Langkampfen ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich). mini|Blick auf den Ortskern von Unterlangkampfen

Geographie Die Gemeinde liegt im Unterinntal auf der nördlichen Innseite zwischen Kirchbichl und Kufstein. Sie gehört zum Gerichtsbezirk Kufstein. Vom Inn, der in einer Seehöhe von 500 Meter die Grenze im Südosten bildet, steigt das Gemeindegebiet nach Nordwesten zu den Brandenberger Alpen an. Die höchsten Erhebungen sind Köglhörndl (1644 m), Mittagskopf (1542 m) und Pendling (1563 m).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 26,51 Quadratkilometer. Davon sind 23 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 55 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Morsbach () Niederbreitenbach () Oberlangkampfen () Unterlangkampfen ()

Nachbargemeinden

Geschichte Die frühesten Besiedelungsspuren in der Gegend stammen aus der Römerzeit. Der Fund von Gräbern aus der Zeit der bajuwarischen Landnahme im Bereich der Kirche von Unterlangkampfen zeigt, dass sich hier ein zentraler Ort der bayrischen Besiedelung befand. Die erste urkundliche Erwähnung Langkampfens geht auf die karolingische Zeit des späten 8. Jahrhunderts zurück. In einer Traditionsnotiz des Klosters Mondsee von ca. 784–799 wird dem Konvent landwirtschaftlicher Besitz „in villa nuncupante Lantchampha“ übertragen.

Im 14. Jahrhundert wurde erstmals ein Richter von Langkampfen urkundlich genannt, aber vermutlich bestand das Gericht schon früher und hat sich in Verbindung mit der Urpfarre entwickelt. Das Gericht wurde 1385 aufgehoben, die Schranne bestand jedoch als Verwaltungseinheit weiter.

1419 ließ Herzog Friedrich IV. eine Fähre über den Inn errichten und Langkampfen entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt der Innschifffahrt, wo sich zahlreiche Schopper (Schiffbauer) ansiedelten. Die Fähre bestand bis zur Errichtung der Brücke zwischen Kirchbichl und Langkampfen um 1900.

Bevölkerungsentwicklung

mini|Schloss Schönwörth

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Schönwörth: Das Schloss in Niederbreitenbach ist ein umgebauter Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert. Katholische Pfarrkirche hl. Ursula in Unterlangkampfen Katholische Filialkirche hl. Georg in Oberlangkampfen In Oberlangkampfen an der Innschleife arbeiteten früher die Schopper (Schiffbauer) und Schifffahrer. Thurnerhof: Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert dient als Museum.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Im Ortsteil Schaftenau, nahe der gleichnamigen Bahnhaltestelle, haben sich einige Industriebetriebe angesiedelt. 1998 wurde von der TIWAG das Innkraftwerk Langkampfen fertiggestellt. Im nördlichen Teil der Gemeinde befindet sich der Flugplatz Kufstein-Langkampfen (LOIK).

Größere Produktionsbetriebe und Arbeitgeber sind: Coveris Flexibles Austria GmbH (frühere Britton Unterland), Verpackungsmaterial Heliotherm, Wärmepumpentechnik Kurz, Fertigteilbau Novartis, Medikamente SPG Prints Austria, Maschinenbau Stihl Tirol GmbH, Gartengeräte Vita+ Naturprodukte, „Verival“ Bioprodukte

Ein beliebter Badesee ist der Stimmersee.

Die Gemeinde ist Mitglied des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

Infrastruktur Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verläuft die Unterinntalbahn. Am Bahnsteig Schaftenau halten alle Regionalzüge des VVT, die nach Kufstein und Innsbruck verkehren. Der Haltepunkt Lankampfen wurde 2023 aufgelassen. Zur Fertigstellung des Brenner-Nordzulaufs soll der Bahnsteig Schaftenau ebenso aufgelassen werden und eine neue Haltestelle Langkampfen-Schaftenau errichtet werden, welche sowohl von Unterlangkampfen als auch von Schaftenau aus leicht erreichbar sein soll. Öffentlicher Verkehr: Durch Langkampfen und dessen Orte verkehren regelmäßig VVT Busse der Ledermair Verkehrsbetriebe: : Kufstein – Unterlangkampfen – Niederbreitenbach – Oberlangkampfen – Kirchbichl – Wörgl : Kufstein – Unterlangkampfen – Niederbreitenbach – Mariastein – Angerberg – Angath – Wörgl Straße: Die wichtigste Straßenverbindung ist die Inntal Autobahn A12. Sowohl der Knoten Kufstein Süd als auch die Abfahrt Kirchbichl befinden sich auf Gemeindegebiet. Flugplatz: Der Flugplatz Kufstein-Langkampfen bietet eine 700 Meter lange Graspiste.

Politik Gemeinderat mini|GemeindeamtDer Gemeinderat besteht aus 15 Mandataren. Partei202220162010%Mandate%Mandate%MandateGemeinsam Für Langkampfen - Kompetenzteam Bgm. Andreas Ehrenstrasser (GFL) 33,67538,046Das Starke Team für Langkampfen (STARK)29,76512,48219,023SPÖ Langkampfen & Parteifreie22,81425,22434,285Menschen Freiheit Grundrechte (MFG)10,821FPÖ Langkampfen2,95010,571Langkampfen 2000 plus13,69217,653Bürgermeisterliste Georg Karrer29,054

Bürgermeister Bürgermeister seit 1863 waren:

Wappen Blasonierung: In Blau ein goldenes Innschiff mit schwarzen Streifen auf der Schiffswand und zwei schräg innen stehenden Rudern.Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 42/1973 (Digitalisat).

Das 1973 verliehene Gemeindewappen zeigt das Zunftzeichen der in Langkampfen ansässigen Schopper und symbolisiert damit die historische Bedeutung der Innschifffahrt.

Persönlichkeiten Georg Mösinger (1831–1878), römisch-katholischer Priester und Theologe Peter Adamer (1881–1961), Pastoraltheologe und Hochschullehrer

Literatur

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Ort am Inn Kategorie:Brandenberger Alpen Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert