Fotij Stepanowytsch Krassyzkyj (, ; * in Selena Dibrowa, Gouvernement Kiew, Russisches Kaiserreich; † 2. Juni 1944 in Kiew, Ukrainische SSR) war ein ukrainischer Kunstmaler.

Leben Fotij Krassyzkyj kam als Sohn einer Bauernfamilie in Selena Dibrowa () in der heute zentralukrainischen Oblast Tscherkassy zur Welt. Sein Vater Stepan Antonowytsch Krassyzkyj war der Sohn von Kateryna Hryhoriwna Krassyzka geb. Schewtschenko (1804–1848), der Schwester von Taras Schewtschenko, und Fotij daher dessen Großneffe. auf der Webseite des Nationalen Taras-Schewtschenko-Museums; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch)

Nachdem der Dorfschullehrer das künstlerische Talent vom Fotij erkannt und er den Eltern dringend empfohlen hatte, den Sohn zu fördern, ging dieser im Alter von 15 Jahren an die Kiewer Zeichenschule von Mykola Muraschko (Werkstatt Mykola Pymonenko). Dort studierte er, mit finanzieller Unterstützung des Komponisten Mykola Lyssenko, von 1888 bis 1892.Eintrag zu Fotij Krassyzkyj in der Kiew-Enzyklopädie; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch) mini|Grab von Fotij Krassyzkyj auf dem Baikowe-Friedhof in Kiew Im Anschluss ging er bis 1894 an die Kunstschule Odessa, wo er bei Kyriak Kostandi lernte. Seine Ausbildung rundete er zwischen 1894 und 1901 mit einem Studium an der Kaiserlichen Akademie der Künste in Sankt Petersburg ab, an der er unter anderem von Ilja Repin unterrichtet wurde.

Von 1903 an arbeitet er permanent in Kiew. Für Satiremagazine schuf er 1906 eine Reihe von politischen Karikaturen.Eintrag zu Fotij Krassyzkyj in der Ukrainischen Sowjetenzyklopädie; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch)

Zwischen 1912 und 1920 unterrichtete Krassyzkyj an der Kiewer Kunstschule () und, mit Unterbrechungen, von 1927 bis 1939 am Kiewer Kunstinstitut. Er war außerdem Mitglied des Verbandes der Maler der Roten Ukraine ()Fotij Krassyzkyj ist der Nachkomme von Taras Schewtschenko auf uartlib.org, 6. November 2014; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch), nahm an arbeiten zum Schutz und zur Erhaltung von Kunstdenkmälern teil und war Autor des Handbuchs „Zeichnen und Malen“ (1929).Eintrag zu Fotij Krassyzkyj in der Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch) Krassyzkyj war ein guter Freund von Lessja Ukrajinka.Neue Ausstellung: ein Porträt von Lesia Ukrainka von Fotij Krassyzkyj auf der Webseite des Eine-Straße-Museums; abgerufen am 16. April 2018 (ukrainisch) Er starb 70-jährig in Kiew und wurde auf dem Baikowe-Friedhof bestattet.

Werk Krassyzkyj malte Genrebilder zum Leben von Bauern und Historikern, zu Dörfern und Landschaften sowie Porträts zu Persönlichkeiten der Ukraine. Seine Werke befinden sich heute im Eine-Straße-Museum, im Nationalen Taras-Schewtschenko-Museum, im Nationalen Kunstmuseum der Ukraine, im Nationalen Museum der ukrainischen dekorativen Volkskunst und im Nationalen Historischen Museum der Ukraine, alle in Kiew, des Weiteren im Heimatmuseum Myrhorod () sowie im, nach Andrej Scheptyzkyj benannten Nationalmuseum Lwiw.Eintrag zu Fotij Krassyzkyj in der Enzyklopädie der modernen Ukraine; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch)

Gemälde (Auswahl) Genrebilder: mini|hochkant|Mädchen neben dem Zauntritt; Fotij Krassyzkyj 1898, Nationales Kunstmuseum der Ukraine Mädchen neben dem Zauntritt – / (1898) Wenn du keinen Herren hättest – / (1899) Weg ins Dorf Kosazke – / (1899) Beim Brunnen – / (1900) Dorf Kyryliwka – (1901) Gast aus Saporischschja – / (1901; 1916) Wiese – / (1902) Beim Fest – / (1902) Ukrainerin – (1903) Großvater Hryzko – / (1905) Serie Ukrainisch-sowjetische Schriftsteller – / (1933–34) Porträts: Mychajlo Staryzkyj (1893; 1932) Taras Schewtschenko (1899; 1906; 1907; 1909; 1910; 1925; 1932; 1934; 1937; 1938) Dmytro Jawornyzkyj (20. Jahrh.) Lessja Ukrajinka (1904) Iwan Franko (1907; 1914) Mychajlo Hruschewskyj (1908, durch Rada 1952 zerstört) Mykola Sadowskyj (1912) Jakiw Ussyk – (1920er Jahre) Iwan Subkowskyj – (1923) Olena Ptschilka (1927) Amwrossij Schdacha – (1928) Dmytro Bahalij (1929) Hanna Boryssohlibska – (1936) Quelle:

Ehrungen Anfang der 1990er Jahre wurde in Kiew ein Museum zu seinem Gedenken eröffnet. In Kiew wurde eine Gedenktafel an ihn angebracht und eine Straße nach ihm benannt.Gedenktafel für Fotij Krassyzkyj in Kiew auf Geo-Kiew; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch) In Myrhorod erinnert eine Gedenktafel an den Künstler.Hinweis zur Gedenktafel in Myrhorod auf mistaua.com; abgerufen am 15. April 2018 (ukrainisch)

Weblinks

Katalog einer Ausstellung von Werken von Fotij Krassyzkyj anlässlich dessen 100. Geburtstags; auf uartlib.org (pdf)

Einzelnachweise

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