mini|Geigenzettel Andreas Ferdinand Mayr (* 1693 in Wien-St. Veit; † 28. Juli 1764 in Salzburg) war ein österreichischer Geigen- und Lautenmacher.
Zettel In der Regel sind Mayrs Instrumente mit einem Zettel versehen. Ausgeschrieben ist z. B. auf einem solchen zu lesen: Andreas Ferdinandus Mayr / Hof-Laut- und Geigenmacher in Salzburg. Anno 1727 Aufgrund einer falschen Lesung seiner Geigenzettel wird Mayr in der Literatur manchmal als Mayrhof bezeichnet.
Leben und Werk „Der barocke Geigenbau in Salzburg schuf so manches Meisterwerk an Streich- und Zupfinstrumenten, die durch Namen wie Michael Gartner, Marcell Pichler, Ulrich Rämbhardt, Johannes Schorn und Andreas Ferdinand Mayr belegt sind.“ Soweit das Salzburg Museum, in dessen Sammlung sich ein Kontrabass des Geigenbauers befindet.Salzburg Museum: , abgerufen am 9. April 2018. Das ÖML listet: „8 Violinen, Viola, Violoncello; Tenorviola (1746, verschollen); Lauten.“ Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg schreibt:
mini|Lute („Calchedon“, „Calichon“), 1735, Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig Seine Instrumente stehen in der Geigenbautradition von Jakob Stainer. Seine berühmteste Arbeit ist Mozarts Kindergeige, die er wahrscheinlich 1746 geschaffen hat.
Mayr war als Hoflauten- und Geigenmacher Nachfolger von J. P. Schorn. Durch seine Vermählung mit der Witwe von Jacob Weiß im Jahr 1719 war er mit diesem Geigen- und Lautenbauer verwandt. 1730 heiratete er ein zweites Mal. Zu seinen Kindern zählten: Ferdinand (10. April 1720 in Salzburg – 4. Februar 1787 ebenda), der sein Nachfolger wurde, und Andreas (ca. 1731 in Salzburg – 6. März 1794 ebenda), vermutlich ebenfalls Geigenbauer, 1759–94 Violinist der Salzburger Hofmusikkapelle.
Andreas Ferdinandus Maÿr wurde nach „herkömmlicher Weise“ (Latein: rite provisus) im Sebastiansfriedhof bestattet.Sterbebuch, Salzburg-Dompfarre, 1748–1819, S. 302 (Digitalisat).
Der höchste bekannte Auktionspreis für eine seiner Geigen liegt bei $ 13.428 (Juli 2003).
Quellen
Maker: Andreas Mayr bei Amati
Literatur Hintermaier 1972. K. u. A. Birsak: Gambe – Cello – Kontrabass. 1996, 200. MGG 8 (1960). Lütgendorff 1922 und 1990. MGÖ 2 (1995). Schneider 1935.
Einzelnachweise
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