Die Gustav-von-Bergmann-Medaille stellte die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) dar. Mit ihr wurden zwischen 1994 und 2010 Mitglieder der Gesellschaft für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Gustav-von Bergmann-Medaille war nach dem Internisten Gustav von Bergmann (1878–1955) benannt. 2013 bewertete die DGIM die Lebensleistung Bergmanns neu. Dieser hatte als Prodekan an der Berliner Charité 1933 in der Fakultät umgesetzt, dass alle Juden entlassen wurden. Ab 2013 vergibt die DGIM an Stelle der Gustav-von-Bergmann-Medaille die Leopold-Lichtwitz-Medaille in Erinnerung an den Juden Leopold Lichtwitz (1876–1943), der 1933 Vorsitzender der DGIM war, die Gesellschaft aber – wie viele andere Juden auch – auf Druck des Vorstandes verlassen musste.
Preisträger 1994: Hans Erhard Bock, Tübingen 1996: Gotthard Schettler, Heidelberg 1999: Rudolf Gross, Köln 2000: Paul Schölmerich, Mainz, Walter Siegenthaler, Zürich 2001: Wolfgang Gerok, Freiburg im Breisgau, Hanns Gotthard Lasch, Gießen 2004: Werner Creutzfeldt, Göttingen 2005: Karl-Hermann Meyer zum Büschenfelde, Mainz 2007: Volker Diehl, Köln, Hans-Peter Schuster, Hildesheim 2008: Peter C. Scriba, München 2009: Meinhard Classen, München 2010: Kurt Kochsiek, Würzburg
Weblinks Gustav-von-Bergmann-Medaille bei der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (dgim.de) Pressemitteilung der DGIM vom 19. April 2015.
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