Helmut Willy Joos (* 12. März 1935 im Schwarzwald; † 26. Februar 2018 in Frankfurt am Main In: Frankfurter Neue Presse, abgerufen am 2. April 2018) war ein deutscher Architekt, der mit seinen Bauten das Stadtbild von Frankfurt am Main prägte.Christoph Manus: Helmut Joos. Der Mann, der Frankfurt prägte. In: Frankfurter Rundschau vom 8. März 2018, abgerufen am 2. April 2018
Leben Joos, dessen Mutter bei einem schweren Bombenangriff auf Pforzheim starb und dessen Vater als Wehrmachts-Soldat in der Sowjetunion fiel, studierte nach einer Lehre als Maurer und Zimmerer Architektur in Mainz und an der Technischen Hochschule Karlsruhe bei Egon Eiermann. 1961 kam er nach Frankfurt am Main und eröffnete 1963 ein Architekturbüro, aus dem sich 1980 zusammen mit Reinhart W. Schulz und Karsten Krüger-Heyden sowie später mit Jurek M. Slapa das international tätige Büro JSK mit über 200 Mitarbeitern mit zahlreichen Standorten im In- und Ausland entwickelte.
Das erste größere Projekt war ein Terrassenhaus an der Ulmenstraße im Frankfurter Westend. Für den Frankfurter Immobilienunternehmer Josef Buchmann plante er 1963 das 1969 ausgeführte Rhein-Main-Center an der Bockenheimer Landstraße, damals das zweithöchste Gebäude der Stadt nach dem Shell-Hochhaus. Es folgten Großprojekte wie Die Welle in unmittelbarer Nähe der Alten Oper, das Hochhaus Skyper oder das 660 Meter lange The Squaire und das Terminal 2 am Flughafen Frankfurt Main. Das 250 Meter hohe Hochhaus Campanile südlich des Hauptbahnhofs in Frankfurt wurde jedoch nie gebaut.
Weblinks Frankfurter Gesichter: Helmut Joos. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2006.
Einzelnachweise
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