kaufmann in Berlin, Stadtverordneter, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und der Synagogengemeinde, Besitzer von Konfektionshäusern in der Logenstraße 13 und in der Hauptstraße 46, nach dem Judenboykott musste er sein Warenlager und die Einrichtung zu Schleuderpreisen verkaufen, seine Ehefrau Elise Bock starb 1935, Oktober 1942 enteignet, 15. Dezember 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, gestorben am 28. Februar 1943 im Ghetto TheresienstadtErmittlung der Provenienz aller Objekte der Lübbener Museumssammlung, bei denen Verdachtsmomente zu verfolgungsbedingtem Eigentumsverlauf zwischen 1933 und 1945 bestehen. kulturgutverluste.de, abgerufen am 28. April 2018Stumbling Stone Logenstraße 12. tracesofwar.com, abgerufen am 28. April 2018 (englisch)luckauer-juden.de. abgerufen am 28. April 2018 120pxHIER WOHNTEJULIUS BURCHARDIJG. 1878DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDETAm Schutzgraben 11 war Glasermeister mit eigener Glaserei und Lehrlingsausbildung, Moderator bei Aufmärschen der Schützengilde und wahlberechtigtes Mitglied der Synagogengemeinde, deportiert ins Warschauer Ghetto, letzter Brief vom 21. Juli 1942 aus WarschauLübben/Spreewald (Brandenburg). xn--jdische-gemeinden-22b.de, abgerufen am 28. April 2018Stumbling Stones Am Schutzgraben 11. tracesofwar.com, abgerufen am 28. April 2018 (englisch) 120pxHIER WOHNTEMINNA BURCHARDIGEB. GERSTENJG. 1878DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDETAm Schutzgraben 11 geb. Gersten wurde ins Warschauer Ghetto deportiert, letzter Brief vom 21. Juli 1942 aus Warschau 120pxHIER LEBTEWERNER D.JG. 1921’VERLEGT 6.6.1940INEINE ANDEREHEILANSTALT’ BahnhofstraßeInstitutsambulanz der Landesklinik (Luckauer Straße 17) , geboren 1921, kam 1937 in die Korrigendenanstalt nach Lübben, wurde als erbkrank und schwachsinnig eingestuft, 1940 „In eine andere Anstalt verlegt“ (wegen seiner geistigen Behinderung getötet)Ingvil Schirling: „Stolpern“ über vergessene Lübbener. In: Lausitzer Rundschau. 12. März 2004Stumbling Stones Bahnhofsstraße 31–32. tracesofwar.com, abgerufen am 1. Mai 2018 (englisch) 120pxHIER LEBTEERWIN F.JG. 1928’VERLEGT 11.6.1940INEINE ANDEREHEILANSTALT’ BahnhofstraßeInstitutsambulanz der Landesklinik (Luckauer Straße 17) wurde 1928 in Berlin als uneheliches Kind geboren, litt an einer Lähmung seiner Beine, sprach nicht, 1931–1936 in Lübben, dann nach Potsdam und schließlich nach Brandenburg-Görden verlegt, 1940 „In eine andere Anstalt verlegt“ (wegen seiner geistigen Behinderung getötet) 120pxHIER LEBTEBRUNO K.JG. 1920’VERLEGT 6.6.1940INEINE ANDEREHEILANSTALT’ BahnhofstraßeInstitutsambulanz der Landesklinik (Luckauer Straße 17) , geboren 1920, rechtsseitig gelähmt, kam 1934 nach Lübben, 1940 erkrankte er schwer an einem „fieberhaften Lungenleiden“, 1940 „In eine andere Anstalt verlegt“ (wegen seiner geistigen Behinderung getötet) 120pxHIER WOHNTEJULIUS MOSESJG. 1883'SCHUTZHAFT' 1938SACHSENHAUSENDEPORTIERT 17.3.1943THERESIENSTADT1944 AUSCHWITZERMORDET Kirchstraße 29 , geboren am 21. Januar 1883 in Lübben, Kaufmann, Soldat im Ersten Weltkrieg, Eisernes Kreuz, 1925 Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde, 1937 dessen Leiter, am 9. November 1938 kurzzeitig nach Sachsenhausen deportiert, Rückkehr nach Lübben, 1939 untergetaucht in Berlin, 1943 Deportation, zunächst nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz, Ehe mit Frieda Moses, Tochter Hildegard starb im Kindesalter, Sohn Heinz Siegbert Moses reiste 1939 nach Palästina ausred/kr: Stolpersteine für Ehepaar Moses. In: Lausitzer Rundschau. 9. November 2021, Ausgabe Für Lübben und Spreewald, S. 13Dörthe Ziemer: Steine des Erinnerns. 10. November 2021 120pxHIER WOHNTEFRIEDA MOSESGEB. HIRSCHJG. 1893DEPORTIERT 3.3.1943ERMORDET INAUSCHWITZ Kirchstraße 29 , geboren 1893 in Groß Leine als Frieda Hirsch, 1939 untergetaucht in Berlin, 1943 Deportation, in Auschwitz ermordet, Ehefrau von Julius Moses, Tochter Hildegard starb im Kindesalter, Sohn Heinz Siegbert Moses reiste 1939 nach Palästina ausred/kr: Stolpersteine für Ehepaar Moses. In: Lausitzer Rundschau. 9. November 2021, Ausgabe Für Lübben und Spreewald, S. 13Dörthe Ziemer: Steine des Erinnerns. 10. November 2021 120pxHIER WOHNTEJOHANNA WOLFFGEB. PINNERJG. 1859DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 31.8.1942 Hauptstraße 16 , geboren 1859, Frau des Kaufmanns und Synagogenvorstehers Wilhelm Wolff (gestorben 1937), zog nach Berlin, im August 1942 von Berlin nach Theresienstadt deportiert, gestorben am 31. August 1942 in TheresienstadtIngvil Schirling: Lübbener gehen jüdischen Spuren nach. In: Lausitzer Rundschau. 8. September 2008Stumbling Stone Hauptstraße 16. tracesofwar.com, abgerufen am 28. April 2018 (englisch)

Luckau

Demnig verlegt für jedes Opfer einen eigenen Stein, im Regelfall vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz. Erforscht wurden die Schicksale der Luckauer Juden von der Langengrassauer Heimatforscherin Sylvia Kolley. Sie regte auch die Verlegungen der Stolpersteine an. Der örtliche Heimatverein griff die Idee auf, initiierte eine Spendensammlung und beauftragte den Künstler mit der Erstellung der Stolpersteine. Die Verlegungen in Luckau fanden am 10. September 2008 statt. Anlässlich der Zeremonie erklärte Bürgermeister Harry Müller:

Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben120pxHIER WOHNTEARTHUR SIMONJG. 1887DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZLange Straße 52 120pxHIER WOHNTEBETTY SIMONGEB. OBERSCHÜTZKYJG. 1885DEPORTIERT 1942RIGAERMORDET 29.10.1942Lange Straße 52 geb. OberschützkyLR-online: Luckauer Holocaust-Überlebende stirbt 96-jährig in den USA, abgerufen am 4. Dezember 2019120pxHIER WOHNTEDAVID TASSELKRAUTJG. 1899DEPORTIERT 1942AUSCHWITZERMORDET 8.2.1943Gartenstraße 4

Mittenwalde In Mittenwalde wurden elf Stolpersteine und ein Kopfstein an vier Adressen verlegt.