Crăciunești [] (veraltet Caracionfalău; oder auch Karácsonfalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Crăciunești im Kreis Mureș Die Gemeinde Crăciunești liegt nördlich des Kokeltals (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș im so genannten Țara Morcovilor (Karottenland). Am Niraj, ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151D befindet sich der Ort Crăciunești zwölf Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Bis etwa 2010 verkehrte auf dem Areal der Gemeinde eine Schmalspurbahn der ursprünglichen Schmalspurstrecke von Cristești nach Sovata (Szováta).Trecerile la nivel cu soseaua E60 din Ungheni si Acatari au fost desfiintate bei transira.ro, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch)
Geschichte Der Ort Crăciunești, von Szekler gegründet, wurde 1444 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wurde im Ort eine reformierte Kirche; 1762 eine orthodoxe Kirche errichtet. Eine Besiedlung des Ortes geht bis in die Latènezeit zurück. Archäologische Funde wurden auf dem Areal Crăciuneștis in die Jungsteinzeit datiert.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 22. Oktober 2022 (rumänisch).
Auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Budiu Mic (Hagendorf) ist eine Besiedlung, auf dem Areal von den Einheimischen Teleac (ungarisch Telek) genannt, (PDF; 12,7 MB; rumänisch) in der Latènezeit und eine Römerstraße vermerkt. Des Weiteren sind noch keinem Zeitalter Reste einer Burg auf dem Berg Sălașul Tătarilor und Cetatea lui Lucaci zugeordnet. Auch auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Foi (ungarisch Folyfalva), neben dem Bach Pârâul mare, konnten ein Bergwerk und Urnen noch keinem Zeitalter zugeordnet werden.
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros alsó („Unter-Maros“) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
In ihrer heutigen Zusammensetzung besteht die Gemeinde Crăciunești seit 1968. Die heutigen Orte Ciba (ungarisch Csiba), Foi und Nicolești (ungarisch Káposztásszentmiklós) sind erst seit 2006 als Dörfer anerkannt.Angaben auf der Website der Gemeinde Crăciunești, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch).
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Crăciunești entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 3530 666 2760 - 104 1920 3966 773 2985 3 205 1977 4972 340 4032 1 599 2002 4348 108 3169 - 1071 2011 4470 110 2827 - 1533 2021 4338 220 2792 - 1325 (900 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1977 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (4542) wurde 1941, die der Roma (1086) 2011, die der Rumänen wurde 1920 und die der Rumäniendeutschen (15) wurde 1900 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die reformierte Kirche (nach unterschiedlichen Angaben) um 1622Angaben zur reformierten Kirche in Crăciunești bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) oder 1661 errichtet und die Holzkirche Sf. Arhangheli Mihail și Gavril und deren Glockenturm,Angaben zur Holzkirche Kirche in Crăciunești bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Budiu Mic die reformierte Kirche, etwa um 1802 errichtetAngaben zur reformierten Kirche in Budiu Mic bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) und der Holzglockenturm der orthodoxen Kirche.Angaben zum Holzglockenturm in Budiu Mic bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) Im eingemeindeten Dorf Cornești (ungarisch Somosd) die reformierte Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Cornești bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) 1797 errichtet. Im eingemeindeten Dorf Nicolești die Holzkirche Sf. Nicolae,Angaben zur Holzkirche Kirche in Nicolești bei biserici.org, abgerufen am 22. April 2018 (rumänisch) im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.
Städtepartnerschaft Die Gemeinde Crăciunești pflegt eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Balatonendréd im Kreis Siófok.
Weblinks
Crăciunești bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1444