miniatur|hochkant|Karl Prinz von Ratibor und Corvey miniatur|hochkant|Karl Prinz zu Ratibor und Corvey als Student in Göttingen, 1879 Karl Egon Prinz von Ratibor und Corvey, Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, (* 7. Juli 1860 auf Schloss Rauden; † 11. April 1931 auf Schloss Corvey) war ein deutscher Jurist und Politiker.Hartwin Spenkuch (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 8/II. In: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11827-0, S. 616 (Online; PDF 2,19 MB).
Leben
Er stammte aus dem Geschlecht Hohenlohe-Schillingsfürst. Sein Vater war Victor I. Herzog von Ratibor, die Mutter Amalie von Fürstenberg.
Ratibor studierte Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er war seit 1882 Mitglied des Corps Borussia BonnKösener Korpslisten 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck und Verlagsanstalt Carl Gerber GmbH München, Starnberg 1910, 19, 404. und seit 1890 des Corps Saxonia GöttingenKösener Corpslisten 1960, Hrsg. Otto Gerlach, Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Buchdruckerei C. L. Mettcker & Söhne Jever, Kassel 1961,45, 431., wo er als Student schon Conkneipant gewesen war. Er wurde zum Dr. iur. utr. promoviert. Anschließend absolvierte er den üblichen Vorbereitungsdienst in der preußischen Rechtspflege und Verwaltung. Im Jahr 1887 wurde er zum Regierungsassessor ernannt. Von 1887 bis 1896 war er Landrat im Landkreis Lublinitz. Seit 1896 war er Polizeidirektor in Wiesbaden mit dem Ehrentitel eines Polizeipräsidenten. Von 1902 bis 1910 war er Regierungspräsident im Regierungsbezirk Aurich und von 1910 bis 1911 Regierungspräsident im Regierungsbezirk Koblenz. Zwischen 1911 und 1919 war er Oberpräsident der Provinz Westfalen. Im selben Jahr verließ er den Staatsdienst. Im Zusammenhang mit seiner Funktion als Oberpräsident war er auch Kurator der Westfälischen Wilhelms-Universität und des Westfälischen Altertumsvereins. Weitere Ehrenämter übte er in verschiedenen Bereichen der Kanalverwaltungen aus. Er gehörte dem Provinziallandtag der Provinz Schlesien an. In Wiesbaden und Aurich sind Straßen nach ihm benannt (Prinz-Ratibor-Straße).
Literatur Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 192–193. Ratibor und Corvey, Karl, Prinz von, Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst. In: Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, , S. 1478.
Weblinks Biografie im Internetportal Westfälische Geschichte, zuletzt abgerufen am 6. Oktober 2017
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Polizeipräsident (Wiesbaden) Kategorie:Regierungspräsident (Aurich) Kategorie:Regierungspräsident (Koblenz) Kategorie:Oberpräsident (Provinz Westfalen) Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Karl Karl Prinz Von Ratibor Und Corvey Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1860 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann