mini|hochkant=1.20|St. Martin in Unteregg Unteregg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.
Geografie Lage Unteregg liegt etwa 35 Kilometer südöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben. Der niedrigste Punkt in der Gemeinde liegt mit 639 m ü. NHN nahe der Mindel an der Gemeindegrenze zum Markt Dirlewang, der höchste Punkt mit 767 m ü. NHN im Holzerwald, wo die Gemeinde an den Markt Rettenbach sowie im benachbarten Landkreis Ostallgäu an den Markt Ronsberg angrenzt.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Unteregg, Oberegg und Warmisried. Es gibt sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Bittenau (Weiler) Eßmühle (Weiler) Oberegg (Kirchdorf) Rappen (Dorf) Schlottermühle (Einöde) Unteregg (Pfarrdorf) Warmisried (Pfarrdorf)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Unteregg gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts lagen große Teile des heutigen Gemeindegebietes in der reichsritterschaftlichen Herrschaft Stein. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Religionen In Unteregg gibt es größtenteils Katholiken.
Eingemeindungen Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Unteregg durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Warmisried, Oberegg und Unteregg im Zuge der Gemeindegebietsreform neu gebildet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 Einwohner 1.229 1.193 1.218 1.290 1.335 1.351 1.348 1.404 Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2024 2025 Einwohner 1.368 1.348 1.365 1.349 1.361 1.395 1.414 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1246 auf 1394 um 148 Einwohner bzw. um 11,9 %.
Politik
Bürgermeisterin Erste Bürgermeisterin ist seit 20. September 2007 Marlene Preißinger (Freie Wähler Bayern); diese wurde am 15. März 2020 mit 90,7 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.
Gemeinderat Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis: Freie Wählergruppe Warmisried: 5 Sitze (41,2 %) Bürgerblock Oberegg: 4 Sitze (30,0 %) Wählergemeinschaft Unteregg: 3 Sitze (28,9 %) Gegenüber der Wahl von 2014 musste der Bürgerblock Oberegg ein Mandat an die Freie Wählergruppe Warmisried abgeben.
Wappen
Flagge Eine Flagge in weiß-blau-weiß mit dem aufgelegten Gemeindewappen wurde 1985 zwar genehmigt, wird jedoch nicht verwendet.Eintrag zu Unteregg auf der Seite kommunalflaggen.eu
Gemeindepartnerschaften Partnergemeinde ist Emmelsbüll in Nordfriesland.
Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler
In Unteregg befindet sich die Kirche St. Martin aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Am 30. Juni 2018 gab es in der Gemeinde 136 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung standen 572 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, so dass die Zahl der Auspendler um 436 höher war. Die 52 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 1482 Hektar (Stand 2016).
Verkehr Durch Unteregg führt die sogenannte Mindeltalstraße, die quer durch das Mindeltal führt.
Bildung Es gibt zwei Kindertageseinrichtungen mit 50 Plätzen und 47 betreuten Kindern (Stand: 1. März 2019).
Persönlichkeiten Johann Anwander (1715–1770), Rokokomaler und Freskant, geboren in Unteregg Johann Nepomuk Holzhey (1741–1809), Orgelbauer, geboren in Rappen Angelika Lutz (* 1949), Anglistin und Hochschullehrerin, geboren in Oberegg
Weblinks
(PDF-Datei; 1 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)