mini|Juju (2023) Juju (* 20. November 1992 in Berlin; bürgerlich Judith Wessendorf) ist eine deutsche Rapperin. Sie wurde als Teil des Hip-Hop-Duos SXTN bekannt.
Leben und Karriere Juju wurde als Tochter eines Marokkaners (aus Taghazout) und einer Deutschen am 20. November 1992 in Berlin geboren und wuchs bei ihrer Mutter im Bezirk Neukölln auf. Sie besuchte das Neuköllner Ernst-Abbe-Gymnasium, das sie nach der neunten Klasse verließ. Als Kind hörte sie vornehmlich deutschen Rap von Bushido, Aggro Berlin, Sido sowie anderen Rappern und begann mit 14 Jahren zu rappen.Leon Lovelock Interview: Juju über Beef mit Farid Bang, Nura (SXTN), Freizügigkeit, Drogen & Neukölln #KiC19 auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019.
mini|Juju (rechts) mit Nura (2017) mini|Juju (2017) Sie rappte meist im Freundeskreis und bestritt später ein Battle in der RBA (Reimliga Battle Arena), bevor sie 2010 die Rapperin Nura kennenlernte.Juju - Steckbrief auf laut.de, abgerufen am 21. Mai 2019. Mit ihr gründete sie 2014 das Duo SXTN, mit dem sie erste Charterfolge feierte und zwei Alben veröffentlichte. Ihre zwei erfolgreichsten Singles waren Von Party zu Party, das ein Jahr später Goldstatus und zwei Jahre später 30 Millionen Aufrufe auf YouTube erreichteSXTN - Von Party zu Party auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019 und Bongzimmer.SXTN - Bongzimmer auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019. Zudem veröffentlichte sie zu dieser Zeit auch Solosongs. Im Frühjahr 2019 trennte sich das Duo. Der Grund für die Trennung war ein Auseinanderleben auf der persönlichen sowie der kreativen Ebene.https://www.radiomonster.fm/interpret/tophits/juju/auf radiomonster.fm, abgerufen am 10. Oktober 2020.
Mit der Single Melodien von Capital Bra, bei der Juju als Feature-Gast fungierte, erreichte sie im August 2018 Platz eins der Singlecharts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Single wurde für 400.000 Verkäufe in Deutschland mit Platin ausgezeichnet. Auf der Streamingplattform Spotify wurden (Stand: Juli 2024) mehr als 117 Mio. Streams erzielt. Im Mai 2019 gelang ihr mit der Single Vermissen (feat. Henning May) ihr zweiter Nummer-eins-Erfolg in Deutschland. Diese erreichte noch im Erscheinungsjahr ebenfalls Platinstatus und wurde 2023 für über 1.000.000 verkaufte Einheiten mit einer Diamant-Schallplatte ausgezeichnet. Die Single kommt auf Spotify auf mehr als 241 Mio. Streams (Stand: Juli 2024). Kurz darauf kam das unter der Regie von Arabella Bartsch entstandene Musikvideo zum Song heraus, das bislang (Stand: April 2026) über 99 Millionen Aufrufe erreichte.Juju feat. Henning May - Vermissen auf youtube.com, abgerufen am 28. April 2026. Jujus erstes Solo-Album Bling Bling erschien im Juni 2019.Bling Bling – Juju auf iTunes
Im November 2019 wurde sie bei den MTV Europe Music Awards 2019 zum Best German Artist (bester deutscher Künstler) gewählt. Im selben Monat wurde sie in zwei Kategorien als Beste Künstlerin und für die Beste Single (Vermissen) mit der 1-Live-Krone ausgezeichnet. Im Januar 2020 veröffentlichte sie zusammen mit Loredana die Single Kein Wort, die in Deutschland und Österreich Platz 1 belegte. Am 16. Juli 2020 erschien ihre Single Vertrau mir. Im August 2020 veröffentlichte sie zusammen mit Bausa die Single 2012.
Im August 2021 erschien die Single Wenn du mich siehst, bei der Juju als Feature-Gast von RAF Camora fungierte.
Zwischen 2023 und 2025 erfolgten keine eigenständigen Veröffentlichungen, sondern lediglich Gastbeiträge auf Liedern von Badmómzjay, Aylo, Basstard, Bonez MC sowie auf dem Ensemble-Track Bissu dumm ¿ (Megalodon Remix). Im April 2024 gründete sie unter dem Namen Viervier Music ihr eigenes Label und nahm Rapperin Aylo als erstes Signing unter Vertrag, die das Label jedoch im September 2025 wieder verließ. Ende 2025 erklärte Juju, Probleme mit einem Knebelvertrag zu haben, ohne weitere Details zu nennen. Im März 2026 wandte sie sich an ihre Fans und erklärte, sie sei „da jetzt praktisch rausgekommen und das mach[e sie] extrem glücklich. […] Ich poste die ganze Zeit nichts auf Social Media, weil ich zu nichts was sagen konnte. […] Ich bin frei und kann wieder Musik machen.“
Am 7. August 2026 erschien ihr zweites Studioalbum 44 Me, das neben 16 Solotiteln auch je eine Kollaboration mit Ledbyher, Tom Hengst und RAF Camora enthält. Produziert wurde das Album von Waterboutus (18 Beteiligungen), Mary, Stoopid Lou (je 9 Beteiligungen), Krutsch (4 Beteiligungen) und Sebastian Bliem (3 Beteiligungen). Zudem waren die Produzenten Skew, Boss, Lil Zey, Cryptic, The Cratez, The Royals, RAF Camora, DJ Friction, Don Philippe & Max Herre mit je einer Beteiligung vertreten.
Diskografie
Tourneen 2019: Bling Bling Tour 2020–2022: Juju Live (aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt) 2022: Fick Dein Insta Tour 2026: Crashout Clubtour
Auszeichnungen Erhaltene Auszeichnungen
1 Live Krone 2019: „Beste Künstlerin“ 2019: „Beste Single“ für Vermissen (mit Henning May)
Bravo Otto 2019: „Hip-Hop national“ (Silber) 2020: „Hip-Hop national“ (Gold)
Hiphop.de Awards 2019: „Bester Song national“ für Vermissen (mit Henning May) 2019: „Bestes Album national“ für Bling Bling
MTV Europe Music Awards 2019: „Best German Act“
Nominierungen 1 Live Krone 2020: „Beste Künstlerin“ 2020: „Bester Hip-Hop Act“
Hiphop.de Awards 2019: „Bester Rap-Solo-Act national“ 2019: „Lyricist des Jahres“ 2020: „Bester Song national“ für 2012 (mit Bausa) 2020: „Bester Song national“ für Kein Wort (mit Loredana) 2022: „Beste Line“ für Fick dein Insta („Für dich war Rap eine Branche / Für mich die einzige Chance“) 2022: „Bester Live-Act national“ 2022: „Bester Song national“ für Erkläre mir die Liebe (mit Chapo102 und Philipp Poisel) 2025: „Beste Line“ für Bissu dumm ¿ (Megalodon Remix) („Und jetzt fick’ ich deine Mutter, weil meine nicht für mich da war / Ganz zu schweigen von dem scheiß deutschen Staat oder mei’m Vater“)
Hype Awards 2019: „Hype Instagram“ 2019: „Hype Künstlerin“
Weblinks
Einzelnachweise
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