Obermainbach (fränkisch: OhwamahmbaE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 45. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ōwamāmbɒ“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Schwabach (Mittelfranken, Bayern). Obermainbach liegt in der Gemarkung Ottersdorf.
Geographische Lage Unmittelbar südlich des Dorfes fließt der Mainbach. Im Norden erhebt sich der Weinberg im Waldgebiet Maisenlach, 1 km südwestlich erhebt sich der Erlberg (). Die Staatsstraße 2224 führt über Uigenau nach Schwabach zur Bundesstraße 466 (2,5 km nördlich) bzw. nach Ottersdorf (1,3 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Haag zur B 466 (2,7 km westlich) und nach Weihersmühle (1,2 km östlich).
Geschichte 1313 wurde der Ort als „Meydbach“ erstmals urkundlich erwähnt, 1530 als „Obern Maipach“. Die Bedeutung des ursprünglichen Gewässernamens ist unklar.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 45 f. Ursprünglich bestand der Ort aus vier Höfen. 1623 unterstanden die meisten Anwesen Nürnberger Patriziern (von Imhoff, von Förster u. a.), der Rest der Familie Linck aus Schwabach.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 400. 1732 gab es im Ort laut den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen acht Anwesen: ein Anwesen unterstand dem Kastenamt Schwabach, zwei Anwesen dem Reichen Almosen der Reichsstadt Nürnberg und fünf Anwesen Nürnberger Eigenherren (von Imhoff: zwei, von Förster: drei).F. Eigler: Schwabach, S. 251.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Obermainbach neun Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Schwabach. Grundherren waren das Kastenamt Schwabach (1 Gütlein), die Reichsstadt Nürnberg (Amt St. Katharina: 1 Halbhof; Landesalmosenamt: 1 Ganzhof, 1 Halbhof) und Nürnberger Eigenherren (von Imhoff: 2 Halbhöfe; von Örtel: 1 Ganzhof, 1 Halbhof, 1 Köblergut).F. Eigler: Schwabach, S. 409 f. 1802 gab es im Ort acht Anwesen, wovon einer dem Kammeramt Schwabach unterstand und sieben nürnbergisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 197.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Obermainbach dem Steuerdistrikt Rednitzhembach und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Ottersdorf zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Ottersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schwabach eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 478.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017 2020Einwohner 84 87 83 93 109 87 86 121 115 131 146 152 152HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 14 14 19 20 19 21 22 38 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Willibald (Büchenbach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Schwabach Kategorie:Ersterwähnung 1313